Michael Phelps und das Kiffer-Foto: Wie der Superathlet 2009 gecancelt wurde
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Michael Phelps und das Kiffer-Foto: Wie der Superathlet 2009 gecancelt wurde

Acht Goldmedaillen in Peking, ein Foto mit Gras und drei Monate Sperre: Was der Phelps-Skandal über Cannabis im Spitzensport erzählt.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Im Februar 2009 wurde Michael Phelps, der Schwimmer mit acht Goldmedaillen von Peking, für ein Foto beim Kiffen öffentlich gecancelt: Der US-Schwimmverband sperrte ihn drei Monate lang für alle offiziellen Wettkämpfe. Trotz seiner vielen Goldmedaillen und olympischen Rekorde machte er plötzlich aus ganz anderen Gründen Schlagzeilen, und das Foto wurde zu einem Wendepunkt in Leben und Karriere.

Wie das Kiffer-Foto des Schwimmstars viral ging

Michael Phelps steht im Schwimmen für Erfolg schlechthin. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking schrieb er Geschichte mit acht Goldmedaillen, ein Rekord, der bis heute nicht gebrochen ist. Trotzdem lief seine Karriere nicht ohne Dellen.

Im Februar 2009 war sein Name überall in den Schlagzeilen, diesmal aber nicht wegen seiner Leistungen im Wasser. Ein Foto, das Phelps auf einer Party an der University of South Carolina beim Kiffen zeigte, landete auf der Titelseite der britischen Zeitung „News of the World“. Das Bild ging viral, und die Welt staunte, den Superathleten bei etwas Illegalem und Umstrittenem zu sehen.

Die Folgen: drei Monate Sperre

Die Reaktionen kamen sofort und spalteten die Öffentlichkeit. Seine Fans meinten, da habe ein junger Mann eben einen Fehler gemacht. Andere gingen hart mit ihm ins Gericht: Er enttäusche seine Anhänger, vor allem die Jugendlichen, die zu ihm aufschauten.

Der US-Schwimmverband reagierte mit Disziplinarmaßnahmen. Phelps wurde für drei Monate von allen offiziellen Wettkämpfen ausgeschlossen und verlor in dieser Zeit auch die finanzielle Unterstützung. In einer Stellungnahme missbilligte der Verband sein Verhalten und erklärte, man müsse der Jugend, für die er ein Vorbild sei, eine klare Botschaft senden.

Obwohl die Sperre nichts mit einem Verstoß gegen Anti-Doping-Regeln zu tun hatte, traf sie Phelps sportlich wie privat hart.

Das Comeback: Wie Phelps sein Image zurückholte

Phelps ließ sich von dieser Episode nicht definieren. Er entschuldigte sich öffentlich und akzeptierte die Strafe. Nach der Sperre kehrte er ins Becken zurück und holte weiter Erfolge: Bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio gewann er weitere Goldmedaillen und festigte seinen Ruf als einer der besten Schwimmer aller Zeiten.

Außerdem setzt er sich seitdem für psychische Gesundheit und Wohlbefinden ein und spricht offen über die Krisen in seinem Leben. Phelps hat gezeigt, dass man auch nach einem öffentlichen Absturz wieder auf die Beine kommen und etwas Positives bewirken kann.

Die Kontroverse von 2009 zeigt, wie ein einziges Bild das öffentliche Bild eines Menschen prägen kann, selbst bei einem Athleten vom Kaliber eines Michael Phelps. Er wird weiter für seine Erfolge im Wasser gefeiert, aber die Erfahrung hat ihn auch menschlicher gemacht und zu einer Stimme für Resilienz und das Überwinden von Rückschlägen.

Heute, Jahre nach dem berüchtigten Foto, steht der Name Michael Phelps nicht nur für sportliche Spitzenklasse, sondern auch dafür, sich nach persönlichen und beruflichen Tiefschlägen zurückzukämpfen.

Phelps hat bewiesen: Auch wenn Kameras die umstrittensten Momente einfangen, zeigt sich der wahre Charakter eines Athleten darin, wie er mit Herausforderungen umgeht und weitermacht. Seine Geschichte erinnert daran, dass wir alle Menschen sind und Fehler machen, aber aus ihnen lernen und weiter unseren Weg gehen können.

Was macht Cannabis mit Sportlern?

Wie Cannabis auf Sportler wirkt, ist ein komplexes und umstrittenes Thema. Die Wirkung hängt stark von mehreren Faktoren ab: wie viel und wie oft konsumiert wird, welche Sorte (mit unterschiedlichem Cannabinoid-Gehalt), auf welchem Weg und wie hoch die persönliche Toleranz ist. Hier die wichtigsten möglichen Effekte und was Sportler bedenken sollten:

1. Entspannung und Stressabbau:

  • Einige Sportler berichten, dass Cannabis ihnen hilft, nach hartem Training oder Wettkämpfen zu entspannen und Stress abzubauen.
  • Das Kraut könnte in manchen Fällen auch die Stimmung heben und Angst lindern.

2. Schmerzen und Entzündungen:

  • Cannabis wird medizinisch häufig bei chronischen Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.
  • Sportler mit Verletzungen oder chronischen Schmerzen greifen deshalb manchmal zu Cannabis, um Beschwerden zu lindern.

3. Konzentration und Koordination:

  • Cannabis kann, vor allem in größeren Mengen, Konzentration, Motorik und Reflexe beeinträchtigen.
  • In Sportarten, die hohe Präzision und Koordination verlangen, etwa Bogenschießen oder Turnen, kann Kiffen schaden.

4. Herz-Kreislauf-Leistung:

  • Cannabis kann die Herz-Kreislauf-Leistung beeinflussen, was besonders im Ausdauersport wie Radfahren oder Leichtathletik zum Problem werden kann.
  • Gras kann den Puls erhöhen und die Ausdauer verschlechtern.

5. Anti-Doping-Regeln:

  • In vielen Sportarten und Wettbewerben gilt Cannabis laut Anti-Doping-Regeln als verbotene Substanz.
  • Wer bei einer Dopingkontrolle positiv getestet wird, muss mit Sperren und Disqualifikationen rechnen.

6. Motivation:

  • Bei manchen Menschen kann Cannabis die Motivation dämpfen, und das kann sich negativ auf Trainingsfleiß und Leistung im Wettkampf auswirken.

7. Rechtslage:

  • Die Rechtslage ist von Land zu Land verschieden. In manchen Ländern ist Cannabis als Genuss- oder Arzneimittel legal, in anderen nicht. In Deutschland regelt das Cannabisgesetz (CanG) den Rahmen, informier dich am besten über die aktuelle Fassung.
  • Sportler sollten die Gesetze und Regeln vor Ort kennen, bevor sie über Cannabiskonsum nachdenken.

Unterm Strich: Wie Cannabis auf Sportler wirkt, ist komplex und von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Manche Sportler finden darin Hilfe bei Stress und Schmerzen, es gibt aber auch Risiken, gerade in Sportarten, die viel Konzentration und Koordination verlangen. Dazu kommen die Anti-Doping-Regeln, nach denen Cannabis in vielen Sportarten verboten ist. Wer als Sportler über Cannabis nachdenkt, sollte die möglichen Effekte und Konsequenzen vorher gut abwägen.

Verbessert Cannabis wirklich die sportliche Leistung?

Ob Gras die Leistung im Sport beeinflusst, ist umstritten, und die Meinungen gehen weit auseinander. Manche sagen, ein Joint vor dem Training mache das Erlebnis besser, andere sehen das ganz anders. Klar ist aber: Cannabis kann sich negativ auf die sportliche Leistung und die Gesundheit insgesamt auswirken.

Gras enthält Wirkstoffe wie THC, die auf das zentrale Nervensystem wirken und psychoaktiv sind. Das kann Koordination, Zeitgefühl und Reaktionsfähigkeit verschlechtern, was Leistung und Sicherheit beim Training beeinträchtigen kann.

Außerdem kann Cannabis müde machen, die Motivation dämpfen und die Konzentration senken, und das ist kontraproduktiv bei Sport, der Aufmerksamkeit und Energie verlangt.

Dazu kommt: Sport- und Anti-Doping-Regeln verbieten Cannabis bei den meisten professionellen Wettkämpfen. Wer positiv auf THC getestet wird, muss mit Sperren und anderen Konsequenzen rechnen.