Ertrag und Potenz: So erntest du mehr Gras, das auch richtig knallt
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Ertrag und Potenz: So erntest du mehr Gras, das auch richtig knallt

Genetik, Licht, Dünger und Klima setzen die Obergrenze für deine Ernte – so holst du mehr Gewicht und mehr Wirkung aus deinen Buds.

VON CosechaLibre Redaktion6 MIN LESEZEIT

Grower beim Trimmen der Ernte

Wie viel und wie starkes Gras du erntest, hängt vor allem an vier Stellschrauben: Genetik, Nährstoffe, Klima und Licht. Die Genetik setzt die Obergrenze für Ertrag und THC-Gehalt, der Rest entscheidet, wie nah du an diese Grenze rankommst. Klar ist aber auch: Jeder Grower will eine erfolgreiche, möglichst lohnende Ernte – egal wofür. Manche wollen mehr zum Rauchen, andere machen daraus Destillate, Öle oder Cremes für medizinische Zwecke. Manche fahren nur einen Grow im Jahr, um die Stromkosten im Rahmen zu halten, andere lieber mehrere kleine, damit das ganze Jahr über etwas da ist. Es gibt einige Techniken und Punkte, mit denen aus einem durchschnittlichen Grow ein richtig guter wird. Indica-Sorten bringen wegen ihres Wuchses meist mehr Ertrag als Sativas: Sie strecken sich weniger und bilden mehr Seitentriebe, also mehr Blüten. Mehr Pflanzen pro Fläche heißt nicht automatisch mehr Ernte. Viele Pflanzen auf engem Raum treiben die Luftfeuchte hoch, begünstigen Krankheiten und nehmen sich gegenseitig das Licht. Zu viel Dünger, zu viel Wasser oder zu viel Licht bringen auch nicht mehr Ertrag. Viel wahrscheinlicher ist, dass deine Pflanzen gestresst werden. Das natürliche Wachstum künstlich zu beschleunigen oder die Pflanzen in der Wachstumsphase zu stressen, schadet dem Ertrag ebenfalls: Die Blüten entwickeln sich dann oft nicht richtig oder zeigen sogar Mangelerscheinungen. Schauen wir uns also an, welche Faktoren im Anbau wirklich für mehr Ernte sorgen.

Trimmen von Cannabisblüten nach der Ernte

Genetik: Wenn du den Ertrag steigern willst, ist die Sortenwahl einer der wichtigsten Punkte: Setz auf Sorten, die genetisch auf kräftiges Wachstum und viele Blüten ausgelegt sind. Dabei gilt: Landrassen (ursprüngliche, regionale Sorten) bringen immer weniger Ertrag als moderne Hybriden von Samenbanken. Andererseits bleiben Charakter und Potenz, die Cannabis ausmachen, in regulären Samen besser erhalten als in Hybriden. Ein Autoflower-Samen ist also nicht dasselbe wie ein feminisierter Samen, und innerhalb jeder Samenart gibt es wiederum ganz unterschiedliche Sorten. Bekannt für ihren hohen Ertrag sind zum Beispiel Big Bud, Critical +, Monster, Critical Kush, King Kong und White Rhino. Bei der Genetik lohnt es sich, bei erfahrenen Samenbanken nachzufragen, welche Sorten potenziell viel Ertrag bringen. Nährstoffe: Unter normalen Bedingungen und ohne Probleme gedeiht Cannabis meist von allein. An vielen Orten wächst die Pflanze wild, ganz ohne Hilfe. Trotzdem machen die richtige Düngung und das richtige Gießen den Unterschied zwischen „Unkraut am Straßenrand“ und einer kräftigen Pflanze mit ordentlichem Ertrag. Ein gutes Substrat, hochwertige Dünger, die du in jeder Phase richtig einsetzt, und sinnvolles Gießen bringen dir deutlich mehr Ertrag. Wie oft du gießt, hängt vor allem vom Substrat ab. Sobald es trocken oder fast trocken ist, wird gegossen – Staunässe willst du vermeiden, denn sie lässt die Wurzeln faulen. Bei Düngern gibt es Wurzelstimulatoren, Wachstums-, Blüte- und Booster-Dünger, Enzyme, Zuckerzusätze und so weiter. Standard sind ein Wurzelstimulator plus der passende Wachstums- und Blütedünger. Unser Tipp: Bleib Ernte für Ernte bei derselben Marke und setz je nach Budget auf bekannte Hersteller mit gutem Ruf. Beim Düngen solltest du wissen, dass mineralische Dünger in der Regel schneller und stärker wirken als organische oder biologische. Viele Grower setzen trotzdem auf Bio, weil sie eine sauberere Ernte wollen. Andere spülen das Substrat vor der Ernte mit klarem Wasser, um möglichst wenig Düngerreste in den Blüten zu haben. Klima: Hier müssen wir zwischen Indoor und Outdoor unterscheiden. Indoor erzielst du in der Regel bessere Ergebnisse. Der Grund ist simpel: Drinnen kontrollierst du das Klima, in dem deine Pflanzen leben, draußen (Gewächshäuser ausgenommen) bist du dem Wetter komplett ausgeliefert. Deshalb wird outdoor in den wärmsten und trockensten Monaten angebaut. Indoor kannst du die Werte im Grow mit verschiedener Technik leicht steuern und an die Bedürfnisse deiner Pflanzen anpassen. Wird es zum Beispiel wegen der Lampe oder der Jahreszeit zu heiß, hilft ein Abluftventilator oder ein Kühlsystem. Auch die Luftfeuchte lässt sich indoor steuern: mit einem Entfeuchter, wenn sie zu hoch ist, oder mit einem Luftbefeuchter, wenn die Luft zu trocken ist (Pflanzen mit Wasser besprühen hilft nur in der Wachstumsphase – in der Blüte förderst du damit Schimmel).

Illustration Grow-Geschichten

Beim Licht ist klar: Fotosynthese ist der wichtigste Motor für Wachstum und Entwicklung jeder Pflanze. Innerhalb eines passenden Temperaturbereichs und im Rahmen der jeweiligen Lichtzyklen gilt also: Mehr Photonen (mehr für die Pflanze nutzbares Licht) bedeuten bessere Entwicklung. Alle drei Faktoren unterscheiden sich je nachdem, ob du indoor oder outdoor growst, und auch je nach Anbaumethode: Topf mit Torf, Kokos oder Fasern, Aeroponik, Hydroponik und so weiter.

Wie bekommst du mehr Blüten an die Pflanze?

Für mehr Blütenertrag kannst du an mehreren Stellen ansetzen:
  1. Die richtige Genetik: Sorten, die für viele Blüten und hohen Ertrag bekannt sind, machen oft den entscheidenden Unterschied. Hybriden oder Indica-dominante Sorten bringen meist dichtere und dickere Buds.
  2. Passende Beleuchtung: Gutes Licht ist das A und O für Wachstum und Blütenbildung. Hochwertige Growlampen mit richtig eingestellter Intensität und passendem Spektrum holen das Maximum aus deinen Buds.
  3. Ausgewogene Ernährung: Eine ausgewogene, passende Nährstoffversorgung ist Pflicht. Spezieller Cannabis-Dünger und ein durchdachtes Düngeschema sorgen für gesundes Wachstum und mehr Blüten.
  4. Schnitt- und Trainingstechniken: Schnitttechniken wie Topping (Kappen der Haupttriebspitze) oder das Entfernen der unteren Triebe und Trainingsmethoden wie LST (Low Stress Training) oder gezieltes Entlauben verteilen die Energie der Pflanze besser und fördern viele Blütenspitzen statt einer.
  5. Klima im Griff: Passende Temperatur, Luftfeuchte und Belüftung sind die Basis für gesunde Pflanzen und viele Blüten. Optimale Bedingungen holen das Maximum an Ertrag raus.

Wie steigerst du die Potenz deines Grases?

Wichtig vorweg: Wie stark dein Gras wird, hängt in erster Linie von der Genetik und den Cannabinoiden ab, die die Pflanze von Natur aus bildet. Ein paar Strategien helfen trotzdem, das Maximum an Potenz rauszuholen:
  1. Potente Sorten wählen: Sorten, die für hohe Cannabinoidwerte wie THC oder CBD bekannt sind, bringen mehr Potenz. Informier dich über die Sorten und nimm die mit den höchsten Werten der Cannabinoide, die du willst.
  2. Zum richtigen Zeitpunkt ernten: Der perfekte Erntezeitpunkt wirkt sich direkt auf die Potenz aus. Beobachte die Trichome (die Harzdrüsen auf den Blüten) und warte, bis sie ihre volle Reife erreicht haben – dann ist der Cannabinoidgehalt am höchsten.
  3. Sorgfalt im Grow: Optimale Bedingungen mit passendem Licht, ausgewogener Ernährung und gut kontrollierter Temperatur und Luftfeuchte beeinflussen, wie viele Cannabinoide die Pflanze bildet – und damit die Potenz.
  4. Fortgeschrittene Techniken: Schnitt, Training und gezielt eingesetzte Nährstoffe können helfen, die Cannabinoidproduktion zu maximieren und die Potenz zu steigern.

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