
Autoflower-Lichtzyklen im Vergleich: 12/12, 18/6, 20/4 oder 24/0?
Autoflowers blühen unabhängig vom Licht – aber wie viele Stunden sollten die Lampen laufen? Die vier gängigen Zyklen mit Vor- und Nachteilen, von Stromkosten bis Ertrag.
Für die meisten Autoflowers ist 18/6 (18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit) vom Keimling bis zur Ernte der beste Kompromiss aus Ertrag und Stromkosten; 20/4 und 24/0 bringen womöglich etwas mehr, kosten aber mehr Strom und machen mehr Hitze, 12/12 spart Energie, kostet aber Ertrag. Anders als feminisierte Photoperioden-Sorten brauchen Autoflowers keinen bestimmten Lichtzyklus, um zu blühen.
Photoperiodische Sorten brauchen 12 Stunden Licht oder weniger am Tag, um die Blüte einzuleiten – Autoflowers nicht. Trotz dieses Unterschieds haben sie vieles mit klassischem Cannabis gemeinsam, auch die Fähigkeit, Terpene und Cannabinoide zu bilden.
Bleibt die Frage: Welcher Lichtzyklus ist für Autoflowers optimal? Gibt es einen Lichtplan, der besonders gute Ergebnisse bringt? Genau das schauen wir uns an, damit du bei deinen Autos das Maximum an Ertrag und Qualität rausholst.

Welcher Lichtzyklus passt zu Autoflowers?
Wer photoperiodische Sorten growt, hat feste Lichtzyklen für jede Phase, etwa 18/6 im Wachstum und 12/12 in der Blüte. Autoflowers sind da deutlich flexibler. Welchen Zyklus du wählst, ist deshalb auch eine Frage deiner persönlichen Vorlieben.
Lichtzyklus 12/12
Der 12/12-Zyklus ist in der Blüte der Klassiker, bei photoperiodischen Sorten sowieso, und manche fahren ihn auch bei Autoflowers. Viele Grower finden allerdings, dass er das Potenzial von Autos ausbremst, weil sie von mehr Licht profitieren könnten.
12/12 hat sich in der Blüte zwar bewährt, aber manche Grower meinen, dass in der Wachstumsphase 18/6 mehr bringt.
Technisch kannst du Autoflowers auch im Wachstum unter 12/12 laufen lassen, der Ertrag fällt aber wahrscheinlich schlechter aus als mit 18/6.
Vorteile von 12/12:
- In der Blüte bewährt und erprobt.
- Entspricht dem natürlichen Licht im Spätsommer und Frühherbst.
- Weniger Stromverbrauch.
- Hält den Growraum kühler.
- Du kannst Autoflowers zusammen mit photoperiodischen Sorten ziehen.
Nachteile von 12/12:
- Verpasste Chance auf größere Pflanzen.
- Möglicherweise geringerer Ertrag.
Lichtzyklus 18/6 für Autoflowers
18/6 ist bei vielen Growern der Favorit für Autoflowers, im Wachstum wie in der Blüte. Ursprünglich war er für photoperiodische Sorten in der Wachstumsphase gedacht, hat sich aber auch bei Autos mit sehr guten Ergebnissen bewährt.
Er bildet das natürliche Licht draußen zwar nicht genau nach, bietet Autoflowers aber optimale Bedingungen für Wachstum und Blüte – mit ordentlichen Ernten und gut ausgebildeten Buds.
Negative Effekte in irgendeiner Wachstumsphase sind bei diesem Zyklus nicht bekannt. Du kannst deine Autos also problemlos von der Keimung bis zur Ernte unter 18/6 laufen lassen.
Vorteile von 18/6:
- Viel Licht, also mehr Energie fürs Wachstum.
- Ordentliche Ernten und gut ausgebildete Buds.
- Moderater Stromverbrauch.
- Autoflowers und photoperiodische Sorten können in der Wachstumsphase im selben Raum stehen.
Nachteile von 18/6:
- Der Growraum kann sich aufheizen, was in warmen Gegenden zum Problem werden kann.
Lichtzyklus 20/4 für Autoflowers: die Ertragsvariante
Der 20/4-Zyklus kommt den Lichtverhältnissen im Sommer im hohen Norden am nächsten, wo die Sonne in der Saison kaum untergeht.
Autoflowers kannst du von Anfang an unter 20/4 ziehen, und viele Grower berichten von guten Ergebnissen. Seltener als 18/6, setzt dieser Zyklus noch stärker auf Licht, was für noch kräftigeres Wachstum und üppige Ernten sorgen kann.

Vorteile von 20/4:
- Üppige Ernten dank längerer Belichtung.
- Kräftiges Pflanzenwachstum.
Nachteile von 20/4:
- Unklar, ob der Ertrag wirklich deutlich besser ist als bei 18/6.
- Höherer Stromverbrauch und höhere Kosten.
- Kann mehr Hitze im Growraum erzeugen, die du zusätzlich in den Griff bekommen musst.
24 Stunden Licht für Autoflowers: Funktioniert das?
Spannend: Autoflowers können ihr ganzes Leben lang ohne Dunkelphase wachsen. Manche Grower lassen das Licht deshalb während des ganzen Grows 24 Stunden am Tag brennen. Aber bringt das wirklich was?
Cannabispflanzen vertragen diesen Zyklus, ob er echte Vorteile bringt, ist aber unklar. Manche Grower meinen, dass auch Autos von einer Ruhephase im Dunkeln profitieren, andere halten sie für überflüssig.
Einen klaren Konsens gibt es dazu bisher nicht.
Vorteile von 24 Stunden Licht:
- Manche Grower berichten von üppigen Bud-Ernten.
- Maximale Lichtmenge für die Pflanzen, was Wachstum und Ertrag potenziell steigern kann.
Nachteile von 24 Stunden Licht:
- Hoher Stromverbrauch, der womöglich unnötig ist.
- Autoflowers könnten von einer täglichen Dunkelphase profitieren.
- Kann je nach Anordnung der Lampen zu viel Hitze im Growraum erzeugen.
Fazit: Welcher Lichtzyklus ist für Autoflowers der beste?
Unter Growern ist die Frage nach dem optimalen Lichtzyklus für Autoflowers nach wie vor umstritten. Ein paar Möglichkeiten lassen sich aber einordnen.
Viele Grower halten 18/6, indoor wie outdoor, für die beste Balance zwischen Wirkung und Stromverbrauch. Damit nutzt du aus, dass autoflowernde Pflanzen auch in der Blüte mehr als 12 Stunden Licht am Tag vertragen, ohne dass die Stromkosten so steigen wie bei 20/4.
Dass längere Lichtzyklen den Pflanzen wirklich mehr bringen, ist nicht eindeutig belegt. Viele Grower setzen deshalb auf einen Mittelweg zwischen Effizienz und Stromsparen.
Wenn du trotzdem mit längeren Lichtzyklen experimentieren willst: nur zu. Deinen Autoflowers schadet das nicht, vielleicht profitieren sie sogar davon.
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