Cannabis vertikal anbauen: Stapelsystem oder Säule, Vor- und Nachteile
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Cannabis vertikal anbauen: Stapelsystem oder Säule, Vor- und Nachteile

Wie vertikale Anbausysteme funktionieren, welche zwei Typen es gibt und was dich das an Geld und Arbeit kostet.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Vertical Growing heißt, Cannabis in mehreren Etagen übereinander statt nebeneinander anzubauen. Klassisch stehen die Pflanzen horizontal Seite an Seite, aber die Branche entwickelt sich weiter: Indoor-Grower wollen heute jeden Quadratmeter mit vertikalen Anbausystemen ausreizen.

Richtig umgesetzt kann vertikaler Anbau den Ertrag steigern und die Effizienz maximieren. In vielerlei Hinsicht ein echter Game Changer.

Vertikale Systeme können die nutzbare Anbaufläche verdoppeln. Mehrere quadratische oder sechseckige Regale werden rund um eine zentrale Lichtquelle übereinandergestapelt. Damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen, muss die zentrale Beleuchtung relativ kühl laufen, und genau deshalb sind LEDs bei Cannabis-Growern so beliebt.

Wer Cannabis vertikal anbaut, kann mehr und besser ernten. Bevor du dich für ein System entscheidest, solltest du die zwei Haupttypen kennen und schauen, was zu dir und deinem Raum passt.

Vertikaler Cannabis-Anbau in mehreren Etagen

Vertikales Stapelsystem (Vertical Stacking)

Beim vertikalen Stapeln werden sechseckige oder quadratische Regale rund um eine zentrale Lichtquelle übereinandergesetzt. Durch diesen 360-Grad-Aufbau nutzt du den ganzen Raum zwischen Boden und Decke, was mit klassischen horizontalen Systemen unmöglich ist.

Wer mit vertikalem Stapeln growt, braucht kurze, kompakte Pflanzen voller Buds. Am beliebtesten sind hydroponische und substratbasierte Stapelsysteme.

Vertikale Säule

Die vertikale Säule dagegen ist eine Weiterentwicklung des Stapelsystems. Im Grunde ist das Stapeln ja nichts anderes als zwei oder drei horizontale Grows übereinander.

Bei der vertikalen Säule wachsen die Pflanzen seitlich an einer Säule; Wasser und Nährstoffe tropfen von oben zu den Pflanzen.

Damit holst du noch mehr Ertrag raus und nutzt den Platz maximal aus.

Wie jedes Anbausystem hat auch der vertikale Grow eine Reihe von Vor- und Nachteilen.

Der große Vorteil: Du kannst mehr Cannabis auf weniger Fläche anbauen. Vertikal angebaut lässt sich außerdem Energie sparen und die Effizienz steigern. Und dank fertiger Komplettsysteme auf dem Markt ist die Installation relativ easy.

Auf der anderen Seite stehen höhere Anfangskosten: Langfristig rechnet sich vertikaler Anbau zwar besser, aber gutes Equipment treibt die Startkosten über das, was ein horizontaler Grow kostet. Meist brauchst du von Anfang an eine ausgefeilte Klimasteuerung, Sensoren, Regale und Leitern.

Vertikaler Anbau macht außerdem mehr Arbeit, weil du die Pflanzenhöhe genau im Blick behalten und steuern musst. Das kann heißen: Leitern und selbstgebaute Gerüste rauf und runter.

Das Raumklima ist beim Growen ohnehin ein großes Thema. Von der Temperatur bis zur Luftzirkulation verbringen Grower viel Zeit damit, die Werte im grünen Bereich zu halten. Weil zusätzlich die Höhe genutzt wird, brauchst du eine ausgefeilte Klimasteuerung, damit die Qualität der Pflanzen auf jedem Quadratmeter stimmt.

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