Cannabis vakuumieren: So bleiben deine Blüten jahrelang frisch
ANBAU

Cannabis vakuumieren: So bleiben deine Blüten jahrelang frisch

Luft raus, Aroma drin: Wer seine Buds vakuumiert, rettet Terpene, Potenz und Geschmack über Jahre — so geht's richtig.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Vakuumieren ist die effektivste Methode, um deine Buds langfristig frisch, potent und aromatisch zu halten — denn ohne Luft stoppt der Abbau praktisch komplett. Das Ziel: Jede Blüte soll den frischen Terpen-Geschmack behalten, wie beim allerersten Öffnen der Tüte. Schlecht gelagertes Cannabis zu rauchen kann Kopfschmerzen, Husten oder Schläfrigkeit verursachen — das passiert, wenn das THC-Molekül zu CBN (Cannabinol) abgebaut wird.

Wenn du Gras gern auf Vorrat besorgst oder nicht besonders oft rauchst, hast du wahrscheinlich jede Menge alte Buds herumliegen.

Was ist der beste Beutel, um Gras aufzubewahren?

Wenn es um die Lagerung geht, ist Vakuumieren die beste Wahl. Luftdicht ist das Ideal: Je weniger dein Cannabis der Luft ausgesetzt ist, desto frischer und potenter bleibt es. Den Luftkontakt zu vermeiden sorgt dafür, dass die Terpene nicht austrocknen und die Trichome an den Blüten bleiben.

Vakuumverpackte Blüten senken außerdem das Risiko, dass die Buds Feuchtigkeit ziehen — das kann Schimmel bedeuten und die ganze lang ersehnte Ernte ruinieren. Am besten lagerst du vakuumiertes Cannabis an einem kühlen Ort, an dem die Temperatur nicht über 23 Grad steigt, damit Cannabinoide und Terpene nicht austrocknen.

Deine Cannabis-Blüten in einem luftdichten Glas an einem kühlen, dunklen Ort ohne Feuchtigkeit aufzubewahren reicht aus, um das Produkt in gutem Zustand zu halten. Aber wenn du deine Buds unter den bestmöglichen Bedingungen und über lange Zeit lagern willst, ist Vakuumieren die beste Option.

Cannabis vakuumverpackt: Warum ist das die beste Methode?

Vakuumieren ist eine Verpackungsmethode, die in der Lebensmittelindustrie sehr verbreitet ist. Dabei wird die Luft aus der Verpackung entfernt und diese anschließend versiegelt. Die Idee: den Sauerstoff aus dem Behälter verbannen, um die Haltbarkeit dessen zu verlängern, was drin ist. Deine Sativa oder Indica einzuschweißen ist eine gute Idee, denn der Prozess entfernt den Sauerstoff und verhindert, dass die flüchtigen Verbindungen verdunsten. Außerdem hemmt er das Wachstum von Bakterien, die das Cannabis ruinieren. Lagerst du dein Gras im versiegelten Beutel und fern von Sonnenlicht, bleibt es über viele Jahre nahezu unverändert.

Wie vakuumiert man Cannabis richtig?

Zum Vakuumieren von Buds brauchst du Vakuumbeutel, ein Gerät, das die Luft aus den Beuteln zieht (das Vakuumiergerät), und natürlich Gras. Es gibt verschiedene Modelle, aber entscheidend ist, dass das Gerät die komplette Luft absaugt und den Beutel danach versiegelt, damit kein Sauerstoff mehr reinkommt. Der Ablauf: das Cannabis in den Beutel geben, den Beutel ins Gerät einlegen, zuerst die Luft absaugen und zum Schluss eines der Enden mit Hitze versiegeln. Vakuumiergeräte erledigen den ganzen Prozess. 

Weil das Gerät die Luft herauszieht, können vakuumierte Buds etwas zu stark komprimiert oder "plattgedrückt" werden. Dazu gibt es zwei Denkschulen. Die erste sagt: Vakuumiertes, komprimiertes Cannabis (auch gepresste Buds genannt) lässt sich genauso rauchen wie frisch geerntetes — du hättest also rauchfertige Buds, und der einzige Unterschied ist die Optik.

Manche Grower mögen ihre Blüten allerdings lieber hübsch. Kein Problem: Wenn die Buds plattgedrückt wurden, kannst du sie nach dem Öffnen des Vakuumbeutels ein paar Tage in einem Glas mit einem Feuchtigkeits-Pack lagern, damit sie rehydrieren und ihre ursprüngliche Form zurückbekommen.

Versiegelte Blüten: ein paar Tipps

Egal welche Methode du nutzt, um Cannabis aufzubewahren, beachte Folgendes: Temperaturen über 29 Grad trocknen sämtliche Cannabinoide und Terpene aus. Niedrige Temperaturen wiederum verlangsamen die Decarboxylierung und schädigen die Trichome. Am frischesten bleibt dein Gras bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, wenn du das hinbekommst.

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit steigt die Schimmelgefahr deutlich, deshalb ist es unverzichtbar, Cannabis an einem kühlen, trockenen Ort zu lagern. Die UV-Strahlen der Sonne schädigen die Buds im Handumdrehen und verändern, wie das Gras auf deinen Körper wirkt. Am besten lagerst du es im Dunkeln.

Wie lange hält sich Gras im Beutel?

 Vakuumieren hält die Buds sehr lange frisch und geschmackvoll. Es ist ohne Zweifel die beste Aufbewahrungsmethode für gelagertes Cannabis, denn beim luftdichten Verschließen wird die Luftmenge im Beutel reduziert — und das verlängert die Haltbarkeit.

Andere Methoden

Neben den klassischen Einmachgläsern gibt es weitere Optionen — zum Beispiel die Buds in luftdichten Tight-Vac-Behältern aufzubewahren: Behälter füllen, schließen und ein Vakuum erzeugen, damit kein Geruch entweicht und Aroma, Geschmack und Wirkung deiner Blüten erhalten bleiben. Das Geniale an diesen Behältern: Es gibt sie in allen möglichen Größen.

Eine weitere beliebte Variante, Cannabis vakuumverpackt in Plastikbeuteln zu lagern: Kein Geruch entweicht, und das Pflanzenmaterial oder Extrakt bleibt hervorragend erhalten. Für das Vakuum im Beutel gibt es verschiedene Geräte, von praktischen, günstigen Maschinen bis zu professionelleren Optionen.

Kann man Cannabis einfrieren?

Eine sehr gute Option ist es, die Buds einzufrieren, sobald sie deinen bevorzugten Trocknungs- oder Curing-Grad erreicht haben — so bleiben ihre Eigenschaften deutlich länger erhalten.

Dafür packst du sie in Gläser oder Beutel und legst sie ins Gefrierfach. Für extra Sicherheit kannst du sogar ein luftdichtes Glas zusätzlich in einen Vakuumbeutel einschweißen. Beim Auftauen gilt: keine Eile. Lass das Gras ein paar Stunden temperieren, bevor du Gläser oder Beutel öffnest. Nach dem Öffnen wiederholst du das Ganze und lässt die Buds noch ein paar Stunden bei Raumtemperatur und normaler Luftfeuchtigkeit liegen, bevor du sie konsumierst.

Schau dir auch unsere neuesten Inhalte an..