Feminisierte Samen im Grow: 8 Tipps und die passenden Sorten
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Feminisierte Samen im Grow: 8 Tipps und die passenden Sorten

Was feminisierte Samen von Automatiks unterscheidet, worauf du bei Wasser, Klima, Licht und Dünger achtest – und welche Sorten zu welchem High passen.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Tipps für den Grow mit feminisierten Samen, zusammen mit @bsfseeds 

Mit feminisierten Samen bekommst du fast nur weibliche Pflanzen, also nur die, die Blüten mit THC bilden – deshalb sind sie für den Eigenbedarf meist die beste Wahl. Damit der Grow klappt, kommt es auf ein paar Basics an: genug, aber nicht zu viel Wasser, passendes Klima, das richtige Licht und Dünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium. Wer anfängt, hat tausend Fragen und vor allem Angst, die Pflanzen eingehen zu lassen.  

Wenn du also für deinen Eigenbedarf anbauen willst, sind feminisierte Samen der sicherste Weg zu der Ernte, die du dir vorstellst.

Aber was sind feminisierte Cannabissamen eigentlich? Samen, die darauf ausgelegt sind, männliche Pflanzen komplett auszuschließen. Trotzdem brauchen sie dieselbe Pflege und dieselben Bedingungen wie reguläre Samen, denn sie sind genauso photoperiodisch: Für die Blüte musst du den Lichtzyklus von 18 auf 12 Stunden Licht pro Tag umstellen. Indoor entscheidest du selbst, wann, und steuerst so die Wachstumsphase nach Belieben. Anders als männliche Pflanzen bilden die weiblichen die THC-haltigen Blüten.

Weibliche Cannabisblüte aus feminisiertem Samen

Wie entstehen feminisierte Samen? 

Die gängigste Methode nutzt Pflanzen mit Neigung zum Zwittern, um die Genetik in die gewünschte Richtung zu lenken.

Dafür wählst du zuerst weibliche Pflanzen aus und setzt sie hormonellem Stress aus. Wie? Du ziehst sie unter ungünstigen Bedingungen groß, unter denen sie sich auf normalem Weg nicht fortpflanzen können, zum Beispiel mit unterbrochenen Lichtzyklen oder mit Schnitten, die sie dazu bringen, männliche Blüten zu bilden.

Als Reaktion auf diesen Stress, quasi als Überlebensmechanismus, bilden manche dieser Pflanzen Pollensäcke, um ihre eigenen weiblichen Blüten zu bestäuben – sie zeigen also zwittrige Züge. Der Pollen aus diesen Säcken trägt ein X-Chromosom (und nicht wie bei einem Männchen ein Y), und wenn er die weiblichen Blüten bestäubt, entstehen feminisierte Samen mit XX-Chromosomen. So ist in 99,9 % der Fälle garantiert, dass aus diesen Samen weibliche Pflanzen wachsen.

Der einzige Haken: Die so gewonnenen Samen können die Neigung zum Zwittern erben, was sie unzuverlässiger macht. Deshalb setzen viele Züchter auf Silberverbindungen wie Silberthiosulfat (STS). Die Lösung löst ebenfalls den hormonellen Stress aus, verringert aber die Neigung der Nachkommen, zu Zwittern zu werden.

Was feminisierte Pflanzen ausmacht

Wer diese Samen kennt, weiß, worauf er sich beim Anbau einstellen muss. 

Beim Wechsel in die Blüte zum Beispiel ist indoor Handarbeit gefragt: Du stellst von 18 auf 12 Stunden Licht um. Outdoor hängen sie dagegen am Kalender – auf der Nordhalbkugel wird zwischen März und Juni gepflanzt und von September bis November geerntet.

Feminisierte Pflanzen haben einen längeren Lebenszyklus. Deshalb brauchst du etwas mehr Erfahrung und Grundwissen, um Schäden und Überraschungen zu vermeiden. Indoor hast du dafür die Entwicklung im Griff: Du kannst die Wachstumsphase verlängern und die Blüte hinauszögern, falls es ein Problem oder einen Nährstoffmangel gibt.

Der große Vorteil: Du kannst sie mit verschiedenen Schnitttechniken in der Höhe begrenzen und in Form bringen, was bei Autoflowers so nicht geht. Wenn du die Wachstumsphase verlängerst oder früh aussäst, werden die Pflanzen außerdem deutlich größer.

Beim Verhältnis von Kelch zu Blatt liegen die feminisierten vorn: Autos bilden meist mehr Blätter, und das macht das Trimmen bei der Ernte mühsamer.

Bei den Buds punkten feminisierte Pflanzen, vor allem Indicas, mit guter Dichte. Sie bilden außerdem mehr Harz rund um die Blüten, also intensiveren Geschmack und kräftigeres Aroma. Und wegen ihrer Ruderalis-Genetik haben Automatiks in der Regel weniger THC als photoperiodische Sorten. 

8 Tipps für den Grow mit feminisierten Samen

1. Nicht austrocknen lassen:

Beim Anbau mit feminisierten Samen ist es wichtig, dass die Pflanze nie austrocknet. Halt die Wasserversorgung konstant.

2. Nicht ersäufen:

Gießen ist zwar Pflicht, aber finde die richtige Menge, damit die Pflanze nicht im Wasser steht.

3. Hydro-Systeme nutzen:

Das ist einer der besten Wege, die Wasserversorgung deiner Pflanzen konstant zu halten.  

4. Luftfeuchtigkeit hoch halten:

Wie bei jedem Grow ist die Luftfeuchtigkeit entscheidend. In der Wachstumsphase sollte sie über 60 % liegen; in der Blüte senkst du sie, damit sich kein Schimmel bildet.

5. Temperatur im Rahmen halten:

Zu viel Hitze bremst die Pflanze aus. Wir empfehlen eine Durchschnittstemperatur von 20 bis 22 °C.

6. Das richtige Licht wählen:

Rein rötliches Licht kann die Pflanzen in der Wachstumsphase stressen. Unsere Empfehlung: bläuliches oder weißes Licht.

7. Mit Stickstoff versorgen:

Für gesundes, natürliches Wachstum braucht die Pflanze Stickstoff. Dosier ihn aber sorgfältig, damit du nicht überdüngst.

8. Phosphor und Kalium nicht vergessen:

Neben Stickstoff liefern Phosphor und Kalium in der Blüte wichtige Nährstoffe.

Wenn du ein euphorisches, energiegeladenes High suchst, greif zu feminisierten Sativa-Sorten wie Amnesia Bilbo, Kali Mist, Sweet Tooth oder Hawaiian Snow. Willst du es eher entspannend, passen feminisierte Indica-Sorten wie Blueberry, Kritikal Bilbo, California Hash Plant oder Blue Cheese.

Wie bei jedem Grow gilt: Kümmer dich um deine Pflanzen und wisse, welche Nährstoffe und Bedingungen sie brauchen, um kräftig zu wachsen. Mit diesen Tipps und dem nötigen Wissen werden deine feminisierten Pflanzen der Neid jedes anderen Growers. 

Wie schnell wächst eine feminisierte Pflanze?

Wie schnell eine feminisierte Cannabispflanze wächst, hängt von mehreren Faktoren ab: Genetik, Umgebung, Anbaumethode und Pflege. Im Schnitt ist eine weibliche Pflanze nach einem Monat etwa 20 bis 30 cm groß. Danach wächst sie vegetativ weiter und bildet, sobald sie geschlechtsreif ist, ihre Buds. Feminisierte Samen sind bei Growern beliebt, weil sie praktisch nur Weibchen und damit Blüten bringen. Kontrollier die Pflanzen trotzdem regelmäßig auf Anzeichen von Zwittern, damit sie sich nicht selbst bestäuben und Samen bilden.

Wie baust du feminisierte Samen indoor an?

Für den Indoor-Grow mit feminisierten Samen startest du am besten mit hochwertigen Samen. Dann sorgst du für das passende Umfeld: konstante Temperatur, gute Lüftung und ordentliches Licht. In der Wachstumsphase laufen die Lampen 18 bis 24 Stunden am Tag, in der Blüte 12 Stunden. Außerdem brauchen die Pflanzen die nötigen Nährstoffe, vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium. Behalte auch pH-Wert und EC des Gießwassers im Blick, damit es weder zu Überdüngung noch zu Mangel kommt. Und schließlich: Luftfeuchtigkeit und Gießen kontrollieren, damit Pilze und Schimmel keine Chance haben.

Und jetzt: Samen raus, Grow starten.