Cannabis und Cortisol: Kann Gras das Stresshormon senken?
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Cannabis und Cortisol: Kann Gras das Stresshormon senken?

Was Cortisol im Körper macht, woran du zu hohe Werte erkennst, wie du sie natürlich senkst und was die Forschung zu CBD bisher sagt.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Ob Cannabiskonsum den Cortisolspiegel verändert, ist noch nicht ausreichend erforscht. Im Fokus steht vor allem CBD: Erste Studien an Tieren und Menschen deuten darauf hin, dass es das „Stresshormon“ Cortisol regulieren könnte, die Ergebnisse sind aber gemischt. Cortisol steuert, wie dein Körper auf Stress reagiert – entsprechend groß ist das Interesse der Forschung.

Cannabis wird zwar seit Jahrhunderten wegen seiner möglichen entspannenden Wirkung genutzt, wie es sich konkret auf den Cortisolspiegel auswirkt, wird aber erst nach und nach untersucht. Dieser Zusammenhang kann zeigen, wie Cannabis die Stressreaktion des Körpers und den Hormonhaushalt insgesamt beeinflusst.

Cannabispflanze in der Blüte

Was ist Cortisol?

Cortisol ist ein Hormon, das in den Nebennieren gebildet wird. Es mischt bei vielen Körperfunktionen mit, von der Stressreaktion bis zur Regulierung des Blutzuckers.

Die Nebennieren sind zwei kleine Drüsen, die auf den Nieren sitzen, und spielen eine Schlüsselrolle für den Hormonhaushalt. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann der Gesundheit aber schaden, etwa durch anhaltende Erschöpfung und Probleme, den Alltag zu bewältigen.

Woran erkennst du zu viel Cortisol?

Ein hoher Cortisolspiegel kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen, kurzfristig wie langfristig, und Gesundheit und Wohlbefinden spürbar beeinträchtigen. Zu den typischen Anzeichen gehören:

  • Schnelle Gewichtszunahme, vor allem an Gesicht, Brust und Bauch, während Arme und Beine dünn bleiben.
  • Gerötetes, rundliches Gesicht.
  • Bluthochdruck.
  • Osteoporose.
  • Hautveränderungen wie blaue Flecken und violette Dehnungsstreifen.
  • Muskelschwäche.
  • Stimmungsschwankungen, etwa Angst, Depression oder Reizbarkeit.
  • Mehr Durst und häufigeres Wasserlassen.

Was passiert, wenn der Cortisolspiegel dauerhaft hoch bleibt?

Langfristig kann ein erhöhter Cortisolspiegel zu folgenden Beschwerden beitragen:

  • Schlaflosigkeit: Normalerweise sinkt der Cortisolspiegel abends, damit der Körper runterfahren und sich erholen kann. Bleibt er dauerhaft hoch, fällt das Einschlafen schwer, selbst wenn du tagsüber müde warst.
  • Stimmungsschwankungen: Reizbarkeit, emotionale Achterbahn und wenig Lust auf Sex sind bei hohem Cortisol häufig, besonders beim Cushing-Syndrom, bei dem Depressionen ein Hauptsymptom sein können.
  • Bauchfett: Cortisol kann beeinflussen, wo der Körper Fett einlagert, gerade bei gestressten Menschen am Bauch. Hohe Cortisolwerte gehen mit Heißhunger auf Fettiges und Süßes einher und verlagern Körperfett in den inneren Bauchraum.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Die mit Cortisol verbundene „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion kann Puls und Blutdruck erhöhen und auf Dauer Herz und Gefäße belasten.
  • Wenig Lust auf Sex: Bei Männern kann Cortisol die normale Bildung und Wirkung von Testosteron stören, bei Frauen kann es die Hormone im Zyklus durcheinanderbringen und so die Libido dämpfen.
  • Magen-Darm-Probleme: Magen- und Darmgeschwüre treten bei Menschen mit viel Stress häufiger auf. Auch das Reizdarmsyndrom mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Verdauungsstörungen kann mit chronischem Stress zusammenhängen.

Diese Anzeichen zu erkennen, kann der erste Schritt sein, um gegen zu hohe Cortisolwerte vorzugehen und die Lebensqualität zu verbessern. Lass hormonelle Ungleichgewichte und ihre Folgen aber unbedingt ärztlich abklären und behandeln.

Cannabisblüte der Sorte Gorilla Rainbow

Wie kannst du Cortisol natürlich senken?

Cortisol, das Stresshormon, kann der Gesundheit schaden, wenn es dauerhaft erhöht ist. Es gibt aber einige natürliche Strategien, die den Spiegel senken und das Wohlbefinden verbessern können. Ein paar Tipps:

  • Alltagsstress reduzieren: Finde heraus, was dich stresst, und geh es an. Das kann die Cortisolproduktion senken. Probier Techniken wie tiefes Atmen, Visualisierung und klare Grenzen.
  • Gesund essen: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, magerem Eiweiß und guten Fetten unterstützt den Hormonhaushalt und senkt den Stresspegel. Weniger Fertigessen, Zucker und Koffein.
  • Gut und genug schlafen: Gib gutem Schlaf Priorität und schlaf die empfohlene Stundenzahl. Ausreichend Erholung ist entscheidend für den Hormonhaushalt, auch für Cortisol.
  • Abschalten lernen: Nimm dir jeden Tag Zeit, um von Arbeit und Verpflichtungen abzuschalten. Lesen, spazieren gehen oder ein heißes Bad tun gut.
  • Meditation ausprobieren: Meditation und Achtsamkeit sind starke Werkzeuge gegen Stress. Ein paar Minuten am Tag reichen, um Kopf und Körper zu beruhigen.
  • Sport treiben: Regelmäßige Bewegung kann den Cortisolspiegel senken und die Stimmung heben. Such dir etwas, das dir Spaß macht: Gehen, Laufen, Schwimmen oder Yoga.
  • Abends kein Koffein: Trink nachmittags und abends weniger Kaffee & Co., weil Koffein den Schlaf stören und den Stresspegel erhöhen kann.
  • Ein Haustier anschaffen: Ein Tier bietet Gesellschaft und emotionalen Halt und kann Stress abbauen. Studien zeigen, dass der Umgang mit Haustieren den Cortisolspiegel senken kann.
  • Lachen und Spaß haben: Nimm dir Zeit für Dinge, die dich zum Lachen bringen. Humor und Spaß wirken den negativen Folgen von Stress entgegen.
  • Gute Beziehungen pflegen: Positive, unterstützende Beziehungen helfen, Stress abzubauen, und tun der Psyche gut.
  • Nahrungsergänzung: Manche natürlichen Präparate wie CBD-Öl werden bei einigen Menschen mit weniger Stress und Angst in Verbindung gebracht. Sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt, bevor du mit Nahrungsergänzungsmitteln anfängst.

Cannabis und Cortisol: Kann CBD bei hohen Werten helfen?

Cortisol ist entscheidend dafür, wie dein Körper auf Stress reagiert. Dauerhaft hohe Werte können der Gesundheit aber schaden. Und hier kommt CBD-Öl ins Spiel.

Man vermutet, dass CBD (Cannabidiol) über das Endocannabinoid-System, das auch im Hypothalamus, einer zentralen Hirnregion, aktiv ist, als eine Art Stressregulator wirken könnte. Auf diesem Weg könnte CBD indirekt die Nebennieren beeinflussen und die Cortisolproduktion senken.

Einige Studien an Tieren und Menschen deuten darauf hin, dass CBD den Cortisolspiegel modulieren könnte, die Datenlage ist aber noch gemischt. Viele Menschen berichten nach der Einnahme von einem Gefühl der Ruhe und Entspannung.

CBD-Öl gegen Cortisol: Worauf solltest du achten?

Wenn du ein CBD-Öl gegen hohes Cortisol suchst, wähl am besten ein Vollspektrum-Produkt. Es enthält verschiedene Cannabinoide, darunter THC nur in Spuren im gesetzlich erlaubten Rahmen (der Grenzwert hängt vom Land ab), was die entspannende Wirkung verstärken soll, ohne high zu machen.

Achte außerdem auf die CBD-Konzentration und berücksichtige bei der Dosierung dein Körpergewicht, deinen Gesundheitszustand und andere Behandlungen, die du gerade machst.

CBD könnte helfen, den Cortisolspiegel zu senken (eine belegte Therapie ist es nicht) und so Beschwerden von chronischem Stress wie Angst, Niedergeschlagenheit und Schlaflosigkeit zu lindern.

Bevor du mit CBD anfängst, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt, vor allem wenn du Blutverdünner nimmst.