Cannabissamen keimen nach Mondkalender: Welche Mondphase passt?
ANBAU

Cannabissamen keimen nach Mondkalender: Welche Mondphase passt?

Vollmond zum Keimen, abnehmender Mond für Stecklinge: was der Mondkalender Growern rät – und wie viel davon Überlieferung ist.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Laut Mondkalender lässt du Cannabissamen am besten zwischen drei Tagen vor und etwa einer Woche nach Vollmond keimen; die Zeit zwischen abnehmendem Mond und Neumond gilt dagegen als Phase für Erde, Stecklinge und Rückschnitt. Wissenschaftlich belegt ist das nicht, aber viele Grower schwören darauf – schließlich bewegt der Mond auch Ebbe und Flut.

Der Volksglaube sagt: Die Mondphasen wirken nicht nur aufs Wasser, sondern auch auf Menschen, Tiere und Pflanzen – Cannabis-Sorten eingeschlossen. Wie der Mondkalender im Cannabis-Anbau funktioniert und wie Grower ihn für sich nutzen, liest du hier.

Was ist ein Mondkalender?

Der Mondkalender für Cannabis richtet sich nach den Zyklen des Mondes. Er misst die Zeit in Mondphasen, den sogenannten Lunationen. Die entstehen dadurch, wie sich Sonne, Mond und Erde zueinander bewegen.

Cannabisblüten auf einer Waage

Nach der Mondgärtner-Tradition hat der Mond einen deutlichen Einfluss auf Pflanzen, weil er je nach Phase unterschiedliches Licht abgibt. Mondlicht ist reflektiertes Sonnenlicht und treibt die Photosynthese nicht an wie die Sonne. Anhänger sagen aber, es reguliere die Photoperiode der Pflanze, indem es lichtempfindliche Rezeptorproteine anregt, und die Schwerkraft des Mondes beeinflusse, wie der Saft in der Pflanze zirkuliert. Nimm das als Überlieferung, nicht als gesicherte Wissenschaft.

Wie lange dauert ein Mondzyklus?

Eine Lunation dauert im Schnitt etwa 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. Wer nach dem Mond gärtnert, muss den Unterschied zwischen Nord- und Südhalbkugel kennen.

Auf der Nordhalbkugel sieht der abnehmende Mond (letztes Viertel) aus wie ein „C“, auf der Südhalbkugel wie ein „D“. Beim zunehmenden Mond (erstes Viertel) ist es umgekehrt: „D“ bei uns im Norden, „C“ im Süden.

Wann aussäen? Outdoor-Start auf Süd- und Nordhalbkugel

Dieser Text kommt aus Argentinien, also von der Südhalbkugel. Wer dort einen Outdoor-Grow plant, stellt sich die große Frage: Wann sollen die Samen keimen? Das hängt von mehreren Faktoren ab – einer der wichtigsten ist, wie viel Platz du hast.

Üblich ist ein Start zu Frühlingsbeginn, im September. Bei uns auf der Nordhalbkugel entspricht das ungefähr dem März; in Deutschland geht Outdoor wegen der Frostnächte aber meist später los. So früh gesät haben die Pflanzen viel Zeit, groß zu werden, und das heißt: mehr Blüten.

Aber Achtung: Früh aussäen beschleunigt die Ernte nicht. Die Pflanzen bekommen nur mehr Zeit zum Wachsen.

Bei photoperiodischen Sorten hängt die Blüte allein davon ab, wie viele Stunden Licht die Pflanze bekommt, nicht von ihrem Alter. Früher säen zieht die Ernte also nicht vor.

Nahaufnahme eines Cannabisblatts

Kurz gesagt: Willst du kleine, unauffällige Pflanzen, die niemandem ins Auge fallen, ist ein früher Start nicht die beste Idee. Geht es dir um große Pflanzen mit ordentlich Ertrag, liegst du damit richtig.

Welche Mondphase ist die beste, um Cannabissamen keimen zu lassen?

Der richtige Zeitpunkt fürs Keimen kann über deinen ganzen Grow entscheiden. Nach Volksweisheit und der Erfahrung vieler Grower liegt das beste Fenster zwischen drei Tagen vor Vollmond und etwa einer Woche danach.

Mondgärtner halten diese Zeit für ideal, damit die Sämlinge stark durchstarten. Das Substrat mischst du laut Tradition am besten zwischen abnehmendem Mond und Neumond.

Dieselbe Phase gilt auch als gute Zeit für Stecklinge und Rückschnitt, weil das Pflanzengewebe dann angeblich schneller verheilt – gut für Gesundheit und Wachstum.

Welche Mondphase ist die beste zum Düngen?

Beim Düngen deiner Cannabispflanzen soll die Mondphase beeinflussen, wie gut sie Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Von Vollmond bis zum Ende des abnehmenden Mondes nehmen die Pflanzen laut Mondkalender mehr Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf.

Deshalb gilt dieses Fenster traditionell als Zeit für Dünger und Nährstoffe: Die Pflanzen sollen so das Maximum herausholen und gesund wachsen.

Der zunehmende Mond wiederum gilt als gute Phase, um Kompost anzusetzen und Schädlinge zu bekämpfen.

In dieser Zeit sollen sich die Pflanzen besser regenerieren, sodass diese Arbeiten mehr bringen und eher Erfolg haben.