
Begleitpflanzen für Cannabis: Mischkultur mit Kamille, Dill und Co.
Kamille, Dill, Basilikum, Lavendel und Luzerne halten Schädlinge fern und machen den Boden besser. So funktioniert Mischkultur im Cannabis-Beet.

Gute Begleitpflanzen für Cannabis sind Kamille, Dill, Basilikum, Lavendel und Luzerne: Sie halten Schädlinge fern, locken Nützlinge an und verbessern den Boden. Diese sogenannte Mischkultur ist eine Technik aus der Permakultur, bei der andere Pflanzen und Kräuter der Hauptpflanze, hier dem Cannabis, zu gesünderem und produktiverem Wachstum verhelfen. Kamille und Dill zum Beispiel wirken schützend und vertreiben Insekten.
Wichtig ist außerdem, Schädlinge an Cannabispflanzen im Blick zu behalten und zu wissen, welche Pflanzen gut zusammenpassen. Es gibt Mischkultur-Tabellen, an denen du ablesen kannst, welche Pflanzen dem Cannabis helfen und welche ihm schaden. Auch die normale Pflege bleibt das A und O für einen erfolgreichen Grow, und Pflanzen wie Lavendel kannst du gezielt mit Cannabis kombinieren, um von ihren Vorteilen zu profitieren. Bei Schädlingen gilt: vorbeugen, damit sie gar nicht erst auftauchen, und sie mit natürlichen Mitteln bekämpfen.
Grundsätzlich brauchen alle Pflanzen die richtige Pflege, damit sie gesund wachsen: passenden Boden, genug Sonne, regelmäßiges Gießen und Düngen. Setzt du verschiedene Pflanzen zusammen ins Beet, nutzt du die Vorteile der Mischkultur, etwa natürlichen Schutz vor Schädlingen und einen besseren Boden. Mischkultur und die richtige Pflanzenkombination sind also eine wirksame Strategie für nachhaltiges, gesundes Gärtnern.

Diese Kräuter und Blumen helfen deinem Cannabis, effizienter und ertragreicher zu wachsen.
Kamille: Schutz gegen die Weiße Fliege
Kamille ist eine starke Verteidigerin gegen Schädlinge und die Weiße Fliege. Bekannt ist sie vor allem als beruhigender Tee, sie ist aber auch eine kräftige Schutzpflanze für Cannabis, besonders in den ersten Wochen. Sie hält Insekten fern und kann jungen Pflanzen zusätzlich einen kleinen Nährstoffschub geben.
Dill: lockt Raupen vom Cannabis weg
Dill hat starke Schutzeigenschaften und ist damit eine ideale Begleitpflanze zur Verteidigung. Er lenkt Insekten wie Raupen vom Cannabis ab, weil sie Dill anderen Pflanzen vorziehen. Außerdem wirkt er stark abschreckend auf Insekten, Milben und Blattläuse. Und er ist leicht anzupflanzen.
Basilikum: Partner fürs Aroma und gegen Mücken
Auch Basilikum ist ein super Partner für Cannabis. Viele Gärtner sind überzeugt, dass Basilikum den Geschmack anderer Pflanzen verbessert, etwa bei Tomaten. Beim Cannabis soll es die Produktion von Terpenen ankurbeln, also der ätherischen Öle, die im Cannabis stecken. Außerdem lockt es Insekten an, die der Cannabispflanze helfen, und vertreibt Schädlinge wie Mücken und Weiße Fliegen.
Lavendel: zieht Nützlinge an
Lavendel ist im Cannabisanbau sehr nützlich. Flöhe, Zecken und Mäuse können den Geruch von Lavendel nicht ausstehen. Nektarfressende Insekten, die für deinen Grow nützlich sind, lieben Lavendel dagegen und werden von ihm angezogen, was dem Wachstum deines Grases zugutekommt. Und zusammen mit Cannabis ist Lavendel auch zum Entspannen eine schöne Kombi.
Luzerne: gegen Lygus-Wanzen und für den Boden
Luzerne (Alfalfa) ist dafür bekannt, Weichwanzen der Gattung Lygus fernzuhalten, die dem Cannabis besonders zusetzen. Außerdem hilft Luzerne, den Stickstoffgehalt im Boden zu regulieren, der für jede Pflanze und gerade für Cannabis entscheidend ist, und sie speichert Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium, allesamt sehr wichtige Nährstoffe.
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Warum lohnt sich Mischkultur beim Cannabis?
Mischkultur kann beim Cannabis aus mehreren Gründen sinnvoll sein. Erstens kann die richtige Pflanzenkombination die Bodenqualität verbessern und das Risiko für Krankheiten und Schädlinge senken. Gut mit Cannabis vertragen sich zum Beispiel Kamille, Dill, Lavendel und Rosmarin, weil sie schützend wirken und Insekten vertreiben.
Dazu kommt die richtige Pflege, ohne die keine Cannabispflanze gesund wächst: die passende Menge Wasser, Sonne und Nährstoffe und eine kontrollierte Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Im Gemüsebeet kann die richtige Pflanzenwahl die Bodenfruchtbarkeit verbessern und Erosion verhindern. Ein Beispiel für ein gutes Paar im Beet sind Karotten und Tomaten: Die Karotte verbessert die Bodenstruktur und beugt Erosion vor, die Tomate spendet Schatten und Schutz vor Schädlingen.
Und nicht zuletzt kann Mischkultur auf lehmigen Böden helfen, weil die Pflanzenkombination Feuchtigkeit hält und den Boden besser belüftet.
Welche Vorteile bringen Begleitpflanzen?
Pflanzen können anderen Pflanzen auf verschiedene Weise helfen. Die wichtigsten Vorteile:
Schutz vor Schädlingen: Manche Pflanzen wirken abschreckend oder schützend und helfen, Schädlinge an anderen Pflanzen im selben Beet zu verhindern oder in Schach zu halten.
Besserer Boden: Manche Pflanzen verbessern die Bodenqualität, indem sie Nährstoffe liefern, Stickstoff im Boden binden oder die Bodenstruktur verbessern.
Schutz vor Erosion: Pflanzen mit tiefen Wurzeln halten den Boden fest und beugen Erosion vor.
Schatten und Schutz: Manche Pflanzen spenden Schatten und schützen vor direkter Sonne, was Pflanzen hilft, die pralles Licht oder große Hitze schlecht vertragen.
Bestäuber anlocken: Manche Pflanzen ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an, was die Befruchtung anderer Pflanzen im Beet verbessern kann.
Aromatherapie: Manche Pflanzen wirken beruhigend oder entspannend auf die Umgebung, was dem Wohlbefinden der Leute guttun kann, die dort gärtnern.