
Blattdüngung bei Cannabis: Nährstoffe direkt über die Blätter
Schneller als jedes Gießwasser: Wie Foliar Feeding Mängel ausbügelt, wie du richtig dosierst und warum du in der Blüte die Finger davon lässt.
Blattdüngung heißt: Du sprühst eine verdünnte Nährlösung direkt auf die Blätter, und die Cannabispflanze nimmt die Nährstoffe über ihre Poren auf. Normalerweise holt sich die Pflanze ihr Futter über die Wurzeln aus Erde oder Substrat, aber als schnelle, kurzfristige Ergänzung ist das Sprühen richtig effektiv. Besonders gut klappt es bei Sekundärnährstoffen wie Magnesium oder Calcium und bei Mikronährstoffen wie Zink, Eisen oder Mangan.
Was ist Blattdüngung?
Was die Blattdüngung so besonders macht und warum sie sich bei jeder Art von Nährstoffmangel anbietet: Über die Blätter geht es deutlich schneller als über das Gießwasser im Boden.
Die meisten Nährstoffe, die du direkt auf die Blätter sprühst, werden in kürzester Zeit aufgenommen. Und die Pflanze verwertet auf diesem Weg auch einen viel größeren Anteil. Manche Grower sprechen von 95 % Wirksamkeit bei der Blattdüngung, auch wenn es dafür keine Studien gibt. Gemeint ist: Die Pflanze nimmt fast alles auf, was du sprühst, über den Boden dagegen deutlich weniger.

Welche Vorteile hat Blattdüngung bei Cannabis?
- Wenn die Pflanze Nährstoffe über ihr Laub aufnimmt, gibt sie mehr Kohlenhydrate in den Wurzelbereich ab. Davon profitieren die Mikroorganismen im Substrat, die der Pflanze wiederum bei der Nährstoffaufnahme helfen.
- Ein weiterer Vorteil: Du umgehst komplett das Problem, dass sich Nährstoffe im Boden anreichern. Passiert das, sinkt der pH-Wert der Erde, und es kann zu einer Nährstoffblockade kommen. Besprüh die ganze Pflanze, vor allem die Blattunterseiten. Dort sitzen nämlich auch viele Schädlinge wie Milben und Spinnmilben.
Warum die richtige Nährstoffkonzentration entscheidend ist
Check bei jedem Produkt immer genau, welche Konzentration für die Blattdüngung empfohlen wird. Meistens brauchst du beim Sprühen eine viel schwächere Lösung als beim Düngen über den Boden. Steht auf dem Produkt nichts zur Blattanwendung, fang mit der halben Dosis an. Damit du nicht gleich den ganzen Grow riskierst, besprüh zum Test erst mal ein einzelnes Blatt. Warte einen Tag, ob sich Schäden zeigen, bevor du die ganze Pflanze einsprühst.
In der Blütephase lässt du die Blattdüngung besser bleiben: Die Buds können unangenehme Aromen annehmen, und die zusätzliche Feuchtigkeit erhöht das Risiko für Schimmel.
Wie funktioniert das Sprühen über die Blätter?
Bei der Blattdüngung bringst du eine Nährlösung direkt auf die Blätter der Cannabispflanze. Man spricht auch von Blattspritzung oder Foliar Feeding. Das Sprühen kann sehr effektiv sein und ist eine gute Methode, um jede Art von Nährstoffmangel anzugehen.
Die meisten Nährstoffe, die direkt auf die Blätter kommen, werden in kürzester Zeit aufgenommen, und die Pflanze verwertet so einen deutlich größeren Anteil. Außerdem gibt sie dabei mehr Kohlenhydrate in den Wurzelbereich ab, was den Mikroorganismen im Substrat zugutekommt, die bei der Nährstoffaufnahme mithelfen.
Wie hoch dosierst du die Blattdüngung?
Wichtig ist, dass du die Blattdüngung richtig und in der passenden Dosis einsetzt, sonst schadest du den Blättern. Lies also die Anleitung des Produkts genau und halte dich an die Empfehlungen. Und besprüh alle Teile der Pflanze, vor allem die Blattunterseiten, denn dort sitzen die meisten Stomata (die Spaltöffnungen, über die das Blatt Stoffe aufnimmt).

Was passiert, wenn es nach der Blattdüngung regnet?
Wenn du in der Blüte über die Blätter düngst und es danach regnet, spült der Regen die Nährlösung womöglich wieder runter. Dazu kommt: Die zusätzliche Feuchtigkeit erhöht das Schimmelrisiko. Sei also vorsichtig, wenn Regen ansteht. Ist Regen angesagt, verzichte lieber aufs Sprühen, damit du keine Nährstoffe verschwendest und keinen Schimmel riskierst.
Generell sollten Cannabispflanzen in der Blütephase nicht im Regen stehen, weil das Größe und Qualität der Buds beeinträchtigen kann. Kurz gesagt: Behalte die Pflege deiner Pflanzen im Blick, von der Blattdüngung in der Blüte bis zu den Basics, damit sie gesund wachsen und dir richtig gute Blüten liefern.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Blattdüngung?
Wann du sprühst, hängt davon ab, was du erreichen willst. In der Wachstumsphase kannst du damit zum Beispiel das Laub und die Blätter stärken. In der Blüte wird es zwar nicht empfohlen, manche Grower nutzen es aber trotzdem, um mehr und bessere Blüten zu bekommen. Wichtig: Sprüh nur bei schwachem Licht, am besten am Ende des Tages, damit die Blätter in praller Sonne nicht verbrennen. Nimm außerdem lauwarmes Wasser und sprüh auf die Blattunterseiten, dort werden die Nährstoffe am besten aufgenommen.
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