
Schimmel am Gras: Was tun, wenn deine Buds schimmeln?
Weißer Flaum, dunkle Flecken oder muffiger Geruch an den Buds? Warum schimmliges Cannabis Sondermüll ist — und wie du es gar nicht erst so weit kommen lässt.
Wenn dein Gras schimmelt, ist es nicht mehr zu retten: Schimmliges Cannabis darfst du niemals rauchen oder konsumieren, denn der Schimmel macht aus deinen Buds Sondermüll, der Husten, Kopfschmerzen, Atemnot und sogar eine Lungenentzündung auslösen kann. Die typischen Warnzeichen sind dunkle Flecken oder Sporen, weißer Flaum auf den Buds, grauer, gelber oder brauner Schimmel, spinnwebenartige weiße, graue oder schwarze Fäden, muffiger Geruch oder verfärbte Wurzeln. Aber worum geht es dabei eigentlich genau — und was bedeutet es, verschimmelte Buds zu haben?
Ist Schimmel wirklich so schlimm?
Manche Schimmelarten sind zwar harmlos, andere aber richtig gefährlich. Warum also ist Schimmel schlecht? Für die Atemwege ist er ein ernstes Risiko: Er kann Niesen, Husten und Halsschmerzen auslösen, und wenn man nichts unternimmt, kann es deutlich schlimmer werden. Deshalb darf Gras mit Schimmel niemals konsumiert werden — abgesehen davon, dass es arm an Aroma, Geschmack und Wirkung ist, gilt es als Giftmüll und sollte auch so behandelt werden.
Das Wichtigste, wenn Cannabis mit Pilzbefall auftaucht: die infizierte Pflanze finden und so schnell wie möglich entfernen. Der Schimmel kann auf andere Pflanzen übergreifen — und statt einer einzigen musst du am Ende gleich mehrere entsorgen.
Pack die verschimmelte Pflanze dafür von oben bis unten in einen Plastiksack. So stellst du sicher, dass keine Sporen auf die übrigen Pflanzen übergesprungen sind und den Rest kontaminiert haben.

Was passiert, wenn man Gras mit Mehltau raucht?
Schimmel am Cannabis ist auch für Konsumenten gefährlich. Manchmal verwechseln Leute verdorbenes Gras mit Gras, das mit anderen Drogen wie Opium gestreckt wurde. Was passiert also wirklich, wenn du schimmliges Gras rauchst?
Das Rauchen von Cannabis mit Pilz oder Schimmel kann Kopfschmerzen, Erbrechen, Atembeschwerden, Durchfall und Herzrasen auslösen. Auch eine Lungenentzündung ist möglich.
Das Beunruhigendste am Rauchen von schimmligem Gras ist außerdem, dass es jeden Konsumenten anders trifft — je nach Körper, Gesundheitszustand, Umgebung und einer Reihe weiterer Faktoren.
Die Ursachen von Schimmel
Der wichtigste Faktor, der die Schimmelbildung am Cannabis begünstigt, ist Feuchtigkeit. Auch fehlende Luftzirkulation hilft ihm beim Gedeihen, denn die Sporen vermehren sich in stehender Luft und der Schimmel kann sich auf dem Cannabis breitmachen.
In Growrooms zum Beispiel brechen Ventilatoren genau das Klima auf, das Schimmel so einladend findet — er kommt seltener rein und fühlt sich weniger wohl. Komplett immun macht das deine Pflanzen aber nicht.
Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Schimmel am Cannabis kann weder bei Kälte noch bei extremer Hitze gedeihen — unter solchen Bedingungen taucht der weiße Flaum auf den Buds also womöglich gar nicht erst auf.
Growrooms in trockenen Klimazonen sind generell seltener betroffen als solche in nassen, feuchten Gegenden. Wie wir braucht Schimmel Nahrung und Sauerstoff zum Überleben. Er zersetzt Dinge wie Gipskartonplatten und Eichenholz und ernährt sich von deren Nährstoffen. Auf anorganischem Material (Beton zum Beispiel) kann er zwar nicht wachsen, aber er ernährt sich vom Schmutz und Staub, der auf dem Beton liegt. Und er ernährt sich von Cannabispflanzen — eine seiner Lieblingsmahlzeiten.

Wie hältst du Schimmel von deinen Pflanzen fern?
Der beste Weg, Schimmel von deinen Cannabispflanzen fernzuhalten, ist zu verstehen, warum er überhaupt entsteht. Ist die Luftfeuchtigkeit beim Trocknen zu hoch? Benutzt du Fruchtschalen, um deinen Buds Aroma zu verleihen, und schleppst dabei unbemerkt Pilze ein? Lagerst du feuchte Pflanzen in luftdichten Behältern?
Eine Möglichkeit, schimmligem Cannabis aus dem Weg zu gehen, ist der Anbau von Sorten mit höherer Resistenz gegen feuchtes Klima. Genetiken zu wählen, die zur Anbauregion passen (beim Outdoor-Anbau ist das Klima das A und O), die Eigenheiten der Sorte zu kennen und auf riskante Strains zu verzichten, kann viel bewirken.
Entscheidend ist ein Standort, an dem deine Pflanzen die Luftzirkulation durch ihre Blätter spüren — zu viel Wind kann allerdings ruckartige Bewegungen verursachen, die die Pflanzen brechen. Regen ist eine weitere Sorge, deine Pflanzen zu schützen lohnt sich immer. Wenn du draußen morgens Tau hast, schüttle die Pflanzen gut durch, damit du später keine verschimmelten Cannabisblüten vorfindest.
Was kann man mit verschimmelten Buds noch machen?
Schimmel muss sofort weg — nicht nur der Gesundheit zuliebe, sondern auch, damit er nicht auf benachbarte Pflanzen übergreift. Und ja, leider gibt es keinen Weg, deine Pflanzen zu retten. Manche Grower oder Konsumenten haben aus Verzweiflung versucht, um den Schimmel herumzuschneiden, um an den "guten" Teil zu kommen — keine gute Idee.
Außerdem ist das Rauchen von schimmligem Gras schlicht unangenehm, und jeder Konsument wird es merken — und darunter leiden.
Wie hältst du Schimmel von deinem Vorrat fern?
Zum Glück gibt es ein paar Wege, schimmligem Gras vorzubeugen und sicherzustellen, dass dein Cannabis frisch und gesund bleibt:
Lagere deinen Vorrat richtig
Um Pilzbefall an deinen Cannabisblüten zu vermeiden, kommt es vor allem auf die richtige Lagerung an. Wird Cannabis falschem Licht, falscher Temperatur, Feuchtigkeit oder falschen Sauerstoffwerten ausgesetzt, kann das Schimmel begünstigen.
Verwende deshalb luftdichte Behälter (am besten aus dunklem Glas oder Aluminium). Lagere dein Cannabis nicht im Kühlschrank oder Gefrierfach — niedrige Temperaturen und Feuchtigkeit können deine Ernte gefährden. Bewahre es an einem dunklen, trockenen Ort auf und achte auf zu viel Feuchtigkeit.
Kauf dein Cannabis nur aus vertrauenswürdigen Quellen
Klingt nach einem leicht umsetzbaren Tipp, ist es aber nicht — wenn du irgendwo lebst, wo Cannabis noch nicht zu 100 % legal ist, wird die Sache kompliziert. Aber wenn du dein Cannabis von jemandem Vertrauenswürdigem bekommst, minimierst du das Risiko, an schimmliges Gras oder ein anderweitig verunreinigtes Produkt zu geraten.
Prüfe dein Gras immer, bevor du es konsumierst
Das gilt besonders, wenn du es schon länger liegen hast. Je älter der Vorrat, desto höher das Risiko, dass sich Schimmel bildet, wenn er nicht richtig gelagert wurde. Gewöhn dir also an, die Blüten vor dem Konsum genau anzuschauen — das erspart dir eine böse Überraschung.
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