
Schadet Kiffen den Augen? Trockene Augen, Pupillen und wann rote Augen gar nicht vom Gras kommen
Cannabis kann die Augen austrocknen, die Pupillen weiten und vorbestehende Augenprobleme verstärken. Und nicht jedes rote Auge geht aufs Konto vom Joint.
Kiffen kann deinen Augen durchaus zusetzen: Cannabis kann die Augen austrocknen, die Pupillen weiten und die Gefäße erweitern, was die typisch roten Augen macht, und es kann bestehende Augenerkrankungen verschlimmern. Über seine Freizeit- und medizinische Nutzung wird viel diskutiert, umso wichtiger ist es zu wissen, was Rauchen mit deinen Augen macht.
Zu den Effekten von Cannabis gehören trockene Augen, erweiterte Pupillen und unter Umständen eine Verschlechterung vorhandener Augenerkrankungen.
Warum werden Augen rot oder blutunterlaufen?
Rote oder blutunterlaufene Augen können viele Gründe haben, nicht nur Cannabis. Gras ist zwar bekannt dafür, aber es gibt jede Menge andere Auslöser, oft zusammen mit Schmerzen, Jucken, tränenden Augen oder Zucken. Zu den häufigsten gehören:

Trockene Augen
Fehlt den Augen Feuchtigkeit, werden sie gereizt und rot. Das kann an der Umgebung liegen, an langen Stunden vor dem Bildschirm oder an bestimmten Erkrankungen.
Bindehautentzündung
Eine Entzündung der Bindehaut, also der Schleimhaut, die das Auge überzieht, sorgt für Rötung und Jucken. Auslöser können Viren, Bakterien, Allergien oder Reizstoffe sein.
Geplatzte Äderchen
Kleine Blutgefäße im Auge können bei plötzlichem Druck platzen, etwa durch heftiges Niesen, starken Husten oder körperliche Anstrengung. Dann siehst du rote Flecken im Weiß des Auges.
Blepharitis
Eine Entzündung der Lidränder, die Blepharitis, kann die Augen röten. Oft steckt eine bakterielle Infektion oder ein Problem mit den Talgdrüsen am Lid dahinter.
Eingewachsene Wimpern
Eine Wimper, die nach innen wächst, kann das Auge reizen und röten. Klingt nach einer Kleinigkeit, kann aber ziemlich nerven und zu Entzündungen führen.
Probleme an den Lidern
Jede Erkrankung der Lider, etwa ein Gerstenkorn oder ein Hagelkorn, kann zu roten, unangenehmen Augen führen.
Weitere Ursachen
Auch zu viel Alkohol, Schlafmangel oder Lesen bei schlechtem Licht können die Augen röten. „Blutunterlaufen“ heißt übrigens einfach, dass das Weiße im Auge rot ist, weil die Gefäße gereizt oder geplatzt sind.
Warum bekommst du rote Augen, wenn du kiffst?
Keiner dieser Mechanismen erklärt allerdings, warum gerade Cannabis die Augen rot macht. Die Rötung nach dem Kiffen kommt vor allem daher, dass sich die Blutgefäße im Auge weiten, ausgelöst durch THC, den wichtigsten psychoaktiven Wirkstoff von Cannabis.
Diese Erweiterung verbessert die Durchblutung und senkt den Augeninnendruck, was beim Glaukom erforscht wird (der Effekt hält allerdings nur wenige Stunden an und ersetzt keine Behandlung), sorgt aber eben auch für die typisch roten Augen.
Wer die verschiedenen Ursachen für rote Augen kennt, kann das Symptom besser einordnen und die richtige Behandlung finden. Sind deine Augen dauerhaft rot oder kommen andere Beschwerden dazu, geh am besten zum Augenarzt und lass das abklären.
Nebenwirkung von Cannabis: Warum werden die Augen rot?
Rote Augen nach dem Kiffen sind ein häufiger Effekt und haben vor allem zwei Gründe: Veränderungen im ganzen Körper und die Reizung durch den Rauch von außen.
Sinkender Blutdruck
Einer der wichtigsten Gründe für rote Augen nach dem Kiffen ist ein sinkender Blutdruck. Sorten mit mittlerem bis hohem THC-Gehalt können den Blutdruck leicht senken.
Dadurch weiten sich Blutgefäße und Kapillaren, und es fließt mehr Blut hindurch. Vor allem die kleinen Gefäße im Auge werden weiter, mehr Blut gelangt in die Augen, und das Ergebnis ist die Rötung.
Diese Gefäßerweiterung sorgt nicht nur für rote Augen, sie könnte sich bei bestimmten Erkrankungen wie dem Glaukom auch positiv auswirken. Beim Glaukom (grüner Star) ist der Druck im Auge zu hoch, und die Gefäßerweiterung nach dem Kiffen könnte diesen Druck vorübergehend senken.
Reizung durch Rauch
Neben den Veränderungen im Körper kann Cannabis die Augen auch von außen reizen, nämlich durch den Rauch. Jeder, der raucht, kennt das: Ein Schwall Rauch direkt ins Auge, und schon brennt und tränt es. Diese Art von Reizung macht die Augen vorübergehend rot, das legt sich meist nach ein paar Minuten. Die Rötung durch THC verschwindet dagegen erst, wenn die Wirkung nachlässt.
Unterm Strich
Rote Augen nach dem Kiffen entstehen durch eine Mischung aus inneren und äußeren Faktoren. Hauptverantwortlich sind die Gefäßerweiterung durch den sinkenden Blutdruck und die Reizung durch den Rauch. Auch wenn es optisch nervt: Rote Augen können auch auf einen gesunkenen Augeninnendruck hindeuten, was beim Glaukom untersucht wird, wobei der Effekt nur ein paar Stunden anhält.
Wer diese Mechanismen versteht, kann mit den Nebenwirkungen besser umgehen und bewusster entscheiden, wie er konsumiert. Bleiben die Augen rot oder kommen beunruhigende Beschwerden dazu, lass das ärztlich durchchecken.

Was hilft gegen rote Augen nach dem Kiffen
Rote Augen sind eine häufige Nebenwirkung von Cannabis, aber du kannst einiges dagegen tun. Wenn du gleich einen wichtigen Termin hast oder einfach keine Lust auf rote Augen, helfen diese Tipps.
Augentropfen gegen rote Augen
Mittlerweile gibt es Produkte speziell gegen gerötete Augen. Erfrischende Augentropfen sind eine schnelle und wirksame Lösung.
Sie ziehen die erweiterten Gefäße im Auge zusammen und nehmen so deutlich Rötung raus. Halte dich dabei an die Packungsbeilage.
Genug trinken
Viel trinken hilft gegen die trockenen Augen, die mit dem Kiffen einhergehen. Ausreichend Wasser lindert nicht nur die Trockenheit, sondern kann auch die Rötung verringern.
Wer gut hydriert ist, produziert mehr Speichel und Tränenflüssigkeit, und das hält die Augen feucht und fit.
Sonnenbrille
Reichen Tropfen und Wasser nicht, ist eine Sonnenbrille eine praktische Lösung. Sie kaschiert rote Augen ziemlich gut, ob sie passt, hängt aber von der Situation ab.
Draußen an einem sonnigen Tag fällt sie überhaupt nicht auf. Drinnen oder bei trübem Wetter wirkt sie dagegen eher seltsam und zieht erst recht Blicke auf sich.
Wie du rote Augen beim Kiffen vermeidest
Sorten mit weniger THC
Einer der wirksamsten Wege gegen rote Augen: Gras mit niedrigem THC-Gehalt. Sorten mit wenig THC und viel CBD sorgen für ein angenehmes, klares Erlebnis und deutlich weniger Rötung. So kannst du Cannabis genießen, ohne dir Gedanken über deine Augen zu machen.
Alternativen zum Rauchen
Überleg dir, Cannabis auf eine Art zu konsumieren, bei der nichts verbrannt wird. Essen, Vapen oder Trinken reduzieren die Reizung durch den Rauch. Aber Achtung: Auch so können die Augen rot werden, weil THC im ganzen Körper wirkt.
Ausreichend trinken
Genug zu trinken ist das A und O gegen die trockenen Augen, die oft mit dem Kiffen einhergehen. Wer ausreichend Wasser trinkt, hält Speichel- und Tränenproduktion am Laufen, und das kann die Rötung verringern. Für die Augengesundheit insgesamt ist das sowieso wichtig.
Plane deinen Konsum
Wann und wie du konsumierst, kann einen großen Unterschied machen. Wenn du weißt, dass gleich ein Treffen mit Freunden oder ein beruflicher Termin ansteht, konsumier lieber so, dass die Wirkung bis dahin abgeklungen ist. So genießt du Cannabis, ohne dir Sorgen um rote Augen zu machen.
Augentropfen griffbereit haben
Das ist zwar keine echte Vorbeugung, aber Augentropfen in der Tasche können helfen, sobald die Rötung einsetzt. Sie verengen die erweiterten Gefäße und lindern die Trockenheit, das tut deinen Augen gut.
Die richtige Konsumform wählen
Wie du konsumierst, beeinflusst stark, ob deine Augen rot werden. Vaporisieren reizt die Augen zum Beispiel weniger als Rauchen. Und bei Edibles und Cannabis-Drinks fällt die Reizung durch Rauch komplett weg.
Fazit
Rote Kifferaugen hast du mit den richtigen Tricks gut im Griff. Augentropfen, viel trinken, eine Sonnenbrille: Es gibt einige Wege, die Nebenwirkung abzumildern. Dazu kommen gesunde Gewohnheiten und alternative Konsumformen, die deine Augen schonen. Behalte diese Tipps im Kopf, dann genießt du Cannabis ohne den Ärger mit roten Augen.
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
KONSUMCannabis-Tinktur selber machen: mit Alkohol oder Glycerin
Zwei Methoden, ein Grundsatz: erst decarboxylieren, dann geduldig ziehen lassen.
KONSUMLive Resin, RSO, CO2-Extrakt & Co.: Welche Cannabis-Extrakte es gibt
Von Bubble Hash bis Molekulartrennung: die Extrakt-Typen im Überblick – und warum Einsteiger bei den lösungsmittelfreien bleiben sollten.