
Cannabis im Garten: So bestimmt der Sommer die Pflanzengröße
Schatten zur Mittagszeit, kühle Töpfe und der richtige Pflanzzeitpunkt: So kriegst du deinen Outdoor-Grow durch den Sommer.
Der Sommer gibt Cannabis im Garten viel Licht und Wärme und damit große Pflanzen und dicke Buds, bringt aber auch Hitzestress: Junge Pflanzen brauchen mittags Schatten, und der Wurzelballen im Topf darf nicht überhitzen. Wie groß deine Pflanzen werden, steuerst du vor allem über den Pflanzzeitpunkt. Outdoor im eigenen Garten zu growen hat viele Vorteile, allen voran die Chance auf richtig gute Blüten, und wer den passenden Platz draußen hat, wird mit einem lohnenden und ertragreichen Grow belohnt.
Bevor du loslegst, solltest du aber ein paar Dinge klären, darunter die rechtliche Lage (in Deutschland regelt das CanG den Eigenanbau, check am besten die aktuell gültige Fassung) und ob dein Standort überhaupt für Cannabis taugt. Hier gehen wir die Vor- und Nachteile vom Sommer-Grow im Garten oder auf der Terrasse durch und geben dir praktische Tipps, damit es klappt. Kleiner Hinweis vorab: Die Originalquelle stammt aus Argentinien, also von der Südhalbkugel, wo die Jahreszeiten genau umgekehrt laufen.
Bis wann kann man Cannabis im Sommer noch pflanzen?
Wie spät im Sommer du noch pflanzen kannst, hängt von Region und Klima ab. In Argentinien geht das oft sogar noch bis Februar, was bei uns auf der Nordhalbkugel ungefähr dem August entspricht. Denk aber dran: Je weiter der Sommer fortschreitet, desto kürzer werden die Tage, und das bremst Wachstum und Endgröße deiner Pflanzen.

Egal ob du photoperiodische Sorten oder Autoflowers anbaust: Im Sommer brauchst du ein paar besondere Vorkehrungen. Eine der größten Herausforderungen ist die Hitze.
Wie schützt du deine Pflanzen vor Sommerhitze?
Um junge Pflanzen vor zu viel Hitze zu schützen, solltest du sie vor der Sonne abschirmen, vor allem in den heißesten Stunden, meist zwischen 11 und 16 Uhr. Wer in dieser Zeit lange in der prallen Sonne steht, trocknet als Sämling schnell aus und kann im Extremfall eingehen.
Mit Schattiernetzen oder anderen Abdeckungen dämpfst du die Sonneneinstrahlung und schaffst deinen Pflanzen ein angenehmeres Klima zum Wachsen.
Wie hältst du das Substrat im Sommer kühl?
Genauso wichtig: das Substrat vor hohen Temperaturen schützen. Helle Töpfe und eine Isolierung zum Boden hin verhindern, dass sich zu viel Hitze aufstaut. Ein schwarzer Topf in der prallen Sonne kann das Substrat locker auf über 40 °C aufheizen, und das ist für die Wurzeln purer Stress.
Stell die Töpfe auf Styropor oder Holz statt direkt auf den heißen Boden und gruppiere die Pflanzen so, dass sie sich gegenseitig etwas Schatten spenden. So bleibt es kühler und deine Pflanzen wachsen entspannter.
Mulch und Bodenbedecker senken die Temperatur im Topf zusätzlich und halten das Substrat länger feucht. Manche Bodendecker liefern sogar Nährstoffe, etwa Klee: Er hält das Substrat in Form und trägt nebenbei zu einem gesunden Wachstum bei.
Wann ist die beste Zeit, Cannabis draußen zu pflanzen?
Auf der Südhalbkugel, also auch in Argentinien, beginnt die Outdoor-Saison meist im September und läuft bis zur Ernte, die laut der Quelle bei manchen spät blühenden Sorten zwischen Mai und Juli liegen kann. Bei uns entspricht der Saisonstart ungefähr dem März, wobei es in Deutschland wegen der Spätfröste draußen meist erst später richtig losgeht.
Wenn du ganz natürlich growst, ohne die Photoperiode künstlich zu verlängern oder zu verkürzen, kannst du innerhalb der Saison über den Pflanzzeitpunkt steuern, wie hoch deine Pflanzen werden.
Direkt ins Beet oder in den Topf: Was passt im Sommer?
Pflanzt du zum Beispiel direkt ins Beet und gleich zum Saisonstart (in Argentinien im September), musst du damit rechnen, dass die Pflanzen schon vor der Blüte ordentlich in die Höhe schießen. Manche Sorten werden dann zwei Meter hoch oder mehr.
So große Pflanzen brauchen ein stabiles Stützsystem und teilweise Netze, damit sie das Gewicht der Buds tragen. Außerdem fallen große Pflanzen deutlich mehr auf als kleine, kompakte.

Im Topf hast du ähnliche Herausforderungen: Große Pflanzen musst du umtopfen oder zusätzlich düngen, damit sie bekommen, was sie brauchen.
Um die Größe zu kontrollieren, kannst du die Pflanzen oben beschneiden, runterbinden oder einen Wurzelschnitt machen. Einfacher und wirksamer sind aber eine gute Planung und der richtige Pflanzzeitpunkt.
Outdoor-Grow: Brauchst du zusätzliches Licht?
Manchmal musst du mit dem Licht nachhelfen, um die Blüte deiner Pflanzen vorzuziehen (Pflanzen abdecken, damit die Nacht länger wird) oder hinauszuzögern (künstliches Licht dazugeben). Zum Verlängern der Photoperiode reichen Energiesparlampen oder stärkere Leuchten, damit die Pflanzen vor der Blüte die gewünschte Größe erreichen.
Die Blüte vorzuziehen ist aufwendiger: Dafür brauchst du zum Beispiel Planen oder musst die Pflanzen sogar jeden Abend an einen dunklen Ort bringen, damit sie in die Blüte gehen.
Egal welche Technik du nutzt: Halte die Photoperiode konstant, damit deine Pflanzen keinen unnötigen Stress bekommen und sich über den ganzen Wachstums- und Blühzyklus gesund entwickeln.
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