
Ameisen an Cannabispflanzen: So wirst du sie natürlich los
Ameisen fressen dein Gras nicht, aber sie züchten Blattläuse und graben an den Wurzeln. Natürliche Mittel, Essig-Spray und ein Köder zum Selbermachen.
Ameisen an Cannabispflanzen wirst du am besten mit natürlichen Mitteln los: Zimt oder Kaffeesatz zum Vertreiben, Neemöl oder Kieselgur bei stärkerem Befall und vor allem, indem du Blattläuse und Weiße Fliegen bekämpfst, die die Ameisen anlocken. Ameisen können deinem Grow richtig auf die Nerven gehen, aber das kriegst du in den Griff. Hier liest du auch, wie du verhinderst, dass sie überhaupt an deinen Pflanzen hochklettern.
Sind Ameisen ein Problem für Cannabispflanzen?
Grundsätzlich interessieren sich Ameisen nicht für Cannabis und fressen es auch nicht. Problematisch ist eher ihr Verhalten: Manchmal bauen sie ihre Nester rund um die Wurzeln, was die Wurzeln beschädigen und das Wachstum bremsen kann.
Dazu kommt, dass Ameisen Blattläuse und Weiße Fliegen regelrecht „halten“ wie Viehzüchter und sich von deren zuckrigen Ausscheidungen ernähren. Das kann zu einem Befall mit Blattläusen und Weißen Fliegen führen, der deinen Pflanzen ernsthaft schadet.
Woran du einen Ameisenbefall erkennst
Ob du ein Ameisenproblem hast, verraten dir diese Anzeichen:
- Viele Ameisen an den Pflanzen.
- Ameisennester in der Erde rund um deine Pflanzen.
- Auffällig viele Blattläuse, Weiße Fliegen oder andere Schädlinge.
- Blasse, welke Pflanzen, wobei das auch viele andere Ursachen haben kann.
Wenn dir eins davon auffällt, wird es Zeit zu handeln.
Ameisen von Cannabispflanzen vertreiben: natürliche Mittel
Mit diesen natürlichen Mitteln wirst du Ameisen an deinen Cannabispflanzen los und schützt deinen Grow:
1. Zimtpulver oder Kaffeesatz:
Ameisen mögen weder Zimt noch gemahlenen Kaffee. Streu einen Esslöffel Zimt oder Kaffee dorthin, wo sich die Ameisen sammeln. Der intensive Geruch vertreibt sie meistens. Klappt das nicht, misch Zimt oder Kaffee mit Wasser und gieß die Erde rund um deine Pflanzen damit. Die Mischung zieht in den Boden ein und vertreibt die Ameisen.
2. Neemöl:
Neemöl ist ein natürliches Pflanzenschutzmittel, mit dem du Ameisen in Schach halten kannst. Misch einen Teelöffel Neemöl und 5 Tropfen Netzmittel (Emulgator) in einen Liter Wasser. Sprüh die Mischung auf deine Pflanzen und erwisch dabei Ober- und Unterseite der Blätter. Neemöl wirkt gegen Ameisen und ist in der Regel schonend zu Nützlingen und zu deinen Pflanzen.
3. Kieselgur:
Kieselgur (Diatomeenerde) ist ein natürliches Pulver, das als wirksames Insektizid funktioniert. Es wirkt wie Schmirgel und entzieht den Insekten ihre Körperflüssigkeit. Streu Kieselgur rund um deine Pflanzen, um Ameisen fernzuhalten. Vorsicht: Das Pulver kann Haut, Augen und Atemwege reizen.
4. Nützlinge:
Einige Tiere wie Wespen und Spinnen fressen Ameisen. Wenn du solche Nützlinge in deinen Garten holst, haben es Ameisen schwerer, sich breitzumachen. Bedenk aber, dass Ameisenkolonien riesig sind und diese Räuber allein sie oft nicht komplett loswerden.

So hältst du Ameisen bei künftigen Grows fern
Damit Ameisen beim nächsten Grow gar nicht erst zum Problem werden:
- Halte deine Pflanzen frei von Blattläusen, Weißen Fliegen und anderen Insekten, die Ameisen anlocken.
- Wenn du merkst, dass es mehr Ameisen werden, setz Zimt, Kaffeesatz oder Neemöl vorbeugend ein.
- Sorg für einen Garten mit vielen Nützlingen, damit das Ökosystem im Gleichgewicht bleibt und Ameisen weniger angelockt werden.
Mit diesen Tipps bleiben deine Cannabispflanzen frei von Ameisen und anderen Schädlingen.
Wie wirst du Ameisen an Pflanzen mit Essig los?
Essig ist ein wirksames Hausmittel gegen Ameisen an Pflanzen. Der starke Geruch und Geschmack schreckt sie ab und bringt sie durcheinander, sodass sie sich von deinen Pflanzen fernhalten. So gehst du Schritt für Schritt vor:
Was du brauchst:
- Weißen Essig oder Apfelessig
- Wasser
- Eine Sprühflasche
- Einen Trichter (optional)
So bekämpfst du Ameisen mit Essig:
- Mischung ansetzen:
- Misch Essig und Wasser zu gleichen Teilen in der Sprühflasche. Zum Beispiel eine Tasse Essig und eine Tasse Wasser, oder du füllst die Flasche einfach zur Hälfte mit Essig und zur Hälfte mit Wasser.
- Schütteln:
- Schüttel die Flasche gut, damit sich Essig und Wasser richtig vermischen.
- Sprühen:
- Sprüh die Mischung dort, wo du Ameisen siehst, und rund um die betroffenen Pflanzen. Achte besonders auf die Ameisenstraßen.
- Du kannst auch direkt auf die Ameisen sprühen, wenn du sie auf dem Boden in der Nähe deiner Pflanzen entdeckst.
- Wiederholen:
- Wiederhol das bei Bedarf, vor allem nach Regen, weil die Mischung dann verdünnt wird. Auch vorbeugend lohnt es sich, regelmäßig nachzusprühen.
- Achtung:
- Sprüh den Essig nicht direkt auf die Blätter, denn Essig kann manchen Pflanzen schaden, vor allem in größeren Mengen.
- Übertreib es nicht mit der Mischung, sonst kann sie den pH-Wert der Erde verschieben. Verdünnt ist sie in den meisten Fällen unbedenklich.
Denk dran: Essig wirkt am besten vorbeugend oder für einzelne Problemstellen. Bei einem starken Befall solltest du zu den Mitteln von oben greifen, also Kieselgur, Neemöl oder Nützlinge, je nachdem, wie schlimm es ist und ob die Ameisen andere Schädlinge beschützen.
Wie machst du einen Ameisenköder selbst?
Einen Köder gegen Ameisen kannst du aus ein paar gängigen Zutaten selbst machen, die du meistens eh zu Hause hast. Hier ein einfaches Rezept:
Was du brauchst:
- Natron, also Backnatron (Natriumhydrogencarbonat). Nicht zu verwechseln mit Ätznatron (Natriumhydroxid), das stark ätzend und gefährlich ist
- Puderzucker
- Wasser
- Flaschendeckel oder kleine Schälchen
So machst du den Ameisenköder:
- Köder mischen:
- Misch in einem kleinen Gefäß, etwa einem Flaschendeckel, Natron und Puderzucker zu gleichen Teilen, zum Beispiel je einen Teelöffel.
- Wasser dazugeben:
- Gib ein paar Tropfen Wasser dazu. Wie viel, hängt davon ab, wie flüssig die Mischung werden soll: Für eine dicke Paste weniger Wasser, für eine flüssigere Mischung etwas mehr.
- Gut verrühren:
- Rühr so lange, bis alles gut verbunden ist und eine Paste entsteht.
- Köder auslegen:
- Verteil kleine Mengen in Flaschendeckeln oder Schälchen und stell sie dort auf, wo du Ameisen gesehen hast oder wo ihre Straßen verlaufen. Der Zucker lockt die Ameisen an, und wenn sie die Mischung mit Natron fressen, bekommen sie Verdauungsprobleme und sterben irgendwann.
- Nachfüllen:
- Schau regelmäßig nach, ob der Köder eingetrocknet ist oder aufgefressen wurde, und füll ihn bei Bedarf nach.
- Vorsicht:
- Halte die Mischung von Haustieren und Kindern fern, denn Natron ist in großen Mengen giftig.
Dieser Köder hilft gut bei einzelnen Problemstellen. Bei starkem Befall oder hartnäckigen Problemen solltest du andere Mittel in Betracht ziehen oder einen Schädlingsbekämpfer holen. Und achte darauf, dass du keine Nützlinge erwischst, die in deinem Garten leben.
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