Durchfall nach dem Kiffen: Warum Cannabis auf den Darm schlägt
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Durchfall nach dem Kiffen: Warum Cannabis auf den Darm schlägt

Selten Thema, aber real: Warum manche nach Gras oder Edibles Durchfall bekommen und was du dagegen tun kannst.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Cannabis kann bei manchen Menschen Durchfall auslösen, weil Cannabinoide an Rezeptoren im Darm andocken, die die Verdauung mitsteuern – und weil Inhaltsstoffe der Pflanze, hohe Dosen oder Edibles einen empfindlichen Magen reizen können. Es ist eine der weniger bekannten Nebenwirkungen und trifft längst nicht alle – meist helfen eine Pause, weniger Edibles und viel trinken.

Wie Cannabis mit deinem Verdauungssystem zusammenspielt

Das Endocannabinoid-System (ECS), das körpereigene Netzwerk aus Cannabinoid-Rezeptoren und Botenstoffen, steuert eine ganze Reihe von Prozessen, darunter die Verdauung. Cannabis wirkt direkt auf das ECS, und im Magen-Darm-Trakt sitzen besonders viele Cannabinoid-Rezeptoren. Dieses Zusammenspiel kann die Verdauung beeinflussen.

Warum bekommst du Durchfall vom Kiffen? Mögliche Ursachen

Der Zusammenhang zwischen Cannabis und Durchfall ist noch nicht vollständig verstanden. Es gibt aber ein paar Theorien, warum manche diese Nebenwirkung erleben:

  1. Gereizter Magen: Manche reagieren auf die chemischen Verbindungen im Cannabis mit Magenreizungen, was zu Durchfall führen kann.
  2. Edibles: Esswaren mit Cannabis wie Brownies oder Space Cookies wirken bekanntlich stärker und länger als Rauchen oder Verdampfen. Das kann auf den Magen schlagen und in manchen Fällen Durchfall auslösen.
  3. Individuelle Empfindlichkeit: Jeder Körper reagiert anders auf Cannabis, und manche Menschen sind im Magen-Darm-Bereich einfach empfindlicher.

Was hilft gegen Durchfall nach dem Kiffen?

Wenn du nach dem Konsum Durchfall bekommst, kannst du Folgendes tun:

  1. Pause machen: Wenn du vermutest, dass Cannabis der Auslöser ist, reduzier den Konsum oder setz ihn eine Weile aus und schau, ob die Beschwerden besser werden.
  2. Konsumform wechseln: Wenn du meistens Edibles isst und Magenprobleme bekommst, probier stattdessen Rauchen oder Verdampfen – diese Methoden machen der Verdauung seltener Ärger.
  3. Viel trinken: Bei Durchfall ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, damit du nicht dehydrierst.
  4. Ärztlichen Rat holen: Wenn der Durchfall anhält oder heftig ist, lass das ärztlich abklären, um andere Ursachen auszuschließen.

Fazit

Der Zusammenhang zwischen Cannabis und Durchfall ist komplex und von Mensch zu Mensch verschieden. Wenn du nach dem Konsum Durchfall bekommst, hör auf deinen Körper und kümmere dich um die Symptome. Ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt kann dir zusätzliche Orientierung geben und helfen, die beste Strategie für deine Situation zu finden.

Häufige Fragen:

  • Was tun bei schwarzem Stuhl? Schwarzer Stuhl kann ein Zeichen für eine Blutung im Magen-Darm-Trakt sein und sollte sofort ärztlich abgeklärt werden.
  • Mir geht's nach einem Space Brownie schlecht – was jetzt? Wenn du dich nach einem Brownie mit Gras schlecht fühlst, hast du möglicherweise eine unerwünschte Reaktion. Hör auf zu konsumieren und hol dir bei Bedarf medizinische Hilfe.
  • Was bringt es, mit dem Kiffen aufzuhören? Eine Kiffpause kann verschiedene gesundheitliche Vorteile haben, darunter eine bessere Lungenfunktion und weniger Verdauungsprobleme.
  • Schlägt Cannabis auf den Magen? Manche Menschen bekommen als Nebenwirkung Magenbeschwerden oder Durchfall, das hängt aber stark von der individuellen Empfindlichkeit ab.

Denk dran: Jeder Mensch reagiert anders auf Cannabis. Was bei dem einen Beschwerden auslöst, merkt die andere vielleicht gar nicht. Hör immer auf deinen Körper und hol dir ärztlichen Rat, wenn du dir Sorgen um die Auswirkungen von Cannabis auf deine Gesundheit machst.

Cannabis und Verdauung

Welche Wirkung hat Cannabis auf den Magen?

Cannabis kann verschiedene Effekte auf den Magen und das gesamte Verdauungssystem haben. Wie stark, hängt von der Person und der Dosis ab. Hier ein Überblick über die häufigsten Effekte:

  1. Appetitanregung: Cannabis ist dafür bekannt, Hunger zu machen – der berühmte Fressflash, auch „Munchies“ genannt. Das kann dazu führen, dass du mehr isst als sonst oder dich überfrisst, was die Verdauung belasten und auf den Magen schlagen kann.
  2. Muskelentspannung: Cannabis, vor allem das Cannabinoid THC, kann muskelentspannend wirken. Das kann Krämpfe im Magen oder Darm lindern, was für Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) hilfreich sein könnte.
  3. Weniger Entzündung: Einige Studien deuten darauf hin, dass Cannabinoide wie CBD entzündungshemmend wirken. Das könnte Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn zugutekommen.
  4. Magenbeschwerden: Bei manchen Menschen kann Cannabis Magenbeschwerden, Übelkeit oder Erbrechen auslösen, besonders bei hohen Dosen oder Edibles. Diese Nebenwirkung ist unangenehm und kann die Verdauung stören.
  5. Verändertes Zeitgefühl: Manche nehmen Zeit unter Cannabis anders wahr. Dadurch kann es sich so anfühlen, als würde die Verdauung langsamer oder schneller laufen als sonst.
  6. Durchfall: Wie oben beschrieben, kann Cannabis in manchen Fällen Durchfall auslösen. Der genaue Grund ist nicht vollständig geklärt, könnte aber mit Magenreizungen oder individueller Empfindlichkeit zusammenhängen.
  7. Schmerzlinderung: Cannabis, insbesondere CBD, wird teilweise eingesetzt, um Bauchschmerzen bei Erkrankungen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu lindern.

Was macht Cannabis im Darm?

Cannabis und seine Wirkstoffe, die Cannabinoide, können im Darm verschiedene Effekte haben, weil der Körper ein Endocannabinoid-System besitzt. Dieses System reguliert eine Reihe körperlicher Prozesse, darunter auch die Arbeit des Magen-Darm-Trakts. Hier einige der möglichen Effekte von Cannabis im Darm:

  1. Einfluss auf die Darmbewegung: Cannabinoide, vor allem THC, können die Darmmotilität beeinflussen, also wie die Nahrung durch das Verdauungssystem wandert. Bei manchen Menschen kann Cannabis diesen Prozess verlangsamen, was bei Magen-Darm-Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) Entspannung bringen und Darmkrämpfe lindern könnte.
  2. Weniger Entzündung: Studien deuten darauf hin, dass einige Cannabinoide wie CBD entzündungshemmende Eigenschaften haben. Das könnte Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa helfen, Entzündungen zu reduzieren und Symptome zu lindern.
  3. Linderung von Bauchschmerzen: Patient:innen mit Magen-Darm-Erkrankungen berichten, dass Cannabis Bauchschmerzen lindern kann, vor allem wenn die Schmerzen von Entzündungen oder Muskelkrämpfen kommen.
  4. Appetitanregung: Cannabis macht bekanntlich Hunger, Stichwort „Munchies“. Das könnte Menschen helfen, die wegen medizinischer Behandlungen wie einer Chemotherapie ihren Appetit verlieren.
  5. Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich: Trotz möglicher Vorteile können beim Konsum unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Häufiger passiert das bei hohen Dosen oder beim Konsum von Edibles.