CBD bei Fibromyalgie: Was es bei Schmerzen und Schlafproblemen bringen kann
GESUNDHEIT

CBD bei Fibromyalgie: Was es bei Schmerzen und Schlafproblemen bringen kann

Schmerzen überall, kaum Schlaf, ständig müde: wo CBD bei Fibromyalgie ansetzen könnte und worauf du bei Dosis und Produkt achten solltest.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

CBD kann bei Fibromyalgie eine Ergänzung sein: Erste Studien und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass es Schmerzen dämpfen, den Schlaf verbessern und Angst lindern könnte, eine geprüfte Standardtherapie ist es aber nicht. Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung mit Schmerzen am ganzen Körper, druckempfindlichen Weichteilen, Erschöpfung und Schlafproblemen. Wer CBD ausprobieren will, sollte das mit Arzt oder Ärztin absprechen, auch wegen möglicher Wechselwirkungen.

Was ist Fibromyalgie?

Kurz erklärt: Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die sich durch Schmerzen in Muskeln und Gelenken am ganzen Körper und durch druckempfindliche Punkte an bestimmten Stellen äußert. Dazu kommen oft anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und weitere Beschwerden, die die Lebensqualität stark einschränken.

Typische Symptome der Fibromyalgie

Die Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, am häufigsten sind aber:

  • Anhaltende Schmerzen in Muskeln und Gelenken am ganzen Körper.
  • Chronische Erschöpfung.
  • Schlafprobleme oder Schlaflosigkeit.
  • Steife Muskeln am Morgen.
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme.
  • Kopfschmerzen.
  • Kribbeln in Händen und Füßen.
  • Depression und Angst.

Wie wird Fibromyalgie behandelt?

Die Behandlung zielt meist darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Medikamente: Schmerzmittel, Antidepressiva und Antiepileptika werden eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und den Schlaf zu verbessern.
  • Physiotherapie: Physio- und Ergotherapie können die Beweglichkeit verbessern und Einschränkungen im Alltag verringern.
  • Regelmäßige Bewegung: Sanftes, regelmäßiges Training kann die Muskelkraft stärken und die Erschöpfung verringern.
  • Kognitive Verhaltenstherapie: Sie hilft Betroffenen, Strategien für den Umgang mit Schmerz und Stress zu entwickeln.
  • Ergänzende Verfahren: Manche suchen zusätzlich Linderung durch Akupunktur, Chiropraktik oder Naturheilkunde.
CBD-Creme im Tiegel

Welche Rolle kann CBD bei Fibromyalgie spielen?

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Wirkstoff aus der Cannabispflanze, der wegen seines möglichen schmerzlindernden und entzündungshemmenden Potenzials Aufmerksamkeit bekommt, und das ganz ohne das High, das man von THC (Tetrahydrocannabinol) kennt.

CBD und die Symptome der Fibromyalgie

  • Weniger Schmerzen: CBD könnte helfen, die Schmerzintensität bei Fibromyalgie zu senken. Es wirkt auf das Endocannabinoid-System des Körpers, das an der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist.
  • Besserer Schlaf: Schlafprobleme sind bei Fibromyalgie häufig. CBD kann beruhigend wirken und so zu erholsamerem Schlaf beitragen.
  • Weniger Entzündung: Chronische Entzündungen könnten zu den Schmerzen beitragen. CBD werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, die hier ansetzen könnten.
  • Angst und Depression: Viele Menschen mit Fibromyalgie haben auch mit Angst und Depression zu kämpfen. In einigen Studien zeigte CBD angstlösende und antidepressive Effekte.

Tipps für CBD bei Fibromyalgie

  • Sprich mit deinem Arzt: Bevor du CBD gegen Fibromyalgie nimmst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. CBD kann mit anderen Medikamenten wechselwirken und sollte ärztlich begleitet werden.
  • Die richtige Dosis: Die passende CBD-Menge ist individuell. Fang niedrig an und steigere langsam, bis die Symptome besser werden.
  • Auf Qualität achten: Kauf CBD-Produkte nur in guter Qualität aus seriösen, geprüften Quellen.
  • Nebenwirkungen: CBD wird meist gut vertragen, manche bekommen aber einen trockenen Mund, Appetitveränderungen oder Durchfall. Das ist meist mild und legt sich mit der Zeit.

CBD ist vielversprechend als Ergänzung bei Fibromyalgie, aber hol dir ärztlichen Rat, bevor du startest. Fibromyalgie ist eine komplexe Erkrankung, und auch wenn CBD manchen Betroffenen Linderung bringt, ist es keine Lösung für alle. Gut begleitet kann CBD helfen, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

CBD vs. THC: Ist das dasselbe?

Nein, CBD und THC sind nicht dasselbe. Cannabis enthält über 500 organische Verbindungen, mindestens 113 davon sind Cannabinoide. Therapeutisch stechen CBD und THC heraus. THC, also Tetrahydrocannabinol, ist der wichtigste psychoaktive Stoff der Pflanze und für das High verantwortlich, für das Cannabis bekannt ist.

CBD macht nicht high, THC schon. Beide haben aber therapeutisches Potenzial, das sich verstärken kann, wenn sie zusammen wirken. Man spricht von einem synergistischen Effekt: CBD könnte bestimmte Eigenschaften von THC verstärken, etwa die schmerzlindernden (mögliche Effekte gegen Krebs wurden nur im Labor untersucht), und gleichzeitig dessen psychoaktive Wirkung abschwächen.

Was ist CBD und wofür wird es genutzt?

CBD wurde 2018 erstmals als Arzneimittel zugelassen, und zwar von der US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) unter dem Namen „Epidiolex“ zur Behandlung von Krampfanfällen bei Kindern mit schweren Epilepsieformen. Darüber hinaus nutzen weltweit viele Menschen CBD bei verschiedenen Beschwerden, etwa gegen Schmerzen, für besseren Schlaf und fürs allgemeine Wohlbefinden.

Neben bestimmten Epilepsieformen deuten einige Studien darauf hin, dass CBD Angst lindern könnte, etwa bei Menschen mit Schizophrenie, Psychosen oder verschiedenen Suchterkrankungen.

CBD werden viele therapeutische Eigenschaften zugeschrieben. Untersucht wird es bei Stress, Depression und psychischen Erkrankungen, außerdem als möglicher Nervenschutz und Muskelentspanner. Deshalb wird es, immer von Fachleuten, auch palliativ gegen Körperschmerzen und andere Beschwerden eingesetzt.

CBD-reiches Cannabisöl wird im Alltag als Nahrungsergänzung, äußerlich oder als Arzneimittel genutzt, um diese Beschwerden zu lindern:

  • chronische Schmerzen,
  • Entzündungen bei entzündlichen Darm- oder Hauterkrankungen,
  • Angst,
  • Depression,
  • Schwere und Häufigkeit von Anfällen bei therapieresistenter Epilepsie und mehr.

Cannabisöl wird außerdem bei Symptomen neurologischer oder neuropsychiatrischer Erkrankungen eingesetzt, zum Beispiel bei:

  • Multipler Sklerose,
  • Alzheimer,
  • Parkinson,
  • Schizophrenie.

CBD ist nur einer von über 500 bekannten Wirkstoffen und einer von über 100 verschiedenen Cannabinoiden der Cannabispflanze.

CBD-Öl mit Pipette

Wie wirkt CBD im Gehirn?

Gehirn, Rückenmark und das periphere Nervensystem tragen die körpereigenen Rezeptoren CB1 und CB2, die mit Cannabinoiden interagieren. Diese Wechselwirkung beeinflusst die natürlichen Reaktionen des Körpers auf Stress, Angst und Schmerz. Homöostase nennt man die Selbstregulierung der Körperfunktionen, und einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass CBD-Öl diesen natürlichen Prozess unterstützen könnte.

CBD-Produkte

Wie nimmt man CBD-Öl gegen Schmerzen?

CBD kannst du je nach Produkt einnehmen oder auf die Haut auftragen. Die Auswahl ist groß: Öle und Weichkapseln, die gegen Angst helfen sollen, aber auch entspannende Badesalze, Cremes und Massageöle. Rauchen geht natürlich auch, aber wenn du CBD therapeutisch nutzt, verzichte lieber auf die Verbrennung und greif zu gesünderen Konsumformen.

Verschiedene Studien zeigen, dass CBD eine deutlich krampflösende Wirkung hat, die bei bestimmten Epilepsieformen gut funktioniert. Dass es nicht high macht, hat seine Verbreitung stark beschleunigt.

Dank moderner Züchtung gibt es Sorten, die fast nur CBD enthalten, sodass du kein THC mit seiner psychoaktiven Wirkung mitnehmen musst.