Cannabis-Sämlinge pflegen und umtopfen: So klappt der Start
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Cannabis-Sämlinge pflegen und umtopfen: So klappt der Start

Feucht statt nass, Licht ab Tag eins und Finger weg von groben Handgriffen: So bringst du deine Sämlinge sicher in den nächsten Topf.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Cannabis-Sämlinge brauchen feuchtes, aber nicht nasses Substrat, Licht ab dem ersten Tag über der Erde und eine stabile Temperatur. Umtopfen solltest du, sobald sich die ersten echten Blätter zeigen und unten Wurzeln aus dem Anzuchtmedium kommen, und zwar ins gleiche Medium und so behutsam wie möglich. Denn so schön eine gelungene Keimung ist: Sämlinge sind extrem empfindlich und müssen kurz nach dem Auflaufen umgesetzt werden.

Sämlinge sind frisch gekeimte Pflänzchen, die besondere Pflege brauchen, um kräftig und gesund zu wachsen. Hier bekommst du Tipps zu Pflege und Umtopfen, damit dein Grow einen sauberen Start hinlegt.

Wie lange dauert die Sämlingsphase bei Cannabis?

Zwischen Keimung und Umtopfen liegt nur eine kurze Zeit. Trotzdem gilt: Pflegst du die Sämlinge vor dem Umtopfen nicht richtig, sind die Folgen fatal. 

Klingt banal, aber viele Anfänger wissen nicht genau, wie viel sie ihre Sämlinge gießen sollen.

Denk dran: Sämlinge stehen ganz am Anfang ihres Lebens und brauchen nicht viel. Ihr Wurzelsystem ist im Vergleich zu einer ausgewachsenen Pflanze winzig. Du musst sie also nicht ertränken, sondern nur dafür sorgen, dass das Medium feucht (nicht nass) bleibt. Mit gleichmäßiger Feuchtigkeit trocknen die zarten Wurzeln nicht aus, und der empfindliche Stängel fault nicht.

Sobald der Sämling aus dem Medium kommt, braucht er Licht.

Warum brauchen Cannabis-Sämlinge Licht?

Sie brauchen künstliches oder natürliches Licht aus zwei Gründen:

Damit sich der Stängel nicht zu sehr streckt 

Für die Photosynthese

Mit genug natürlichem oder künstlichem Licht schießen die Sämlinge nicht in die Höhe, und du vermeidest dünne, lange Stängel, die leicht umknicken und brechen. Außerdem ermöglicht das Licht die Photosynthese, mit der die Sämlinge Energie zum Wachsen gewinnen.

Sei vorsichtig mit den Sämlingen, eine falsche Bewegung reicht, um sie zu zerstören. Es gibt zwar Methoden, beschädigte Sämlinge zu retten, aber die Erholung bremst den ganzen Grow aus. Deshalb: Geh behutsam mit den Sämlingen um, damit sie gesund durch das Umtopfen kommen.

Bei Sämlingen kommt es auf die Größe an, aber nicht auf die Höhe. Die Sämlinge sollten ihr erstes Blattpaar zeigen und Wurzeln aus dem Anzuchtmedium treiben. Schau also nach, ob unten Wurzeln herausschauen. Außerdem gilt: Wenn sich die ersten echten Blätter bilden (nicht die Keimblätter), sind deine Sämlinge bereit zum Umtopfen.

Sämlinge umtopfen: Warum eigentlich?

Eines der ersten Dinge, die man als Grower lernt, ist das Umtopfen von Cannabis-Sämlingen, aber warum man das macht, wissen viele gar nicht so genau. 

Umtopfen fördert das Wurzelwachstum, und hier fällt oft der Begriff „rootbound“ (wurzelgebunden). Rootbound heißt, dass die Wurzeln den gesamten Platz im Medium, Topf oder Behälter ausfüllen. Ist eine Cannabispflanze erst einmal so eingeengt, kann sie nicht mehr richtig gedeihen. Wurzelgebundene Sämlinge solltest du also um jeden Preis vermeiden.

Setzt du die Sämlinge in einen größeren Topf, wachsen sie weiter, weil die Wurzeln das neue Medium schnell erobern.

Grundpflege für deine Sämlinge

  • Stell die Sämlinge an einen hellen Platz, aber nicht in die direkte Sonne.
  • Halte das Substrat feucht, aber nicht durchnässt, und gieß sanft mit einer Sprühflasche oder einer kleinen Gießkanne.
  • Behalte die Raumtemperatur im Blick, denn Sämlinge brauchen einen bestimmten Temperaturbereich, um gut zu wachsen.

Topfst du Cannabis-Sämlinge nicht um, kümmern sie, weil sie nicht genug Nährstoffe, Feuchtigkeit und Sauerstoff bekommen. Geschwächte Sämlinge werden leichter krank. Deshalb ist Umtopfen ein notwendiger Schritt, der die Pflanzen insgesamt widerstandsfähiger macht.

Beim Medium bleibst du am besten bei dem, das du schon zum Keimen benutzt hast. Hast du in Erde gekeimt, kommen die Sämlinge in einen größeren Topf mit Erde. Hast du in einem Hydro-Medium gekeimt, setzt du sie am besten auch wieder in ein Hydro-Medium.

Eine typische Frage bei Einsteigern ist, wie groß der nächste Topf sein soll. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

In einen größeren Zwischentopf umsetzen.

Direkt in den Endtopf umsetzen.

Beides hat seine Vorteile, am Ende ist es eine Frage deines Stils.

Topfst du falsch um, droht den Sämlingen ein Umtopfschock. Dein oberstes Ziel als Grower: so umtopfen, dass du größeren Stress vermeidest, der zu einem Umtopfschock führt.

Was einen Umtopfschock auslösen kann: grobes Anfassen, abgebrochene Wurzeln oder Blätter, ein gequetschter Stängel und/oder eine falsche Umtopftechnik.

Typische Symptome: hängende oder welkende Blätter, ein schwacher Stängel, absterbende Triebe und/oder plötzliches Eingehen.

Damit das Umtopfen deine Sämlinge möglichst wenig stresst, fass sie immer extrem vorsichtig an. Und sorg für gutes Saatgut, egal ob feminisierte Samen oder Autoflowers.

Jetzt weißt du, was deine Sämlinge brauchen, und dein Grow kann weitergehen.

So gelingt das Umtopfen

  • Bevor du umtopfst, sollten die Sämlinge mindestens zwei echte Blätter und ein entwickeltes Wurzelsystem haben.
  • Bereite ein passendes Substrat für deine Pflanze vor und achte auf eine gute Drainage.
  • Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem alten Behälter und setz sie in den neuen, ohne die Wurzeln zu verletzen.
  • Gieß nach dem Umtopfen, damit sich die Pflanze an ihre neue Umgebung gewöhnt.