
Fast Flowering vs. photoperiodische Sorten: Was ist der Unterschied?
Gleicher Lichtwechsel, kürzere Wartezeit: So schlagen sich Fast-Versionen gegen klassische Photos und Autoflowers.
Fast-Flowering-Sorten (schnell blühende Sorten) brauchen wie klassische photoperiodische Sorten die Umstellung auf 12/12, sind aber schon nach rund sechs bis sieben Wochen Blüte erntereif. Photoperiodische Sorten hängen komplett vom Lichtzyklus ab und lassen dich die Wachstumsphase beliebig verlängern. Wer schneller ernten will, ohne auf Kontrolle zu verzichten, greift deshalb zu Fast-Flowering-Genetiken – wer Mutterpflanzen halten will, bleibt bei klassischen Photos.
Schnell blühende Sorten sind eine eigene Kategorie, bei der du keine Abstriche bei der Qualität machst. Die Blüten sind genauso potent wie bei normalen photoperiodischen Sorten – du kannst sie nur früher genießen.
Fast-Flowering-Sorten sind für Grower der ideale Mittelweg zwischen photoperiodischen Sorten und Autoflowers. Photos sind robust, kräftig und potent, brauchen aber länger bis zur Reife und kommen nur über den Lichtzyklus in die nächste Phase.
Autoflowers dagegen haben einen kurzen Lebenszyklus und blühen automatisch, ohne dass du die Wachstumsphase verlängern kannst. Diese Pflanzen werden reif, egal wie viel Licht sie bekommen.
Fast-Flowering-Sorten liegen genau dazwischen. Sie hängen wie Photos vom Licht ab, haben aber einen ähnlich kurzen Lebenszyklus wie Autoflowers.

Bei Fast-Flowering-Sorten kannst du die Wachstumsphase über den Lichtzyklus so lange ausdehnen, wie du willst. Solange die Pflanzen mehr als 12 Stunden Licht bekommen, gehen sie nicht in die Blüte.
Sobald du auf 12 Stunden Dunkelheit und 12 Stunden Licht umstellst, fangen sie an zu blühen und reifen schnell ab. Genau hier kommt der Autoflower-Anteil in der Genetik ins Spiel.
Immer mehr Grower setzen aus Bequemlichkeit auf schnell wachsende Samen. Diese Sorten blühen in kurzer Zeit ab, meist in etwa sechs bis sieben Wochen.
Ein gutes Beispiel für eine starke Fast-Version ist die Green Tiger, von BSF (im Shop von CosechaLibre in Argentinien erhältlich).
Green Tiger ist eine potente, kräftige Sorte mit beeindruckender Abstammung. Ultraschnelles Wachstum, ordentlich Power und starke Ernten in jedem Medium – die Sorte macht im Growraum genauso eine gute Figur wie in der Bong. Sie schmeckt fruchtig-süß, und Kenner erkennen sofort den typischen Skunk-Einschlag. Die Bombe hat einen Sativa-Anteil von 20 % und mit 22 % einen hohen THC-Gehalt. Indoor sind bis zu 650 g pro m² drin, outdoor kann jede Pflanze rund 600 g bringen. Als Fast-Flowering-Version liefert sie top Blüten nach nur 6 Wochen Blüte.
Reguläre bzw. photoperiodische Samen sind so, wie die Natur sie gemacht hat: Sie richten sich nach der Photoperiode. Sie brauchen eine Umstellung des Lichtzyklus, und es wachsen sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen.
Diese Sorten fangen an zu blühen, sobald sie ausgewachsen sind und merken, dass die Tage kürzer werden. Indoor hast du die Lichtphasen voll im Griff: In der Wachstumsphase (vegetative Phase) brauchen sie 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit, für den Start und die gesamte Blüte 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit.

Mit diesen Pflanzen kannst du Mutterpflanzen halten und Stecklinge schneiden, während die anderen Pflanzen weiter unter 18/6 wachsen. Solange photoperiodische Pflanzen in diesem Lichtbereich bleiben, bleiben sie dauerhaft in der Wachstumsphase und blühen nie – sie brauchen dann aber viel Pflege.
Ob du dich für eine Fast-Flowering-Sorte oder eine klassische photoperiodische Sorte entscheidest, hängt am Ende vor allem von deiner Geduld ab. Willst du schnell ernten, ist Fast Flowering die richtige Wahl. Willst du Mutterpflanzen halten oder der Pflanze ihren natürlichen Rhythmus lassen, sind photoperiodische Samen die bessere Option.
Was unterscheidet Fast-Sorten von Autoflowers?
Fast-Sorten und Autoflowers unterscheiden sich darin, wie sie wachsen und wann sie in die Blüte gehen.
Fast-Sorten wurden gezüchtet, um schneller zu wachsen als normale Sorten und die Blütezeit zu verkürzen. Meist sind es Hybriden mit Indica- und Sativa-Genen. Oft bringen Fast-Sorten eine größere und schnellere Ernte als normale Sorten, brauchen aber unter Umständen mehr Pflege und Aufmerksamkeit, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Autoflowers dagegen wurden so gezüchtet, dass sie automatisch blühen, ohne dass sich die Photoperiode ändern muss. Deshalb kannst du sie indoor wie outdoor anbauen, und die Ernte kommt schnell und planbar. Autoflowers sind oft einfacher zu growen als reguläre oder Fast-Sorten, weil sie weniger Pflege und Aufmerksamkeit brauchen.
Was sind photoperiodische Sorten?
Photoperiodische Sorten sind Cannabispflanzen, die sich nach der Photoperiode richten, also nach dem Verhältnis von Licht und Dunkelheit. Sie brauchen eine bestimmte Anzahl an Licht- und Dunkelstunden, um von der Wachstums- in die Blütephase zu wechseln. Photoperiodische Samen sind bei Growern beliebt, die Wachstum und Blüte ihrer Pflanzen selbst steuern wollen.
Autoflowers dagegen blühen automatisch und brauchen dafür keine bestimmte Photoperiode. Sie sind beliebt bei Growern, die eine schnelle und unkomplizierte Ernte wollen, weil du an der Beleuchtung nichts umstellen musst, damit sie blühen.
Photoperiodische Pflanzen kannst du indoor wie outdoor anbauen, und indoor steuerst du die Blütezeit über den Lichtzyklus. Typisch ist zum Beispiel ein Zyklus von 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit in der Wachstumsphase und danach die Umstellung auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit, um die Blüte einzuleiten.

Wie baust du Fast-Sorten an?
Wenn du schnell wachsende Sorten anbauen willst, fängt alles mit der richtigen Genetik an. Such dir Sorten aus, die für eine kurze Blütezeit bekannt sind. Diese „Fast“-Sorten wurden gezielt gezüchtet und gekreuzt, um den Wachstumszyklus zu beschleunigen und schneller reif zu werden. Beliebte schnelle Sorten sind zum Beispiel Northern Lights, Skunk #1 und Critical. Mit Sorten, die kürzer blühen, kommst du deutlich schneller vom Samen zur Ernte.
Genauso wichtig sind optimale Bedingungen, damit die Pflanzen ihr Tempo auch ausspielen können. Sorg in allen Phasen für genug Licht, ob Sonne oder Lampe. Setz auf gute Growlampen und stell die Photoperiode so ein, dass sie ideale Blühbedingungen nachahmt. Halte außerdem Temperatur und Luftfeuchte im passenden Bereich, damit die Pflanzen gesund und zügig wachsen.
Ebenfalls wichtig: die richtige Ernährung mit ausgewogenen, hochwertigen Nährstoffen. Nutze für jede Phase ein passendes Düngeschema und achte besonders auf die Makronährstoffe (Stickstoff, Phosphor und Kalium) und die Mikronährstoffe, die für eine gesunde, schnelle Entwicklung nötig sind.
Welche Fast-Genetiken sind die besten?
Diese Sorten blühen meist kürzer als andere:
Northern Lights:
Ein Klassiker, bekannt für schnelles Wachstum und kurze Blüte. Bringt dichte, harzige Buds und ist für ihre entspannende Wirkung beliebt.
Critical:
Auch sie ist für kurze Blütezeit und hohen Ertrag bekannt. Meist einfach zu growen, mit großen, schweren Buds.
Skunk #1:
Die Kultsorte gilt als schnellwüchsig und sehr robust. Eine wüchsige Sorte mit aromatischen, potenten Buds.
Super Lemon Haze:
Keine Fast-Sorte im engeren Sinn, blüht für eine Sativa aber relativ kurz. Bekannt für ihr Zitrusaroma und ihre anregende Wirkung.
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