CBD für Hunde und Katzen: Wobei es helfen kann und wie du dosierst
GESUNDHEIT

CBD für Hunde und Katzen: Wobei es helfen kann und wie du dosierst

Gelenke, Epilepsie, Angst: Was die bisherige Forschung zu CBD bei Haustieren hergibt und warum THC für dein Tier tabu ist.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

CBD für Haustiere: Was es kann und was nicht

Kann CBD Hunden und Katzen helfen? Erste Studien deuten darauf hin, dass CBD bei Gelenkschmerzen, Epilepsie und Angst unterstützen kann, die Forschung an Tieren steht aber noch am Anfang. Der erste Weg führt immer zur Tierarztpraxis, denn Dosis und Produkt hängen von Tierart, Gewicht und Beschwerden ab. Und manchmal ist schwer zu erkennen, was dein Tier gestresst oder nervös gemacht hat, warum es sich so verhält, was genau ihm wehtut und was ihm helfen könnte. 

Klar, zuerst gehst du zum Tierarzt oder zur Tierärztin. Gut zu wissen ist aber auch: Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass CBD Haustieren bei Problemen von chronischen Schmerzen bis zu Angstsymptomen helfen kann. Menge und Art der Gabe können sich bei einer CBD-Therapie je nach Erkrankung, Tierart, Gewicht usw. stark unterscheiden. Deshalb solltest du nicht auf eigene Faust experimentieren. 

Wirbeltiere haben ein körpereigenes Botensystem, das Endocannabinoid-System (ECS). Es hilft dabei, Schlaf, Appetit, Schmerz, Immunsystem und vieles mehr zu regulieren. CBD wirkt auf dieses System ein und kann so Nervensystem, Verdauung, Immunsystem und Gehirn beeinflussen. Das klappt, weil dein Haustier ein Endocannabinoid-System hat, das unserem sehr ähnlich ist. Deshalb kann CBD bei Tieren überhaupt etwas bewirken.

Wobei CBD-Öl deinem Haustier helfen kann

Gelenkprobleme: Die Schmerzmittel, die Tierärzt:innen bei solchen Beschwerden häufig verschreiben, können auf Dauer Gelenke, Weichteile und Leber deines Tieres belasten. CBD könnte entzündungshemmend wirken, mit weniger Nebenwirkungen als manche klassischen Medikamente. Die Datenlage bei Haustieren ist aber noch dünn. Über das Endocannabinoid-System kann CBD Entzündungsprozesse beeinflussen und verändern, wie das Gehirn auf Schmerz reagiert. Ein Beispiel: Hunde mit Arthrose, Hüftdysplasie, Zerrungen, Verstauchungen oder Bänderrissen könnten von einer CBD-Therapie profitieren. 

Haustiere mit Krebs: Hunde erkranken relativ häufig an Krebs: Schätzungen zufolge trifft es etwa die Hälfte der Hunde über zehn Jahre. Einige Labor- und Tierstudien untersuchen CBD bei Krebs, es gibt aber noch keinen Beleg, dass es Krebs bei Haustieren behandeln kann. In einer Studie an Mäusen verlangsamte CBD das Wachstum von Brustkrebszellen. 2018 stellten Forschende fest, dass CBD die Überlebenszeit von Mäusen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs verlängerte. Weitere Studien an Labortieren deuten darauf hin, dass CBD-Öl gegen Krebszellen wirken und das Tumorwachstum bremsen könnte.

Krampfanfälle und Epilepsie:

Die meisten Tierärzt:innen behandeln Epilepsie und Krampfanfälle mit Antiepileptika, die aber Leber und andere Organe belasten können. Forschende der Colorado State University haben CBD als Behandlung bei Hunden mit Epilepsie untersucht. In dieser kleinen Pilotstudie mit wenigen Hunden hatten 89 % der Tiere, die CBD bekamen, weniger Anfälle.

Angst:

Angst ist einer der häufigsten Gründe, warum Halter:innen ihrem Tier CBD geben. Auslöser gibt es viele, etwa Geräuschangst (Stichwort Silvester), Aggression, eine neue Umgebung oder Trennungsangst. Ein Vorteil von CBD bei solchen Problemen: Es hat meist nur wenige Nebenwirkungen. 

Ein großer Pluspunkt von CBD für Haustiere: Es lässt sich schnell und direkt über das Maul geben, zum Beispiel als Öl oder Konzentrat. Meist wirkt es nach 5 bis 20 Minuten.

Ganz wichtig: Sprich immer mit deiner Tierarztpraxis, bevor du mit einer CBD-Therapie anfängst (und gib deinem Tier nie Produkte mit THC, denn THC ist für Hunde und Katzen giftig). Jedes Tier braucht eine andere Dosis und Häufigkeit. 

Katzen und Cannabis

Was passiert, wenn ich meinem Hund CBD gebe?

Wenn du deinem Hund CBD gibst, solltest du wissen: Es fehlt noch an eindeutiger Forschung dazu, wie genau CBD bei Haustieren wirkt. Erste Studien und Erfahrungsberichte von Halter:innen deuten aber darauf hin, dass CBD Hunden guttun kann.

CBD für Haustiere, vor allem für Hunde, ist in den letzten Jahren als natürliche Option beliebt geworden, um Beschwerden zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Halter:innen berichten, dass CBD Angst reduziert, Stress dämpft und Entzündungen bei Hunden mindert.

Wichtig: CBD ist nicht dasselbe wie THC, der psychoaktive Wirkstoff im Cannabis. CBD-Produkte für Tiere enthalten in der Regel sehr wenig oder gar kein THC, dein Hund sollte also nicht high werden. Aber Achtung: THC ist für Hunde und Katzen giftig. Gib ihnen nie Produkte mit THC und lass keine Buds oder Edibles herumliegen.

Bevor du deinem Hund CBD gibst, sprich unbedingt mit deiner Tierarztpraxis. Dort kann man den Gesundheitszustand und die Bedürfnisse deines Hundes einschätzen und dir passende Empfehlungen geben. Nimm außerdem nur CBD-Produkte, die speziell für Tiere gemacht sind, und halte dich an die Dosierangaben des Herstellers.

Wie viel CBD darf ein Hund bekommen?

Die richtige CBD-Dosis für Hunde hängt von mehreren Faktoren ab, etwa vom Gewicht, vom Gesundheitszustand und von der Konzentration des Produkts. Eine Dosis, die für alle Hunde passt, gibt es nicht. Sprich deshalb vorher mit deiner Tierarztpraxis.

Grundsätzlich gilt: niedrig anfangen und bei Bedarf langsam steigern. CBD-Produkte für Tiere haben meist eigene Dosierangaben nach Körpergewicht. Manche Produkte empfehlen zum Beispiel 0,25 bis 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht.

CBD für Hunde gibt es meistens als Öl oder Tinktur. Dosiert wird in Tropfen, die du entweder direkt ins Maul gibst oder unters Futter mischst.

Wie schnell CBD bei Hunden wirkt, ist unterschiedlich. Manche Hunde spüren sofort Erleichterung, bei anderen dauert es länger, bis sich etwas tut. Meist wird empfohlen, mindestens eine Woche regelmäßig zu geben und erst dann die Dosis anzupassen.

Welche Tiere dürfen CBD bekommen?

Säugetiere haben ein Endocannabinoid-System, das unserem ähnlich ist. Das spricht dafür, dass sie ähnlich auf CBD reagieren können. Trotzdem reagiert jede Art und jedes einzelne Tier unterschiedlich empfindlich. Wenn es nicht um Hund oder Katze geht, solltest du deshalb erst recht vorher tierärztlichen Rat einholen.

Wie bei Hunden und Katzen gilt: Nimm nur CBD-Produkte, die speziell für Tiere gemacht sind, und halte dich an die empfohlene Dosierung. Die tierärztliche Begleitung ist entscheidend, damit dein Tier während der CBD-Gabe sicher und gesund bleibt.