Monsterpflanze stützen: Anbinden, Netze, Erdmischung und Zusatzlicht für Riesen-Cannabis outdoor
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Monsterpflanze stützen: Anbinden, Netze, Erdmischung und Zusatzlicht für Riesen-Cannabis outdoor

Wie groß eine Cannabispflanze wird, entscheidet zuerst die Genetik, und danach, ob du sie anbindest, mit Netzen stützt, ihr genug Erde gibst und das Licht verlängerst.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Eine Monsterpflanze outdoor stützt du mit flexiblen Bindungen, Stützstäben ab den ersten Tagen und später mit Netzen, die das Gewicht der Äste verteilen. Dazu kommen viel Substrat, ein früher Schnitt und notfalls Zusatzlicht, damit die Pflanze nicht zu früh in die Blüte geht. Die Grundlage ist aber die Genetik: Sativa-dominante Sorten werden outdoor mehrere Meter hoch, Indicas bleiben kompakter. Cannabis ist dabei eine der anpassungsfähigsten Kulturpflanzen überhaupt, mit Sorten für jeden Grower und sehr unterschiedlichen Anbauzeiten.

Und weil es beim Growen irgendwie immer um möglichst große Pflanzen geht, zeigen wir dir hier, wie du zu einem richtig dicken Bud kommst und worauf es für ideales Wachstum und eine starke Blüte ankommt.

Die Genetik bestimmt die Größe

Die richtige Genetik mit gutem Wuchs zu wählen ist das A und O, denn davon hängt fast die komplette Struktur der Pflanze ab.

Sativa-Sorten sind dafür bekannt, deutlich größer zu werden, mit größeren Abständen zwischen den Nodien und einer feineren, gestreckten Struktur. Indicas dagegen bleiben viel handlicher, mit minimalen Internodien, deutlich mehr Seitentrieben und einem kräftigen, stabilen Hauptstamm.

Hybriden aus Indica und Sativa zeigen Eigenschaften beider Genotypen, wobei es von den Elternpflanzen und der dominanten Genetik abhängt, welche Merkmale durchkommen. Grob gesagt: Die größten Exemplare entstehen aus Genetiken mit mehr als 60 % Sativa-Anteil. Ist die Kreuzung Indica-dominant, bekommst du kompaktere Pflanzen, dafür mit mehr Verzweigung.

Jetzt zum Wesentlichen: Welche Sorten eignen sich am besten? Hier ein paar, die dir richtig große Pflanzen liefern:

  • Moby Dick
  • Chronic
  • Monster
  • Amnesia Cactus
  • Amnesia Haze

Außerdem gibt es Samen von Sorten mit Skunk-Genetik. Die empfehlen wir Anfänger:innen für den ersten Grow:

  • Power Kush
  • Industrial Plant
  • Big Kush
  • Critical Jack
  • Critical +2.0
  • Critical +
  • Critical Cheese
  • Cheese
  • Orange Juice
  • Purps #1
  • Purple Moby Dick
  • Original Amnesia
  • Kush’N’Cheese

Anbinden: Warum Riesenpflanzen Halt brauchen

Anbinden sorgt nicht nur dafür, dass die Pflanze nicht umkippt, du kannst sie damit auch formen und in die Richtung lenken, in die sie wachsen soll, sodass sie eher wie ein breiter Busch statt wie eine Tanne wächst.

Ohne Anbinden keine Monsterpflanze, so einfach ist das. Manche bauen sogar ganze Gerüste aus Draht. Außerdem hält das Anbinden alle Äste zusammen, die gemeinsam zu dieser riesigen Pflanze heranwachsen sollen. Nimm für große Pflanzen immer flexibles Material, das natürliche Bewegung zulässt und nichts abschnürt.

Und: Erneuere die Bindungen etwa alle 15 Tage.

Stützstäbe: So wird dein Cannabis-Baum stabil

Stützen ist Pflicht, wenn du riesiges Cannabis willst, und damit fängst du schon in den ersten Lebenstagen an. Zuerst stützt du den Stamm, später die Seitenäste. Mit dieser Unterstützung tragen sie die größten Ernten, weil sie nicht unter zu viel Gewicht leiden.

Wenn die Pflanzen dann richtig Ertrag ansetzen, sind die Stäbe oft nicht mehr stabil genug für das Gewicht. Dann empfehlen wir dir, mit Netzen zu stützen. So trägt jeder Ast mit weniger Kraftaufwand, weil sich das Gesamtgewicht auf die ganze Konstruktion verteilt. Und das Anbringen ist easy: Spann das Netz über die Pflanze und fädel die Äste durch die Maschen. So verteilt sich das Gewicht, und das Licht kommt bis an den Ansatz jedes Seitenasts.

Die beste Erde für riesige Cannabis-Buds

Viele Grower, die schon richtig große Pflanzen gezogen haben, sagen: Das Pflanzgefäß zählt, denn darin wächst die Pflanze und erreicht ihre maximale Größe. Riesen brauchen also viel Platz, man rechnet mit etwa 1.000 bis 1.500 Litern Substrat pro Pflanze.

Wie man weiß, ist das Substrat einer der wichtigsten Faktoren für große Pflanzen. Es gehört zu den entscheidenden Stellschrauben für einen wirklich produktiven Grow: Je mehr Raum die Wurzeln haben, um sich richtig zu entwickeln, desto besser wächst die Pflanze.

Fehlt dir der Platz für einen großen Grow, nimm Stofftöpfe aus Geotextil. Die machen deinen Anbau organischer, sorgen für genau den Sauerstoff, den das Substrat braucht, und die Pflanze entwickelt sich deutlich besser, weil sie alles verwerten kann, was du ihr gibst.

Wie mischst du die Erde für große Cannabispflanzen?

Für ein organisches Substrat brauchst du Trichoderma und Mykorrhiza, die du auf die Wurzeln gibst, je 30 % Weißtorf und Schwarztorf sowie je 10 % Sphagnum-Moos, Kokosfaser, Wurmhumus und Perlite. Obendrauf kommt eine Schicht Pflanzenkohle (Biochar) und Stroh, damit nicht so viel Wasser verdunstet.

Netze: Das innere Gerüst für Monsterpflanzen

Netze sind eine gute Strategie für Stabilität, denn beim Wachsen dienen sie großen Cannabispflanzen als inneres Gerüst, das die Äste trägt: Bei 4 Meter hohen Pflanzen können die Äste 2 Meter und länger werden.

Am besten legst du jeden Monat ein neues Netz über die Pflanze, ähnlich wie beim ScrOG, und fädelst die Äste durch die Maschen, um die Struktur zu sichern. Je größer die Monsterpflanzen werden, desto wichtiger wird das Netz: Es hält die Äste zusammen und verhindert, dass sie auseinanderfallen.

Schnitt: Busch oder Tanne?

Riesenpflanzen kommen nicht ohne Schnitt aus. Er ist ein wichtiges Werkzeug, aber eins, das du nicht überstrapazieren solltest. Denn jedes Mal, wenn du schneidest, bremst du das vegetative Wachstum bzw. unterbrichst die normale Entwicklung der Pflanze, damit sie neue Triebe bildet.

Mit dem Schnitt legst du fest, ob die Pflanze die Form einer Tanne oder eines Buschs bekommt.
Am besten schneidest du früh, damit die Pflanze die Grundstruktur für den späteren Riesen bekommt.

Licht: Mehr Wachstum mit Zusatzbeleuchtung

Du willst eine Monsterpflanze, hast aber nicht früh genug angefangen (die Quelle stammt von der Südhalbkugel und nennt September, bei uns entspricht das grob dem Frühjahr, wobei die Outdoor-Saison in Deutschland wegen der Spätfröste später startet) und dir bleiben nur noch wenige Monate Wachstumsphase? Oder du hast eine schnell blühende Sativa-Sorte? Dann gibt es einen Trick, um das Wachstum anzukurbeln: Kunstlicht.

Das kannst du gegen Ende des Sommers dazuschalten, damit die Pflanze noch nicht in die Blüte geht. Lass das Licht einfach so lange an, dass die Pflanze inklusive Tageslicht auf etwa 16 Stunden Licht am Stück kommt.