
INDUSTRIE
Jobs in der Cannabisbranche: 7 Wege, mit Cannabis Geld zu verdienen
Anbau, Tech, Kosmetik, Beratung, Edibles, Marketing oder der eigene Laden: welche Berufe die Cannabisbranche bietet und was du vorher klären musst.
VON CosechaLibre Redaktion6 MIN LESEZEIT
Mit Cannabis Geld verdienen kannst du in vielen Bereichen: im professionellen Anbau, in Technik und Software, in der Kosmetik, als Berater, mit Edibles, im Marketing oder mit einem eigenen Laden. Immer mehr Länder regeln Eigenanbau, Produktion und Weiterverarbeitung von Cannabis, ob für den Freizeitkonsum oder für die Medizin – und deshalb wachsen die verschiedenen Zweige der Cannabisbranche rasant.
Viele Kiffer und Grower träumen davon, von Cannabis leben zu können. Hier erfährst du, auf welchen Wegen dein Einkommen aus der Cannabiswelt kommen kann.
Zuallererst musst du klären, welche Regeln in dem Land gelten, in dem du lebst oder arbeiten willst – in Deutschland gibt das Cannabisgesetz (CanG) den Rahmen vor, und es lohnt sich, die aktuelle Fassung zu checken. Digitale Jobs sind etwas einfacher, weil du von fast jedem Land aus arbeiten kannst, unabhängig von der dortigen Regulierung – solange du dabei kein Gesetz brichst.
Am Anfang steht immer ein Businessplan. Dabei entscheidest du, ob dein Unternehmen Produkte herstellen, verkaufen, anbauen oder zum Beispiel digitales Marketing machen soll. Steht das fest, besorgst du dir, falls nötig, eine Lizenz.
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Hand mit Cannabisblättern.[/caption]
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Hand mit Cannabisblättern.[/caption]
Jobs in der Cannabisbranche: die wichtigsten Bereiche
Produktion und Anbau
Professioneller Anbau im großen Stil boomt. Es gibt immer mehr Unternehmen, die Cannabis und Hanf für medizinische Zwecke und den Freizeitkonsum produzieren – je nachdem, was die Gesetze in der jeweiligen Region erlauben. Wenn du davon träumst, im großen Stil zu growen, ist das eine super Option. Sie verlangt viel Organisation, Planung, Kapital und Arbeit, kann sich wirtschaftlich aber richtig lohnen.Technik
Hier geht es um technische Lösungen für Cannabis-Unternehmen wie Abgabestellen, um App-Design oder um Kassensoftware. In diesem Bereich arbeitest du mit Cannabis-Firmen, die schon laufen, und verbesserst ihre Abläufe.Kosmetik
Cremes, Lotionen bis hin zu ätherischen Cannabisölen sind immer gefragter, bei Konsumenten wie bei Leuten, die nicht kiffen. Der Markt für diese Produkte ist viel größer als für Blüten oder THC- und CBD-Öle, weil sie keinerlei psychoaktive Wirkung haben. Wenn es in deinem Land erlaubt ist, ist Kosmetik mit Cannabis-Inhaltsstoffen ganz klar ein Wachstumsmarkt, auf den es sich zu setzen lohnt.Beratung
Die Regeln in der Cannabisbranche ändern sich ständig und sind von Region zu Region verschieden. Rechtsberatung rund um Cannabis ist bei einer Gründung extrem wichtig und eine gute Jobquelle, denn Spezialisten in dem Bereich gibt es nicht viele. Wenn du dich für Gesetze und für Gras interessierst, ist das dein Job. Beratung muss aber nicht nur rechtlich sein. Wenn du ein erfahrener Grower bist, kannst du auch als Berater arbeiten und dein Wissen an andere Grower weitergeben, die gerade anfangen oder bei ihrem Grow nicht weiterkommen.Edibles
Du kochst gern? Und du magst Cannabis? Dann leg los! Mit Cannabis zu kochen ist einfach und macht Spaß. Wie überall musst du dich aber reinarbeiten und dich mit der Dosierung genau auskennen, wenn du Rezepte und Produkte entwickelst. Eine Überdosis Edibles kann für den Konsumenten ein richtig mieser Trip werden, deshalb muss, wer mit Cannabis kocht, ganz genau wissen, was er tut.Marketing und Werbung
Wenn du auf Social Media, Branding, Design, Texten oder Werbung stehst, könnte hier dein zukünftiger Job liegen. Heute muss jedes Unternehmen seine Produkte und Leistungen auf Social Media oder im Netz kommunizieren. Solche Jobs gibt es reichlich, und sie sind ideal für Freelancer.Eigener Laden
Je nachdem, was die Gesetze in deinem Land erlauben, kannst du einen Growshop, einen Headshop oder eine Abgabestelle eröffnen. Du empfiehlst gern Sorten? Willst Zubehör und Rauchutensilien verkaufen? Interessierst dich für Anbau und Beratung? Dann ist ein eigener Laden eine super Option – solange er dort, wo du ihn eröffnest, legal ist. Online verkaufen geht übrigens auch!
Wofür wird Cannabis genutzt?
Cannabis wird in ganz unterschiedlichen Bereichen genutzt, von der Medizin über die Industrie bis zu anderen Zwecken. Hier die wichtigsten Einsatzgebiete:- Medizinische Nutzung: Cannabis wird in der Medizin bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Cannabisöl zum Beispiel wird bei manchen Patienten eingesetzt, um Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern. Auch bei Erkrankungen wie Epilepsie, Krebs und posttraumatischer Belastungsstörung wird seine Wirksamkeit erforscht.
- Cannabisindustrie: Die Cannabisindustrie umfasst Produktion, Vertrieb und Verkauf von Cannabisprodukten. Dazu gehören Blüten, Extrakte, Öle, Edibles und Pflegeprodukte auf Cannabisbasis. In mehreren Ländern wächst die Branche deutlich, und es werden neue Technologien und Verfahren entwickelt, um ihr Potenzial auszuschöpfen.
- Kosmetik und Körperpflege: Cannabis-Creme wird in der Kosmetik- und Pflegeindustrie wegen ihrer angeblichen Vorteile für die Haut verwendet. Ihr werden feuchtigkeitsspendende, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, und sie steckt in Gesichtscremes, Bodylotions und Lippenbalsam.
- Industrielle Nutzung: Auch in der Industrie spielt Cannabis eine Rolle. Aus Hanffasern – Hanf ist eine Variante von Cannabis – werden zum Beispiel Seile, Papier, Textilien und Baustoffe hergestellt. Außerdem wird Cannabis für Biokunststoffe, Biokraftstoffe und andere nachhaltige Materialien genutzt.
- Cannabissamen: Samen haben mehrere Verwendungen – zum Ziehen neuer Pflanzen für den Freizeit- oder Medizinkonsum, aber auch zur Gewinnung von Hanfsamenöl, das reich an Nährstoffen und essenziellen Fettsäuren ist.
- Therapeutische Nutzung: Cannabis wird therapeutisch vielfältig eingesetzt, etwa zur Schmerzlinderung, gegen Symptome der Multiplen Sklerose, gegen Übelkeit bei Chemotherapie, bei Angst und Stress und bei Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit. Seinen Wirkstoffen THC und CBD werden schmerzlindernde, entzündungshemmende und angstlösende Eigenschaften zugeschrieben. Wichtig ist aber, Cannabis unter ärztlicher Aufsicht zu nutzen und die geltenden Gesetze und Vorschriften einzuhalten.

Wie profitabel ist das Cannabis-Business?
Wie viel sich mit Cannabis verdienen lässt, hängt stark von mehreren Faktoren ab: vom Markt, in dem du dich bewegst, vom Standort, vom Produkt und davon, an welcher Stelle der Lieferkette dein Unternehmen steht. Insgesamt ist die Cannabisbranche in vielen Ländern in den letzten Jahren kräftig gewachsen, vor allem durch die Legalisierung oder Lockerung der Regeln für medizinisches und/oder Freizeit-Cannabis. Dadurch sind in verschiedenen Bereichen Geschäftschancen entstanden, etwa in Produktion, Vertrieb, Einzelhandel und Dienstleistungen. Du solltest aber auch wissen, dass die Branche ihre ganz eigenen Hürden hat. Konkurrenz, Regulierung, Kosten für die Einhaltung der Vorschriften, Steuern und andere Faktoren können auf den Gewinn drücken. Bevor du die mögliche Rentabilität eines Cannabis-Business einschätzt, musst du gründlich analysieren: Nachfrage, Produktionskosten, Margen, Betriebskosten und rechtliche Anforderungen. Auch der Zeithorizont spielt eine Rolle. Manche kurzfristigen Investments bringen schnell Gewinn, andere brauchen deutlich länger, bis sie nennenswert etwas abwerfen. Unterm Strich: Mit Cannabis lässt sich in bestimmten Märkten und Situationen gutes Geld verdienen, aber die Branche hat ihre eigenen Risiken. Analysier gründlich und behalte alle relevanten Faktoren im Blick, bevor du in die Cannabisbranche investierst.
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