Tüte, Dübel, Bedo: So nennt die Welt den Joint
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Tüte, Dübel, Bedo: So nennt die Welt den Joint

Von der norddeutschen Tüte über den Ruhrpott-Dübel bis zum Berliner Bedo — eine Weltreise durch die Spitznamen des Joints.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Der Joint hat ungefähr so viele Namen, wie es Stammtische und Hinterhöfe gibt: In Deutschland heißt er je nach Region Tüte, Dübel, Ofen oder Bedo, in der Schweiz Jolly und international Spliff oder Doobie. Cannabis begleitet die menschliche Kultur seit Jahrhunderten, und überall, wo gekifft wird, hat der lokale Slang eigene, oft herrlich absurde Spitznamen hervorgebracht. Während manche schlicht „Joint“ oder „Cannabis“ sagen, ist anderswo ein ganzes Wörterbuch entstanden. Hier kommt unsere Tour durch die Bezeichnungen — Region für Region:

  1. Joint: Fangen wir mit dem Klassiker an. „Joint“ ist im gesamten deutschsprachigen Raum der gängigste Begriff für eine gedrehte Cannabis-Zigarette.
  2. Tüte (Norddeutschland): Der wohl deutscheste aller Begriffe. Von Hamburg bis Hannover wird klassisch „eine Tüte gebaut“.
  3. Dübel (Ruhrgebiet): Im Ruhrpott wird der Joint gerne mal als „Dübel“ in die Wand — pardon, in den Aschenbecher — gesetzt.
  4. Ofen (Süddeutschland und Österreich): Im Süden und in Österreich hörst du oft, dass jemand „einen Ofen anmacht“, wenn ein Joint angezündet wird.
  5. Bedo (Berlin): Aus dem arabisch geprägten Straßenslang der Hauptstadt stammt der „Bedo“ — durch den Berliner Rap längst weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
  6. Jibbit (Frankfurt/Rhein-Main): Rund um Frankfurt sagt man „Jibbit“ — ein Begriff, den der hessische Straßenrap in ganz Deutschland populär gemacht hat.
  7. Jolly (Schweiz): In der Schweiz wird gerne ein „Jolly“ gedreht, wenn ein Joint gemeint ist.
  8. Johnny: Die liebevolle Verniedlichung „Johnny“ hörst du quer durch alle Bundesländer — fast so, als wäre der Joint ein alter Kumpel.
  9. Kreative Wortschöpfungen: Neben diesen festen Begriffen ist die Kifferkultur berühmt für ihren Wortwitz. Beispiele gefällig? „Sportzigarette“, „Lungenbrötchen“, „Qualmstange“, „Wikijoint“ und „Gute-Laune-Stange“.
  10. International anerkannt: Manche Namen sind so ikonisch, dass sie weltweit verstanden werden. Bestes Beispiel: „Spliff“ — in vielen Ländern die Bezeichnung für einen Joint, der Cannabis mit Tabak mischt.
  11. Kulturell relevant: In manchen Kreisen tragen Joints die Namen berühmter Figuren oder Popkultur-Referenzen. „Gandalf“ oder „Voldemort“ sind Klassiker — Magie liegt eben in der Luft.
  12. Regional: Die kulturelle und sprachliche Vielfalt der Welt spiegelt sich in den Namen des Joints wider. Jede Region hat ihre ganz eigene Art, ihn zu benennen — und genau das macht das Kiffen rund um den Globus so charmant unterschiedlich.

Kurz gesagt: Cannabis ist sprachlich und kulturell ein Schatz, und die Spitznamen für den Joint unterscheiden sich von Region zu Region und von Szene zu Szene. Ob du nun „Joint“, „Tüte“, „Spliff“ oder etwas ganz anderes sagst — Hauptsache, du genießt diese Pflanze.

So nennt man ihn auch noch:

  1. Sportzigarette
  2. Lungenbrötchen
  3. Düdel
  4. Keule
  5. Brett
  6. Bomber
  7. Torpedo
  8. Rakete
  9. Kegel
  10. Trompete
  11. Flöte
  12. Böller
  13. Kracher
  14. Lunte
  15. Stängel
  16. Röhrchen
  17. Schornstein
  18. Ofenrohr
  19. Qualmstange
  20. Mumienfinger
  21. Freddie Mercury
  22. Morrison
  23. MacGyver
  24. Gandalf
  25. Glumanda
  26. Wikijoint
  27. Voldemort
  28. Zauberstab
  29. Wunderkerze
  30. Fackel
  31. Oregano
  32. Chili
  33. Doobie
  34. Blunt
  35. L
  36. Jib
  37. Gerät
  38. Mische
  39. Haschkeule
  40. Knaster
  41. Tschick
  42. Selbstgedrehte
  43. Dampfer
  44. Kamin
  45. Stange
  46. Halm
  47. Zigarre
  48. Spliff
  49. Bazooka
  50. Kawumm
  51. Gute-Laune-Stange

Das sind nur ein paar weitere Beispiele aus der reichen Sammlung an Namen und Spitznamen, mit denen der Joint in verschiedenen Regionen und Szenen bedacht wird. Jeder einzelne Begriff erzählt etwas über die Kreativität und Kultur der Community, in der er entstanden ist.