Cannabis Keimung: Was Samen wirklich zum Aufgehen brauchen
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Cannabis Keimung: Was Samen wirklich zum Aufgehen brauchen

Wasser, Sauerstoff, Energie und Wärme: Wenn diese vier Faktoren stimmen, gehen deine Cannabissamen in wenigen Tagen auf.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Damit ein Cannabissamen keimt, braucht er vier Dinge: Wasser, Sauerstoff, Energie aus seinen eigenen Reserven und Wärme, ideal sind 22 bis 25 °C. Stimmen diese Bedingungen, zeigt er meist nach 2 bis 7 Tagen eine kleine Wurzel. Fehlt eins davon, passiert gar nichts.

Jeder Grow fängt klein an: Wie jeder Samen muss auch ein Cannabissamen erst keimen, bevor eine Pflanze daraus wird.

Ohne die richtige Temperatur, genug Feuchtigkeit und ausreichend Sauerstoff tut sich bei Cannabissamen nichts. 

Vier Faktoren entscheiden darüber, wie viele deiner Samen tatsächlich aufgehen.

Wasser: der Startschuss für die Keimung

Wasser ist der Hauptdarsteller bei der Keimung. Die äußere Schale des Cannabissamens ist ein doppelter Schutz: Sie bewahrt den Embryo im Inneren vor Schäden und verhindert, dass schon ein bisschen Feuchtigkeit eine verfrühte Keimung auslöst.

Ist der Samen aber richtig mit Wasser vollgesogen, nimmt er die Feuchtigkeit auf und die Keimung startet.

Sauerstoff: Warum der Samen atmen muss

Sobald der Embryo durch das Wasser aktiviert ist, braucht er Sauerstoff, um mit der Atmung zu beginnen. Der Sauerstoff treibt die Atmung an, und die macht die im Embryo gespeicherten Nährstoffe verfügbar.

Energie: Wovon der Keimling lebt

Nach dem Start der Atmung verbraucht der Embryo seine Nährstoffreserven und gewinnt daraus Energie. Diese Energie ist der Treibstoff, der die Keimung vorantreibt.

Wärme: Die ideale Keimtemperatur

Selbst wenn Wasser, Sauerstoff und Energie da sind: Ohne Wärme läuft nichts.

Bekommen die Samen in der ersten Keimphase 22 bis 25 °C, brechen sie durch die Erde und breiten ihre ersten Keimblätter unter Sonne oder Lampe aus.

Worauf du vor dem Keimen achten solltest

Beschädigte Cannabissamen

Die beste Art, an erstklassige Genetik zu kommen: feminisierte Samen oder Autoflowers bei einer seriösen Samenbank kaufen, online oder im Laden.

Trotzdem solltest du jeden Samen einzeln checken, ob er beschädigt ist. Ist der Samen heil, läuft die Keimung in der Regel problemlos.

Das Alter der Samen

Profi-Tipp: Schreib auf jede Samenpackung das Datum, an dem du sie bekommen hast. So weißt du immer, wie alt deine Samen sind. Denn wie alles andere verlieren auch Cannabissamen mit den Jahren an Kraft. 

Cannabissamen können zwar sehr lange keimfähig bleiben, die Keimrate sinkt aber mit der Zeit.

Am besten lässt du deshalb Samen keimen, die richtig gelagert und idealerweise höchstens 6 Monate alt sind.

Die Farbe der Samen

Cannabissamen gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Musterungen auf der Schale. Die Farbe ist aber ein sehr guter Hinweis darauf, ob der Samen reif ist.

Heißt konkret: Hellgrüne bis blassweiße Samen sind unreif und keimen wahrscheinlich nicht. Achte also darauf, dass deine Samen hell- bis dunkelbraun sind, bevor du sie keimen lässt.

Ist der Samen gekeimt und die Wurzel zu sehen, wird er eingepflanzt. Das ist simpel: Loch ins Substrat, Samen rein, sanft zudecken. Trotzdem machen viele Grower beim ersten Gießen einen Anfängerfehler.

Tipp: Kipp kein Wasser direkt über den frisch gepflanzten Samen, sonst verrutscht er. Befeuchte lieber vorsichtig mit nur 1 bis 2 Esslöffeln Wasser die Stelle über dem Samen, den du vorher mit etwas Substrat zugedeckt hast. Ist das Substrat feucht, stellst du die Samen unter eine gute Lichtquelle und hältst sie warm. Nach weiteren 48 Stunden sollte ein Keimling auftauchen, und deine künftige Cannabispflanze ist unterwegs.

Wann gilt ein Cannabissamen als gekeimt?

Gekeimt ist ein Cannabissamen, wenn er zu wachsen beginnt und eine kleine Wurzel austreibt. Dafür braucht er die richtige Feuchtigkeit, Wärme und nach dem Aufgehen Licht. Eine gängige Methode: Leg die Samen 24 Stunden in lauwarmes Wasser, dann in einen Keimbehälter oder zwischen zwei feuchte Küchentücher, und halte sie warm und dunkel. Nach ein paar Tagen sollten sie keimen und Wurzeln bilden. Halte sie feucht und gib ihnen Licht, sobald sie aufgegangen sind, damit sie nicht schlappmachen.

Noch ein Punkt, der immer wieder gefragt wird: Aus einer normalen Blüte kannst du leider keinen Samen ziehen. Buds sind die reifen Blütenstände der Pflanze, keine Samen. Samen bilden sich nur in weiblichen Blüten, die bestäubt wurden, und dienen der Fortpflanzung.

Wie lange dauert die Keimung bei Cannabis?

In der Regel braucht ein Cannabissamen 2 bis 7 Tage zum Keimen. Wie schnell es geht, hängt aber von mehreren Faktoren ab: Qualität des Samens, Temperatur, Feuchtigkeit und Keimmethode. Gib dem Samen ein optimales Umfeld, also eine gleichmäßige, passende Temperatur, feucht, aber nicht nass, und kein direktes Licht. Schau regelmäßig nach, ob sich der Samen gut entwickelt.