Sportler, die kiffen: Warum Cannabis im Spitzensport ankommt
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Sportler, die kiffen: Warum Cannabis im Spitzensport ankommt

Von Phelps bis McGregor: Profis reden offen über Gras und CBD, die WADA hat CBD freigegeben, THC bleibt im Wettkampf tabu.

VON CosechaLibre Redaktion7 MIN LESEZEIT

Sportler, die kiffen, gibt es bis in die Weltspitze, und Cannabis im Spitzensport ist kein Tabu mehr: Immer mehr Profis sprechen offen darüber, dass sie Gras oder CBD nutzen, vor allem gegen Schmerzen, Stress und Schlafprobleme, nicht um schneller oder stärker zu werden. Namen wie Michael Phelps, Usain Bolt, Allen Iverson, Carmelo Anthony oder Conor McGregor werden mit Cannabis in Verbindung gebracht. Gleichzeitig hat die Welt-Anti-Doping-Agentur CBD freigegeben, während THC im Wettkampf verboten bleibt.

Die Athletinnen und Athleten beeinflussen inzwischen selbst, wie Substanzen im Sport geregelt und bewertet werden. Sportverbände nehmen die Stimme derer, die am Ende auf dem Platz stehen, zunehmend ernst. Für die traditionell strenge Welt des Spitzensports ist das ein echter Kurswechsel.

Sport, Wohlbefinden und Cannabis

Aussagen von Sportlern wie Rodney Wallace, einem ehemaligen Fußballprofi, der jahrelang für die Nationalmannschaft Costa Ricas spielte, zeigen: Es geht nicht darum, die körperliche Leistung zu pushen. Cannabis wird genutzt, um Probleme anzugehen, mit denen viele Athleten kämpfen, etwa Migräne, Schlaflosigkeit, Schmerzen und Angst. Körperliches und mentales Wohlbefinden rückt im Spitzensport immer mehr in den Fokus.

Rachael Rapinoe, Ex-Fußballerin und CEO der CBD-Marke Mendi, setzt sich für rein natürliche CBD-Produkte ein, hinter denen auch Fachleute aus der Medizin stehen. Ihr Argument: Das Stigma rund um Cannabis beruht auf alten Vorurteilen, die endlich weg müssen.

Was bringt CBD im Leistungssport?

CBD, ein nicht psychoaktiver Bestandteil der Cannabispflanze, wird für Spitzensportler zu einem wertvollen Hilfsmittel. Athleten berichten von weniger Stress und Angst und von Schmerzlinderung. CBD wird außerdem eingesetzt, um die Regeneration zu unterstützen, besser zu schlafen und depressive Verstimmungen anzugehen; die Studienlage dazu ist noch dünn. Viele Profis sehen CBD heute als sinnvolle Ergänzung für ihr allgemeines Wohlbefinden.

Wie sich die Anti-Doping-Regeln verändern

Auch die Regeln für Cannabis im Sport sind in Bewegung. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Cannabidiol (CBD) 2018 von der Verbotsliste gestrichen, weil es nicht psychoaktiv wirkt. THC dagegen bleibt im Wettkampf verboten. Das betrifft Athleten bei nationalen wie internationalen Wettkämpfen. In Argentinien gilt diese Regelung für den Sport seit dem 1. Januar 2021.

Welche Rolle spielt Cannabis künftig im Spitzensport?

Viele Sportler sind überzeugt, dass Cannabis ihrem körperlichen und mentalen Wohlbefinden guttun kann. Je mehr sie sich informieren, desto größer wird die Akzeptanz. Viele erwarten, dass die Rolle von Cannabis im Spitzensport in den nächsten Jahren offiziell anerkannt wird.

Die Normalisierung zeigt sich auch daran, dass Sportler wie Kevin Durant und Ex-NBA-Profi Al Harrington in die Cannabis-Branche eingestiegen sind. Durant hat sich sogar öffentlich für den therapeutischen Einsatz von Cannabis ausgesprochen.

Cannabispflanzen in wiederverwendetem Substrat

Cannabis und Produkte wie CBD gewinnen im Spitzensport an Boden. Die Athleten selbst treiben den Wandel bei Regeln und Einstellungen voran, weil sie das Potenzial für ihr Wohlbefinden und für typische Sportlerprobleme sehen. Gut möglich, dass Cannabis in Zukunft eine deutlich sichtbarere Rolle im Spitzensport spielt.

5 Spitzensportler, die mit Cannabis in Verbindung gebracht werden

Cannabis im Sport ist seit Langem ein Streitthema. Trotz strenger Regeln und Anti-Doping-Politik haben einige Sportler offen über ihren Konsum gesprochen. Hier sind fünf Athleten, deren Name mit Gras verknüpft ist.

1. Michael Phelps: die Legende aus dem Schwimmbecken

Der US-Schwimmer Michael Phelps, mehrfacher Olympiasieger, stand 2009 im Rampenlicht, als ein Foto auftauchte, das ihn an einer Bong zeigt. Phelps musste dafür Konsequenzen tragen. Später sprach er öffentlich über seine Angststörung und seine Depression.

2. Usain Bolt: der entspannte Sprinter

Über den jamaikanischen Ausnahmesprinter Usain Bolt, einen der schnellsten Menschen der Welt, heißt es in einigen Berichten, er habe während seiner Karriere Gras probiert, um nach harten Wettkämpfen runterzukommen und Spannung abzubauen.

3. Allen Iverson: der Krieger auf dem Court

Ex-NBA-Star Allen Iverson hat nie ein Geheimnis aus seiner Beziehung zu Cannabis gemacht. Er sagt, er habe Gras zur Entspannung und gegen Schmerzen nach kräftezehrenden Basketballspielen genutzt. Seine Offenheit hat ihn zu einem Fürsprecher für medizinisches Cannabis gemacht.

4. Carmelo Anthony: der Basketball-Star

Auch NBA-Größe Carmelo Anthony hat sich für Cannabis zu therapeutischen Zwecken ausgesprochen. Er wirbt für den Einsatz bei Schmerzen und für die Regeneration nach Verletzungen.

5. Conor McGregor: der MMA-Kämpfer

Der bekannte Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (MMA) Conor McGregor hat zugegeben, Cannabis zu konsumieren. Gras helfe ihm, sich zu entspannen und den Stress von Training und Kämpfen im Oktagon abzubauen.

Wo Sport und Gras sich treffen:

Das Verhältnis zwischen Cannabis und Sport ist kompliziert. Auch wenn einige Athleten erzählen, wie Cannabis ihnen bei Angst, Stress und Schmerzen geholfen hat: Kontrollierte und im Sport verbotene Substanzen können ernste Konsequenzen haben.

Die Anti-Doping-Regeln unterscheiden sich je nach Verband und Land. Der Blick auf Cannabis im Sport ändert sich langsam, und das Thema bleibt in Bewegung und umstritten.

Heißt unterm Strich: Auch wenn einige Sportler offen über Cannabis sprechen, gelten die Anti-Doping-Regeln weiter, und an die muss man sich halten. Wo Sport und Gras sich überschneiden, bleibt es ein komplexes Thema, das die Sportwelt noch lange beschäftigen wird.

Blüte der Sorte Gorilla Rainbow

Wie wirkt sich Cannabis auf Sportler aus?

Wie Cannabis auf Sportler wirkt, ist komplex und umstritten. Die Wirkung hängt stark von mehreren Faktoren ab: wie viel und wie oft konsumiert wird, welche Sorte (mit unterschiedlichem Cannabinoidgehalt), welche Konsumform und wie hoch die persönliche Toleranz ist. Hier die wichtigsten möglichen Effekte und Punkte, die Sportler kennen sollten:

1. Entspannung und Stressabbau:

  • Manche Sportler berichten, dass Cannabis ihnen hilft, nach harten Trainingseinheiten oder Wettkämpfen zu entspannen und Stress abzubauen.
  • In manchen Fällen kann Gras auch die Stimmung heben und Angst lindern.

2. Schmerzen und Entzündungen:

  • Medizinisch wird Cannabis häufig bei chronischen Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.
  • Sportler mit Verletzungen oder Dauerschmerzen greifen unter Umständen zu Cannabis, um die Beschwerden zu lindern.

3. Konzentration und Koordination:

  • Cannabis kann, vor allem in größeren Mengen, Konzentration, Motorik und Reflexe beeinträchtigen.
  • In Sportarten, die viel Präzision und Koordination verlangen, etwa Bogenschießen oder Turnen, kann das zum Nachteil werden.

4. Herz-Kreislauf-Leistung:

  • Cannabis kann das Herz-Kreislauf-System beeinflussen, was gerade in Ausdauersportarten wie Radfahren oder Leichtathletik zum Problem werden kann.
  • Gras kann den Puls erhöhen und die Ausdauer verschlechtern.

5. Anti-Doping-Regeln:

  • In vielen Sportarten und Wettkämpfen gilt Cannabis laut Anti-Doping-Regeln als verbotene Substanz.
  • Wer positiv getestet wird, riskiert Sperren und Disqualifikationen.

6. Motivation:

  • Bei manchen Menschen kann Cannabis die Motivation dämpfen, was sich negativ auf Trainingseifer und Wettkampfleistung auswirken kann.

7. Rechtslage:

  • Ob Cannabis legal ist, hängt davon ab, wo du lebst. Mancherorts ist Freizeit- oder medizinischer Konsum erlaubt, anderswo nicht.
  • Sportler sollten die Gesetze und Regeln vor Ort kennen, bevor sie über Cannabiskonsum nachdenken.

Die Wirkung von Cannabis auf Sportler ist also vielschichtig und von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Manche profitieren beim Umgang mit Stress und Schmerzen, gleichzeitig gibt es Risiken, gerade in Sportarten, die hohe Konzentration und Koordination verlangen. Dazu kommen die Anti-Doping-Regeln, nach denen Cannabis in vielen Sportarten verboten ist. Wer als Sportler über Cannabis nachdenkt, sollte mögliche Wirkungen und Konsequenzen vorher genau abwägen.

Steigert Cannabis wirklich die sportliche Leistung?

Ob Gras die sportliche Leistung beeinflusst, ist umstritten, und die Meinungen gehen auseinander. Manche schwören darauf, dass ein Joint vor dem Training das Erlebnis verbessert, andere sehen das ganz anders. Klar ist aber: Cannabiskonsum kann sich negativ auf die Leistung und die Gesundheit insgesamt auswirken.

Cannabis enthält Wirkstoffe wie THC, die auf das zentrale Nervensystem wirken und psychoaktiv sind. Dazu können schlechtere Koordination, ein verändertes Zeitgefühl und langsamere Reaktionen gehören, was die körperliche Leistung und die Sicherheit beim Sport beeinträchtigen kann.

Außerdem kann Cannabis müde machen, die Motivation dämpfen und die Konzentration senken. Für Sportarten, die Aufmerksamkeit und Energie verlangen, ist das kontraproduktiv.

Und nicht zuletzt: Sport- und Anti-Doping-Regeln verbieten Cannabis bei den meisten professionellen Wettkämpfen. Wer positiv auf Cannabis getestet wird, muss mit Sanktionen und sportlichen Konsequenzen rechnen.