Grow-Apps für Cannabis: Fünf Apps für Anbau und Konsum im Check
INDUSTRIE

Grow-Apps für Cannabis: Fünf Apps für Anbau und Konsum im Check

Grow-Tagebuch, 3D-Simulator, Sortensuche und Nüchternheitstest: Diese Apps haben Grower aufs Handy geholt, plus eine Checkliste für die Ernte.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

 

 

Grow-Apps nehmen dir beim Cannabisanbau viel Kopfarbeit ab: Sie führen dein Grow-Tagebuch, erinnern dich an Gießen und Düngen und liefern Infos zu deinen Sorten. Früher haben sich Grower ihre Anleitungen aus Büchern, Notizen anderer Grower und später aus dem Internet zusammengebastelt. Heute gibt es einen wachsenden Markt an Pflanzen-Apps, die von Profis für die Growszene entwickelt wurden, und alles Wichtige zu deinem Grow hast du direkt auf dem Handy.

Auch Anfänger können mit einigen dieser Apps eine Ernte einfahren, die sich vor erfahrenen Growern nicht verstecken muss, und herausfinden, welche Pflanze sie da eigentlich haben. Ob Dünge- und Gießpläne oder Infos zu den Sorten, die gerade wachsen: Immer mehr Leute nutzen diese digitalen Helfer, um ihre Technik zu verbessern.

Hier einige der meistgenutzten Apps, fürs Growen und um in Ländern mit legalem Markt Dispensaries oder Produkte zu finden. Die Liste ist schon ein paar Jahre alt: Check im App Store, ob es die jeweilige App noch gibt.

Grow With Jane

Die App dreht sich vor allem um Anbau und Wachstum: Sie bietet Grow-Logs und Planungswerkzeuge für jede einzelne Pflanze. Mit ihr fühlt es sich an, als hättest du einen Assistenten, der Wachstumsdaten und Düngermengen notiert und dich an alles erinnert, was die Pflanze Tag für Tag braucht. 

Spannend: Bei Grow With Jane entscheidest du selbst, ob du deine Daten teilst oder nicht, die Entwickler nehmen die Privatsphäre von Growern ernst. Wenn du teilst, kann die Community Infos vergleichen, zeigen, was funktioniert hat und was nicht, gemeinsam lernen und so das Handwerk des Cannabisanbaus weiter verfeinern.

SimLeaf

Dieser 3D-Grow-Simulator wurde von erfahrenen Growern auf Basis wissenschaftlicher Daten entwickelt. Mit SimLeaf kannst du virtuell auf Handy oder Tablet üben, Cannabis anzubauen. Die Plattform ist ziemlich ausgefeilt: Du musst alles eintragen, von Lichtstärke, Temperatur und Luftfeuchte bis zu Wassermenge, Nährstoffen und pH-Wert in den einzelnen Wachstumsphasen. Unterwegs gibt SimLeaf dir nützliche Tipps und Hintergrundwissen. Ideal für alle, die neue Techniken ausprobieren wollen, um zu sehen, wie sie sich auf echte Pflanzen auswirken könnten.

Botana

Botana gehörte zu den meistgeladenen und umfangreichsten Apps auf dem Markt. Du kannst detaillierte Infos und Daten zu allen wichtigen Umweltfaktoren, Sorten und mehr sammeln. Botana ist im Grunde eine Datenanalyse-Plattform, die Growern hilft, effizienter und wirtschaftlicher zu arbeiten.

Leafly

Leafly gilt als eine der besten Apps, um etwas über Cannabis zu lernen. Millionen Menschen nutzen sie, im Kern ist sie eine Suchmaschine für medizinisches Cannabis, mit der du das passende Cannabis für dich finden kannst.

Auf Basis von Wirkungen und Bewertungen tausender Sorten hilft dir diese Dispensary-Suche mit Kartenfunktion, legales Cannabis in deiner Nähe zu finden, für medizinische wie private Zwecke. Du findest dort Cannabisprodukte, CBD und Ärzte für medizinisches Cannabis. Das klappt natürlich nur in Ländern, in denen Cannabis reguliert und legal ist.

My Canary

My Canary ist ein simpler Nüchternheitstest für Cannabis, der dir eine Einschätzung geben soll, ob du noch fahrtüchtig bist. Die App ist sehr einfach zu bedienen. Sie arbeitet mit einer Reihe von Tests, wie sie auch die Polizei bei Verkehrskontrollen häufig einsetzt: auf einem Bein balancieren, sich eine Zahlenfolge merken und wiederholen und so weiter. Am Ende fasst die App alle Ergebnisse zu einem Wert zusammen, der deinen Zustand anzeigt. Eine offizielle Kontrolle oder einen Bluttest ersetzt das nicht: Im Zweifel lässt du das Auto stehen.

Cannabis-Apps entwickeln sich mit der Technik weiter und bieten immer mehr Optionen für verschiedene Bedürfnisse, damit du als Grower und Konsument besser wirst.

Cannabis richtig ernten: Die wichtigsten Schritte

Die Ernte ist ein entscheidender Schritt beim Growen und beeinflusst die Qualität deiner Buds am Ende stark. Hier die wichtigsten Methoden und Punkte für eine gelungene Ernte:

  1. Trichome beobachten: Trichome sind die winzigen Harzdrüsen auf den Blüten. Sie zeigen dir den optimalen Erntezeitpunkt an. Nimm eine Lupe oder ein Mikroskop und achte darauf, dass die Trichome milchig-weiß statt durchsichtig sind. Werden sie bernsteinfarben, ist die Pflanze schon weiter gereift.

  2. Gestaffelte Ernte: Statt die ganze Pflanze auf einmal zu ernten, kannst du gestaffelt schneiden. Du erntest zuerst die reifen oberen Buds und lässt die unteren noch etwas länger reifen. So holst du dir die reifsten Blüten und gibst dem Rest Zeit, sich weiter zu entwickeln.

  3. Spülen: Vor der Ernte lohnt es sich, etwa eine Woche lang nur mit klarem Wasser zu gießen (Flushen). Das hilft, überschüssige Nährstoffe und Rückstände loszuwerden, die Geschmack und Qualität der Buds beeinträchtigen können.

  4. Sauber schneiden: Nimm zum Schneiden eine saubere, scharfe Gartenschere, damit du die Blüten nicht beschädigst. Schneide die Buds nah an den Hauptknoten der Pflanze ab und entferne die großen Blätter um die Buds, das erleichtert die Trocknung.

  5. Richtig trocknen: Nach dem Schnitt müssen die Buds richtig trocknen, damit sie nicht schimmeln und ihre Qualität behalten. Häng sie kopfüber in einen dunklen Raum mit guter Luftzirkulation, bei etwa 18–21 °C und 45–55 % relativer Luftfeuchte. Die Trocknung dauert je nach Bedingungen meist 7 bis 14 Tage.

  6. Fermentieren: Nach dem Trocknen empfiehlt sich das Curing, also die Fermentation, damit Geschmack und Konsistenz der Buds noch besser werden. Pack die trockenen Buds in luftdichte Gläser und lagere sie kühl und dunkel. Öffne die Gläser regelmäßig, damit Luft zirkuliert und du die Feuchtigkeit im Griff behältst. Das Curing kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, und je länger es läuft, desto besser wird die Qualität am Ende.

 

Das könnte dich auch interessieren …