Marihuana-Arten: Welche gibt es und wie erkennst du sie?
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Marihuana-Arten: Welche gibt es und wie erkennst du sie?

Sativa, Indica und Ruderalis im Vergleich – Aussehen, Anbau und Wirkung auf einen Blick.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Marihuana-Arten:

Es gibt mehrere Marihuana-Arten, die sich vor allem durch ihre Genetik und chemische Zusammensetzung unterscheiden. Die zwei Hauptarten sind Cannabis sativa und Cannabis indica – jede mit eigenen Merkmalen und einer eigenen Wirkung.

  1. Cannabis sativa: Diese Art wächst meist höher und schlanker, mit langen, schmalen Blättern. Sativa-Pflanzen werden in der Regel größer und brauchen länger bis zur Blüte als Indicas. Die Wirkung von Sativa ist eher anregend und energiegeladen, sorgt also für eine euphorischere, kreativere Stimmung. Manche Sativa-Sorten sind dafür bekannt, Kreativität und Konzentration zu steigern.
  2. Cannabis indica: Die Indica-Variante wächst dagegen kürzer und kompakter, mit breiteren Blättern. Indica-Pflanzen wachsen tendenziell schneller und blühen in kürzerer Zeit als Sativas. Ihre Wirkung ist meist entspannender und beruhigender und kann ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit auslösen. Viele Menschen greifen zu Indica-Sorten, um Stress, Angst und Schlaflosigkeit zu lindern.

Neben Sativa und Indica gibt es eine dritte Kategorie: Cannabis ruderalis. Diese Art ist seltener und zeichnet sich durch ihren niedrigen Wuchs und einen geringen Gehalt an psychoaktiven Cannabinoiden aus.

Wichtig zu wissen: Innerhalb jeder Marihuana-Art gibt es zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Cannabinoid- und Terpenprofilen, was zu einer großen Bandbreite an Wirkungen und Aromen führt. Zu den bekannten Sorten zählen Namen wie „Blue Dream“, „OG Kush“, „White Widow“ oder „Purple Haze“.

Sativa vs. Indica: Worin unterscheiden sie sich?

Indica:

Indicas sind eher kräftige, buschige Pflanzen mit dichten, dunkelgrünen Blättern, die viel Licht aufnehmen. Außerdem:

  • Sie blühen schneller und bilden mehr Blüten, die meist dicht sind und in Trauben oder kompakten Gruppen rund um die Knoten von Stamm und Zweigen wachsen – mit relativ kurzen Abständen (den sogenannten Internodien) zwischen den einzelnen Gruppen.
  • Weil sie aus Regionen mit rauem Klima stammen, sind sie widerstandsfähig gegen Temperaturschwankungen. Ideal, wenn du wenig Zeit hast, denn ihr Blütenertrag ist hoch.
  • Indicas sind für ihre kurze Blütezeit bekannt: 45 bis 60 Tage.
  • Zu Beginn der Blüte legen diese Sorten sehr schnell an Höhe zu, sollten aber nicht außer Kontrolle wachsen.
  • Du kannst damit rechnen, dass sie ihre vegetative Höhe während der Blütephase um 50–100 % steigern.

Sativa:

Eine Sativa-Pflanze wächst meist in die Höhe, und da ihre Blätter dünn und hellgrün sind, produzieren sie weniger Chlorophyll und brauchen daher viel Licht. Außerdem zeichnen sie sich durch Folgendes aus:

  • Ihre Blüten sind luftig statt kompakt und meist größer als die von Indica, weil sie sich entlang der Zweige verteilen, statt sich rund um die Knoten zu sammeln. Getrocknet wiegen diese Blüten weniger als die von Indica, da sie weniger dicht sind. Diese Marihuana-Art hat zudem Blüten mit weniger intensivem Geruch – sowohl während des Anbaus als auch im getrockneten Zustand.
  • Sie stammt ursprünglich aus heißen Gegenden. Der Unterschied zwischen Sativa und Indica besteht darin, dass die Blütephase dieser Pflanzen länger dauert und sie für volles Wachstum hohe Temperaturen und Feuchtigkeit brauchen.
  • Sie brauchen weniger Zeit für das vegetative Wachstum vor der Blütephase, sodass die gesamte Dauer bei Sativas fast genauso lang ist wie bei Indicas.
  • Sie können sehr schnell an Höhe gewinnen, sobald die Blüte einsetzt und wachsen während der gesamten Blütephase weiter in die Höhe.
  • In der Regel steigern Sativas ihre vegetative Höhe während der Blüte um 200–300 % (oder mehr).

Herkunft von Cannabis Indica und Sativa

Beide Cannabis-Unterarten sind Anpassungen an unterschiedliche Klimazonen: Cannabis sativa stammt aus den Dschungeln äquatorialer Regionen in Ländern wie Thailand, Kambodscha, Jamaika, Kolumbien und Mexiko, wo es viele Sonnenstunden gibt und sich das Licht das ganze Jahr über kaum verändert.

Cannabis indica hingegen stammt ursprünglich aus dem Hindukusch, einem über 800 Kilometer langen Gebirge, das sich über Afghanistan, Pakistan, Nordindien bis nach China erstreckt und wo es ziemlich kalt ist.

Wie wirken Sativa und Indica?

Die Wirkung von Indica und Sativa ist unterschiedlich. Das ist besonders für Menschen schwer zu verstehen, die noch nie psychoaktive Substanzen probiert haben. Hier sind dennoch die typischen Effekte dieser Marihuana-Arten.

Welche Wirkung hat Sativa?

Sativa-Blüten erzeugen ein „High“ mit einer eher energetischen, euphorischen und kreativen Wirkung, bei der du über alles lachst – sogar wenn es eigentlich gar nicht witzig ist. Die Sativa-Pflanze ist ideal für jede gesellige Runde, ohne dass sie alle ins Bett schickt.

Da die verschiedenen Sativa-Sorten dich also vor Lachen außer Gefecht setzen können, packt dich womöglich auch ein energiegeladener Drang, irgendetwas zu tun – egal was. Manche tendieren eher zum Sportlichen und bekommen Lust, joggen zu gehen oder zu trainieren. Künstler fangen an zu kreieren, Musiker spielen Musik, Gärtner gärtnern und so weiter. Die Inspiration, die durch die Wirkung von Cannabis sativa freigesetzt wird, zeigt sich genau dort, wo es dir am leichtesten fällt.

Welche Wirkung hat Indica?

Der große Unterschied zwischen Indica und Sativa ist, dass Indica-Blüten mehr CBD und weniger THC enthalten als Sativas und das auslösen, was viele als „Stoned-Gefühl“ bezeichnen. Sie sind ideal, um sich an die PlayStation zu setzen oder einen Serienmarathon zu starten (am besten eine, die nicht allzu viel Konzentration verlangt).

Die Indica-Pflanze entspannt und verändert die Sinneswahrnehmung, vor allem Tastsinn, Gehör und Geschmack. In hohen Dosen macht sie schläfrig. Deshalb ist diese Cannabis-Art ideal für einen Abend ohne Pläne, um zu Hause zu bleiben, an einem Ort, von dem du weißt, dass du dich nicht mehr wegbewegen wirst.

Jeder Konsument hat beim Anbauen und Konsumieren andere Erwartungen. Damit das Ergebnis am Ende passt, empfehlen wir dir, dich ausführlich über die verschiedenen Sorten und ihre jeweiligen Anbau- und Blühmethoden zu informieren.