
Amnesia Bilbo: Wirkung, Anbau und die Haze-Familie dahinter
Eine Amnesia-Haze-Variante mit kräftigem Haze-Aroma und einer Potenz, die selbst Erfahrene überrascht – plus ein Streifzug durch die bekanntesten Haze-Sorten.
Amnesia Bilbo ist eine Variante der legendären Amnesia Haze: eine stark sativalastige Sorte mit intensivem Haze-Geschmack und -Aroma, großen, harzigen Buds und einer psychoaktiven Wirkung, die für Einsteiger zu heftig ist. Sie stammt von der niederländischen Amnesia Haze ab und ist für Cannabis-Fans eine spannende Wahl.
Aus Amnesia-Bilbo-Samen wachsen große Pflanzen mit dicken Buds, die von einer satten Harzschicht überzogen sind. Anbauen kannst du sie indoor, outdoor und im Gewächshaus. Indoor dauert die Blüte 75 bis 85 Tage, mit bis zu 550 Gramm pro Pflanze. Outdoor wird auf der Nordhalbkugel Ende Oktober geerntet (in Argentinien Ende April), mit bis zu 1000 Gramm pro Pflanze.
Berühmt gemacht hat die Amnesia Bilbo ihre Wirkung. Die psychoaktive Potenz ist außergewöhnlich hoch – für Anfänger ist das nichts. Der Name „Amnesia“ kommt von ihrem typischen Effekt aufs Gedächtnis: kleine Aussetzer, die selbst erfahrene Kiffer überraschen können.

Ihre Wurzeln liegen in der berühmten Amnesia Haze, die in den 90ern in den Niederlanden bekannt wurde und von der Original-Haze abstammt, die in den 70ern in Kalifornien von zwei experimentierfreudigen Brüdern gezüchtet wurde. Die Genetik der Amnesia Haze ist die Basis der Amnesia Bilbo – ein ziemlich prominenter Stammbaum mit Einfluss auf die ganze Cannabiskultur.
Ob die Amnesia Haze nun Sativa oder Indica ist, wird gern diskutiert, ihre kräftige Wirkung ordnet sie aber klar bei den Sativas ein. Die Amnesia Bilbo bleibt ihrer Sativa-Genetik treu.
Kurz: Die Amnesia Bilbo ist eine spannende, potente Variante der Amnesia Haze. Starke Wirkung, intensiver Geschmack und Duft und eine einflussreiche Abstammung machen sie für Kenner interessant. Ihre Potenz verlangt aber Respekt – lieber langsam. Wer sie genauer kennenlernt, entdeckt eine Sorte, die ihrer Herkunft und einer Cannabiskultur im ständigen Wandel alle Ehre macht.

Woher kommen die Haze-Sorten?
Die Geschichte der Haze beginnt in den 60er- und 70er-Jahren an der Westküste der USA. Der Legende nach wurden die ersten Haze-Pflanzen von zwei Growern in Santa Cruz, Kalifornien, gezüchtet, den legendären „Haze Brothers“. Laut einem Artikel im Alternativmedizin-Magazin „Treating Yourself“ wollten die Brüder gar keine bestimmte Sorte züchten: Es war reiner Zufall, als sie ein paar Samen kreuzten, die sie gerade zur Hand hatten. Heraus kam eine der berühmtesten und meistgefeierten Sorten überhaupt.
Was Haze-Sorten ausmacht
Haze-Sorten sind bekannt für ihren hohen THC-Gehalt und ihre Sativa-Dominanz, manchmal sogar reine Sativa. Ihre Wirkung ist energiegeladen und kopflastig, ideal für kreative Phasen.
Fruchtige, süße Noten im Aroma machen sie zum Liebling aller Haze-Fans. Genetisch reichen ihre Wurzeln von mexikanischen, indischen und thailändischen Sativas bis zu Klassikern wie Acapulco Gold oder Colombian Gold. Medizinisch werden Haze-Sorten oft genannt, weil Patienten von entzündungshemmenden und stresslösenden Effekten berichten.
Welche Haze-Sorten sind am bekanntesten?
Purple Haze:
Die Blüten erkennst du an ihren fluffigen Blättern und dem dunklen Lila. Indoor braucht die Sorte laut Anbietern 16 bis 20 Wochen, um ihr volles Potenzial zu erreichen. In der Blüte verströmt sie einen Strauß aus erdigen und süßen Aromen.
Viele beschreiben das High von Purple Haze als energiegeladen und wach machend, mit einem ordentlichen Kick. Dazu kommt ein süßer Geschmack mit Zitrusnoten und viel Erdbeere.
Super Lemon Haze:
Säuerlicher Geschmack und Zitronenduft machen sie zu einem erfrischenden Zitrus-Genuss. Diese Lemon Haze ist eine Kreuzung aus Lemon Skunk und einer Old-School-Haze.
Unter 12/12-Licht ist die Super Lemon Haze meist nach 10 Wochen erntereif. Für maximalen Ertrag wird die SCROG-Methode empfohlen, also das Ziehen der Triebe durch ein horizontales Netz.
- Eigenschaften der Lemon Haze:
Die leckeren, potenten Buds der Lemon Haze kommen auf über 20 % THC. Das High ist lang anhaltend, kopflastig und kreativ, die Colas sind harzig und lang – eine Sorte mit viel kommerziellem Potenzial.
Amnesia Haze:
Die Amnesia Haze ist berühmt für ihre starke Wirkung, ihren erstklassigen Geschmack und beeindruckende Ernten. Bei rund 22 % THC reicht schon wenig für ein extremes High.
Weil sie so massenhaft Trichome bildet, ist die Amnesia Haze top für Haschisch und andere Extrakte. Beim Erhitzen und Pressen zeigt sich das transparente, klebrige, honigfarbene Harz mit rund 22 % THC ganz deutlich – und dazu ein unvergleichliches Aroma. Sie wirkt nicht nur im Kopf, sondern entspannt auch tief, was sie zu einer sehr ausgewogenen Sorte macht.
LeBron Haze:
Diese feminisierte Sorte gehört zur Haze-Familie, ist aber eine Kreuzung aus Elite Haze x Lemon Thai.
Indoor ist ihre Blüte mit 55 bis 60 Tagen sehr kurz. Die Buds werden üppig und fleischig, fast komplett mit Harz überzogen, und die Blütenproduktion ist exzellent.
- Eigenschaften der LeBron Haze:
Outdoor zeigt sich, dass sie zu rund 85 % Sativa ist: Dank ihres kräftigen vegetativen Wachstums schießt sie locker auf 2,5 bis 3 m hoch.
Die Wirkung der LeBron Haze ist komplett sativa und stark psychoaktiv: eine ordentliche Portion Euphorie und Kreativität, dazu der typisch vernebelte Haze-Kopf. Für Einsteiger eher nichts, aber eine Sorte für alle, die in Bewegung bleiben wollen und Dinge erledigen, die keine Konzentration brauchen.
Was du beim Anbau von Haze-Sorten wissen solltest
Erfahrene Grower wissen: Haze-Sorten brauchen Zeit und viel Aufmerksamkeit – deshalb wäre die Sorte in den 80ern fast ausgestorben. Die Blüte dauert oft sehr lange, bis zu 16 Wochen. Diese anspruchsvollen, aufwendigen Pflanzen liefern bei guter Pflege aber unglaubliche Ergebnisse. Bei Growern sind Haze-Sorten trotzdem nicht unbedingt beliebt, weil sie ziemlich schwierig sein können und viel Aufmerksamkeit fordern. Für Anfänger (oder Ungeduldige) sind sie deshalb eher weniger geeignet.
Mit der Zeit und mit der Ankunft der Haze in Europa ging die Reinheit der Sorte verloren, sodass es heute alles andere als einfach ist, eine 100 % reine Haze zu finden. Genetik und die Leidenschaft der Grower haben aber Hybriden hervorgebracht, die immer noch ein gutes Stück Haze in sich tragen. Es gibt jede Menge Haze-Sorten, die einen Versuch wert sind. Ein paar haben wir dir hier vorgestellt, auf dem Markt findest du noch viel mehr – du musst sie nur aufspüren.
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
ANBAUIndoor-Grow planen: Genetik, Licht, Lüftung und Blütezeit
Samen oder Stecklinge, LED oder NDL, Abluft unten oder oben: die Entscheidungen, die du vor dem ersten Indoor-Grow treffen solltest.
ANBAUWas sind Trichome? Arten, Funktion und warum sie zählen
Bulbös, sitzend oder gestielt: welche Harzdrüsen THC und Terpene bilden, wovor sie die Pflanze schützen und was ihre Farbe über die Ernte sagt.