
CBD gegen Schmerzen: Anwendung, Tropfen und Nebenwirkungen
Öl, Kapsel oder Creme, wie viele Milligramm und worauf du bei Medikamenten achten musst: CBD bei Schmerzen nüchtern erklärt.
CBD gegen Schmerzen: Wie hilft Cannabidiol?
CBD (Cannabidiol) könnte bei Schmerzen helfen: Studien deuten darauf hin, dass es über das Endocannabinoid-System die Schmerzweiterleitung dämpft und Entzündungen hemmt, ohne high zu machen. Die Forschung steht aber noch am Anfang; als grober Rahmen werden oft 10 bis 40 mg pro Tag genannt, mit einem Einstieg bei 5 bis 10 mg und am besten in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. CBD ist eine von 545 Substanzen, die bisher in der Cannabispflanze gefunden wurden. Zu den sogenannten Cannabinoiden gehören neben CBD unter anderem THC. THC wirkt psychoaktiv, CBD nicht, und es kann sogar einige Effekte von THC abmildern.
Gehirn, Rückenmark und peripheres Nervensystem tragen die körpereigenen Rezeptoren CB1 und CB2, die mit Cannabinoiden interagieren. Dieses Zusammenspiel aktiviert die natürlichen Reaktionen des Körpers auf Stress, Angst und Schmerz. Homöostase ist die Selbstregulation der Körperfunktionen, und einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass CBD diesen natürlichen Prozess unterstützen könnte.
Lange drehte sich in der Cannabiswelt alles um Sorten mit möglichst viel THC, weil alle den psychoaktiven Kick suchten. Das hat sich längst geändert: THC-starke Sorten werden zwar weiter konsumiert, aber die Vorteile von CBD bekommen immer mehr Aufmerksamkeit.

CBD werden viele therapeutische Eigenschaften zugeschrieben. Es wird bei Stress, Depression und psychischen Erkrankungen eingesetzt. Es gilt als neuroprotektiv und muskelentspannend und wird deshalb (immer von Fachleuten) bei Krampfanfällen und begleitend gegen körperliche Schmerzen und andere Beschwerden empfohlen.
In den USA sind Schätzungen zufolge mehr Menschen von Schmerzen betroffen als von Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen zusammen. Wer mit chronischen oder akuten Schmerzen lebt, sucht vor allem eins: eine sichere und wirksame Methode, sie in den Griff zu bekommen. Gängige Schmerzmittel sind Paracetamol und Opioide. Viele davon haben Nebenwirkungen oder führen bei längerer Einnahme in die Abhängigkeit.
CBD kann auf mehreren Wegen gegen Schmerzen wirken. Es regt das Endocannabinoid-System an, das unter anderem Stimmung, Gedächtnis und Schmerzempfinden mitsteuert. Studien deuten darauf hin, dass CBD den Glutamatspiegel in Gehirn und Rückenmark senkt, und Glutamat wird mit verstärkter Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung in Verbindung gebracht. Außerdem scheint CBD die Signalwirkung von Anandamid im Gehirn zu verstärken. Anandamid wird oft „Glücksmolekül“ genannt, ein gesunder Spiegel hängt mit Wohlbefinden und guter Laune zusammen.
Wie wendest du CBD gegen Schmerzen an?
Die Forschung zur Wirkung von CBD auf Schmerzen steht zwar noch am Anfang, es gibt aber Hinweise, dass CBD auf verschiedene Arten Schmerzen lindern kann.
CBD gibt es in vielen Formen: Öle, Kapseln, Cremes, Lebensmittel und Getränke. Welche Form für dich passt, hängt von dir und der Art deiner Schmerzen ab.
Eine gängige Variante sind Öle oder Kapseln. Du nimmst sie oral ein, aufgenommen werden sie über den Verdauungstrakt. Die passende Dosis hängt von der Person und der Art der Schmerzen ab. Halte dich deshalb an die Packungsangaben und sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt über die richtige Dosis.
Eine andere Möglichkeit sind Cremes und Lotionen, die du direkt auf die Haut aufträgst. Viele Anwender:innen berichten, dass sie Muskel- und Gelenkschmerzen spürbar lindern. Wie bei oralen Produkten hängen Menge und Häufigkeit von der Art der Schmerzen und von dir ab.

Wie viele Tropfen CBD bei Schmerzen?
Wie viele Tropfen CBD (Cannabidiol) du bei Schmerzen brauchst, hängt von der Konzentration des Produkts, von dir und von der Art der Schmerzen ab. Eine einheitliche Empfehlung gibt es nicht, denn jeder Körper ist anders und braucht eine andere Dosis.
Grundsätzlich gilt: niedrig anfangen und langsam steigern, bis du die Dosis findest, die dir Linderung bringt. Manche Hersteller geben eine Dosierempfehlung auf dem Etikett an. Wenn nicht, besprich die passende Dosis mit einer Fachperson.
Als grober Rahmen werden bei Schmerzen oft 10 bis 40 mg CBD pro Tag genannt. Das kann je nach Schmerzart und Person schwanken. Manche starten mit 5 bis 10 mg und steigern bei Bedarf nach und nach.
Wichtig: Die Wirkung von CBD kann etwas auf sich warten lassen und fällt bei jedem anders aus. Also Geduld haben und die Dosis bei Bedarf anpassen, bis du die gewünschte Linderung spürst.

Wobei wird CBD eingesetzt?
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Krampfanfälle
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Entzündungen
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Schmerzen
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Psychosen und psychische Erkrankungen
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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
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Übelkeit
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Migräne
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Depression
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Angst
CBD kannst du je nach Produkt oral einnehmen oder äußerlich auftragen. Die Auswahl ist riesig, von Ölen und Weichkapseln, die angeblich gegen Angst helfen, bis zu entspannenden Badesalzen, Cremes und Ölen. Rauchen geht natürlich auch, aber wenn du CBD therapeutisch oder medizinisch nutzt, verzichte lieber auf Verbrennung und nimm gesündere Konsumformen.
Verschiedene Studien zeigen, dass bei CBD eine deutliche krampflösende Wirkung bei einigen Formen von Epilepsie belegt ist, und weil es nicht psychoaktiv wirkt, wird es dort immer häufiger eingesetzt.
Dank moderner Anbautechnik gibt es Sorten, die praktisch nur CBD enthalten, ohne das psychoaktive Cannabinoid THC mitzukonsumieren.
Auch wenn CBD nicht psychoaktiv ist und als sicher gilt, kann es Nebenwirkungen haben. Dazu gehören Übelkeit, Müdigkeit und Reizbarkeit. CBD kann außerdem den Spiegel von Blutverdünnern und anderen Medikamenten im Blut erhöhen, weil es mit ihnen um dieselben Leberenzyme konkurriert, die sie abbauen. „Menschen, die hohe Dosen CBD einnehmen, können auffällige Leberwerte im Blutbild zeigen“, schreibt Harvard Health Publishing. Viele rezeptfreie Medikamente wie Paracetamol haben denselben Effekt.

CBD ist der Cannabis-Wirkstoff, der am häufigsten medizinisch und therapeutisch genutzt wird, und er wird als mögliche Behandlung für eine lange Liste von Erkrankungen erforscht. Aber wie bei allem rund um Cannabis gibt es noch eine Menge zu lernen.
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