Cannabis-Konsumformen im Überblick: Rauchen, Vapen, Dabben, Edibles und sublingual
Fünf Wege, Cannabis zu konsumieren, mit Wirkungseintritt, Wirkdauer, Vor- und Nachteilen. Damit du weißt, was dich erwartet.
Die wichtigsten Cannabis-Konsumformen
Cannabis lässt sich auf fünf Arten konsumieren: rauchen, vapen (verdampfen), dabben (Konzentrate verdampfen), essen oder trinken und sublingual, also unter der Zunge. Geraucht oder gevapt wirkt es nach Minuten, gegessen deutlich später, dafür viel stärker und länger. Längst geht es dabei nicht mehr nur um Genuss, sondern auch um medizinische Anwendungen.
Es gibt Tausende Sorten mit den unterschiedlichsten Cannabinoid- und Terpenprofilen, und jede fühlt sich anders an. Wenn du eine bestimmte Wirkung suchst, solltest du also wissen, welche Sorte du nimmst: Manche knallen stark im Kopf, andere eher im Körper, manche haben viel THC, andere weniger, wenn es eher um die medizinische Seite geht.
Auch beim Konsum selbst hast du die Wahl zwischen verschiedenen Methoden, jede mit ihren Vor- und Nachteilen. Hier zeigen wir dir alle Konsumformen, wie lange sie wirken und was sie mit dir machen, damit du das Beste aus deiner Erfahrung rausholst.

1) Rauchen
Wenn du den Rauch von Blüten oder Cannabis-Extrakten inhalierst, gelangen die Cannabinoide über die Lungenbläschen ins Blut. Der Vorteil: Die Wirkung setzt schnell ein und lässt sich gut steuern.
Beim Rauchen hast du dein High ziemlich gut im Griff: Zug für Zug tastest du dich ran, bis du an deinem Sweet Spot bist. Die Wirkung setzt nach wenigen Minuten ein, erreicht nach 10 bis 30 Minuten ihren Höhepunkt und kann bis zu drei Stunden anhalten. Rauchen kannst du auf viele Arten: Joint, Blunt, Pfeife, Bong oder Bubbler.
Die Vorteile? Das High lässt sich leichter dosieren, du kannst mit Freunden zusammen rauchen, und für viele ist es einfach ein schönes Ritual. Die Nachteile: Bei der Verbrennung entstehen krebserregende Stoffe, die in die Lunge gelangen, es ist nicht besonders diskret, und die genaue Dosis ist schwer abzuschätzen.
2) Vapen:
Vapen ist beim modernen Cannabiskonsum ein großes Ding geworden, quasi die Brücke zwischen Gras und Elektronik. Es gibt die verschiedensten Modelle: von ganz simplen Geräten bis zu Vaporizern mit genauen Temperaturbereichen und Einstellungen per Smartphone.
Die einfachsten Modelle sind meist aus Metall und brauchen eine Flamme. High-Tech-Geräte dagegen haben ein eingebautes Heizelement, und Temperatur und andere Einstellungen lassen sich per Handy steuern.
Egal wie viel Technik drinsteckt, das Grundprinzip beim Vapen ist immer dasselbe: weniger Hitze als beim Rauchen. Dazu kommen ein paar Vorteile: Es ist schonender für die Lunge, und du hast die Wirkung besser unter Kontrolle.
Beim Vapen kannst du außerdem rumprobieren und Temperaturen wählen, bei denen ganz bestimmte Cannabinoide und Terpene verdampfen.
3) Dabben:
Beim Dabben gibst du Konzentrate auf einen glühend heißen Nail (einen Aufsatz aus Metall, Glas oder Keramik, der stark erhitzt wird). Die Konzentrate enthalten deutlich mehr Cannabinoide als Blüten, deshalb ist die Wirkung viel stärker.
Zu den bekanntesten Konzentraten gehören Cannabis-Extrakte: Dabei werden die Wirkstoffe der Pflanze mit einem Lösungsmittel herausgelöst. Sie wirken sehr potent, mit einem High, das deutlich länger anhält und heftiger reinhaut als bei Blüten. Beliebte Extrakte zum Dabben sind Shatter, Wax, Budder und Crumble.
Alle Extrakte sind Konzentrate, aber nicht alle Konzentrate sind Extrakte. Konzentrate ohne Lösungsmittel enthalten am Ende etwas mehr Pflanzenmaterial (für manche unerwünschtes Material). Das gilt zum Beispiel für Dry-Sift-Haschisch, Rosin und Bubble Hash.
Der Vorteil von Konzentraten: Sie wirken extrem stark und schnell, du brauchst weniger Material für einen kräftigen Effekt, und es gibt eine große Auswahl in verschiedenen Konsistenzen. Die Nachteile: Ein Dab Rig nimmst du nicht mal eben mit, du musst gute Konzentrate finden, und bei hohen Temperaturen können krebserregende Stoffe entstehen.

4) Edibles:
Hier nehmen die Wirkstoffe von Cannabis einen ganz anderen Weg ins Blut und ins Gehirn: über den Verdauungstrakt.
Wenn du zum Beispiel einen Brownie isst, hat das THC eine längere Reise vor sich: durch Verdauungstrakt und Leber. Dabei, noch bevor es die Blut-Hirn-Schranke passiert, wird THC in 11-Hydroxy-THC umgewandelt.
Dieses Abbauprodukt von THC sorgt bekanntlich für ein deutlich stärkeres und längeres High. Die Wirkung erreicht nach etwa 2 Stunden ihren Höhepunkt. Manche spüren sie bis zu 12 Stunden, und die Nachwirkungen können sich bis in den nächsten Tag ziehen.
Cannabis zum Essen, Trinken oder Schlucken gibt es in vielen Varianten: Cannabutter für deine Rezepte, Kristalle, auflösbare Streifen für die Zunge, Bhang, ein traditionelles indisches Getränk, Kombucha, Kapseln, Kaugummis und sogar Kaffee mit Cannabis.
5) Sublingual:
Beim sublingualen Konsum legst du bestimmte Cannabisprodukte unter die Zunge und lässt sie dort etwa eine Minute, bevor du schluckst, oder bis sie sich aufgelöst haben.
Hier geht es um Tempo und Diskretion. Bekannte Produkte sind Cannabisöl und CBD-Öl, Kristalle, Mundsprays, Tinkturen und mehr.
Für viele hieß Cannabis konsumieren lange einfach: rauchen. Wie du siehst, gibt es aber jede Menge Alternativen für jeden Geschmack. Probier ruhig verschiedene Methoden aus und schau, wie sich jede anfühlt, aber fang klein an und lass dir Zeit, vor allem bei Edibles und Konzentraten.
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