
Cannabis-Tee selber machen: Zubereitung, Nutzen und Grenzen
Cannabis-Tee selber machen: wie du Tee aus Cannabisblättern kochst, warum er ohne Fett kaum etwas bringt und was du sonst mit Blättern, Butter und Öl anstellen kannst.
Wie macht man Cannabis-Tee?
Cannabis-Tee machst du, indem du gehackte Cannabisblätter etwa 30 Minuten in heißem Wasser ziehen lässt und dann abseihst. Weil sich Cannabinoide in Fett und nicht in Wasser lösen, gehört am besten etwas Butter oder Vollmilch dazu. Ein Tee aus Blättern hat zwar möglicherweise einige gesundheitliche Vorteile, wirkt aber längst nicht so psychoaktiv wie Rauchen oder andere Konsumformen.
Cannabis-Tee Schritt für Schritt:
- Blätter sammeln: Nimm frische oder getrocknete Blätter der Cannabispflanze. Wenn du keine psychoaktive Wirkung willst, nimm Blätter von CBD-reichen (Cannabidiol) oder THC-armen (Tetrahydrocannabinol) Sorten. Getrocknete Blätter decarboxylierst du am besten vorher im Ofen, sonst bleibt ein Großteil der Cannabinoide inaktiv.
- Blätter zerkleinern: Hack die Blätter klein, damit sie besser ziehen.
- Wasser erhitzen: Bring Wasser in einem Topf zum Kochen.
- Blätter ins heiße Wasser: Sobald das Wasser kocht, gibst du die Blätter dazu und drehst die Hitze runter, sodass alles nur noch leise köchelt.
- Ziehen lassen: Lass die Blätter etwa 30 Minuten im heißen Wasser ziehen.
- Abseihen: Gieß den Tee danach durch ein Sieb, damit die Blätter rauskommen und nur die Flüssigkeit bleibt.
Am besten trinkst du ihn frisch. Weil sich Cannabinoide in Fett und nicht in Wasser lösen, geben viele etwas Butter oder Vollmilch in den Aufguss. Mit Butter solltest du ihn heiß trinken, denn beim Abkühlen trennt sich das Fett vom Wasser. Mit Milch kannst du ihn dagegen auch bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Wofür sind Cannabisblätter gut?
Cannabisblätter lassen sich vielseitig nutzen. Wichtig ist aber: Sie enthalten deutlich weniger Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) als die Blüten. Trotzdem kannst du einiges mit ihnen anfangen:
- Tee: Aus Cannabisblättern lässt sich Tee kochen, der entspannend wirken kann und dank der enthaltenen Cannabinoide in manchen Fällen auch therapeutisch genutzt wird.
- Essen und Trinken: Manche geben Cannabisblätter in Rezepte wie Smoothies, Salate oder Gebäck. Rechne aber mit einem kräftigen, erdigen Geschmack.
- Extrakte und Öle: Auch wenn Blätter weniger Cannabinoide enthalten, kannst du daraus kleine Mengen CBD oder andere nützliche Inhaltsstoffe extrahieren und in Öle oder Wellness-Produkte einarbeiten.
- Bio-Dünger: Cannabisblätter taugen auch als Kompost oder organischer Dünger für andere Pflanzen, weil sie Nährstoffe enthalten, die den Boden anreichern.
- Basteln und Kunst: Getrocknete Blätter werden manchmal auch kreativ genutzt, etwa für Kunstprojekte oder zum Basteln.
Klar sein sollte dir: Für den Freizeit- oder medizinischen Gebrauch bringen Blätter wegen ihres geringen Cannabinoidgehalts nur sehr begrenzt etwas. Die meisten Cannabinoide stecken in den Blüten, und genau die nimmt man normalerweise, wenn man eine psychoaktive oder medizinische Wirkung will.

Rezepte mit Cannabis: Butter, Brownies und Öl
Cannabutter
Klingt, als wäre Cannabutter nur was für Profis? Ist es nicht. Die Zubereitung ist simpel, und du kriegst sie easy zu Hause hin.
Das Geniale an Cannabutter: Du kannst sie für unzählige Gerichte in der Cannabis-Küche verwenden.
Du brauchst etwa 450 g Butter oder Margarine, je nachdem, womit du kochst, und rund 14 g zerkleinertes, bereits decarboxyliertes Gras. Schmilz die Butter in einer Pfanne und gib das Gras dazu. Lass alles bei niedriger Hitze köcheln, bis die Butter vom Kraut grün geworden ist. Gieß die Mischung durch ein Sieb und stell sie zum Abkühlen in den Kühlschrank. Fertig ist deine eigene Cannabutter für alles, was du kochen willst: von süß bis herzhaft, da sind dir keine Grenzen gesetzt.
Space Brownies
Jeder hat schon von den berühmten Brownies gehört, und für Fans von Schokolade und Cannabis sind sie das Grundrezept schlechthin.
Am einfachsten geht es mit einer Backmischung deiner Lieblingsmarke. Und natürlich brauchst du Gras. Für die Space Brownies empfehlen wir 4 bis 18 Gramm decarboxyliertes Gras (wenn du neu bei Edibles bist, bleib am unteren Ende).
Dann erhitzt du die Menge Öl, die auf der Packung steht, und gibst das Gras in die Pfanne. Gras und Öl lässt du bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten köcheln.
Danach seihst du das Gras ab und rührst das Öl unter die Brownie-Mischung. Jetzt nur noch der Anleitung auf der Packung folgen, und fertig sind deine Cannabis-Brownies.

Cannabisöl
Es gibt viele Rezepte, wie man Cannabisöl macht. Wir haben ein einfaches für dich, das ohne große Verarbeitung auskommt: Du brauchst nur etwas Geduld und gutes Gras.
Wie macht man also Cannabisöl? Hier die Schritte:
- Wasch das Gras in heißem Wasser, um es zu säubern, und decarboxylier es danach im Ofen (heißes Wasser reicht zum Decarboxylieren nicht aus).
- Nimm ein Glasgefäß, das groß genug für die Menge Öl ist, die du ansetzen willst.
- Füll das Gefäß mit deinem liebsten nativen Olivenöl extra oder mit einem, das deiner Meinung nach besonders gut zu deinem Gras passt. Das kann eine CBD-reiche, THC-reiche Sorte oder beides sein.
- Gib etwa 20 bis 25 g trockenes, fermentiertes und decarboxyliertes Gras dazu, ohne es zu zerkleinern.
- Lass es an einem dunklen, trockenen Ort ein paar Wochen ziehen und schüttle es ab und zu, damit das Gras seine Inhaltsstoffe abgibt.
- Danach ist das Öl fertig zum Gebrauch.
- Nimm das Gras nicht aus dem Glas.
- Ist die Mischung zu stark, füll sie in ein neues Glasgefäß um und gib ein Viertel Olivenöl extra dazu, um die Wirkung abzuschwächen. Kräftig schütteln und ein paar Tage dunkel ruhen lassen, damit sich alles gut verbindet.
- Fertig ist dein Cannabisöl zur Anwendung unter der Zunge, auf der Haut oder als Nahrungsergänzung.
Wofür wird Cannabisöl eingesetzt?
- Muskelschmerzen und Arthritis
Studien deuten darauf hin, dass Cannabis bei chronischen Schmerzen und Arthritis helfen kann. Patienten berichten teils von besserer Linderung als mit manchen herkömmlichen Medikamenten. - Angst
THC kann beruhigend auf das Nervensystem wirken; Patienten berichten, dass es Angst lindern kann. - Übelkeit und Erbrechen
Cannabis wird seit Jahrzehnten häufig bei Übelkeit und Erbrechen eingesetzt, etwa durch Chemotherapie oder andere Erkrankungen. - Epilepsie
Einige Studien deuten darauf hin, dass Cannabis bei Epilepsie die Zahl der Anfälle verringern kann. - Glaukom
THC und andere Cannabinoide können den Augeninnendruck senken. Ob das ein Fortschreiten des Glaukoms verhindert, ist nicht belegt.
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