Gras frisch halten: Warum Buds altern und wie du das bremst
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Gras frisch halten: Warum Buds altern und wie du das bremst

THC wird zu CBN, Terpene verdunsten, Plastik lässt die Buds schwitzen: So bleibt dein Vorrat monatelang gut.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Damit dein Gras frisch bleibt, lagerst du es gut getrocknet und fermentiert in luftdichten Gläsern aus Glas oder Keramik, dunkel und kühl (ideal um 21 °C, nie über 25,5 °C). Hitze, Sauerstoff, Licht und falsche Feuchtigkeit lassen Gras altern: Die Buds trocknen aus, verlieren THC und Aroma und knallen nicht mehr wie am Anfang. Aufhalten kannst du das nicht, aber mit der richtigen Lagerung stark bremsen – hier erfährst du, was genau passiert und was hilft.

Was passiert, wenn Cannabisblüten altern?

THC geht verloren

Sind die Buds Hitze, Sauerstoff und UV-Licht ausgesetzt, bauen sich die Cannabinoide darin ab, auch das THC. Das geht nicht von heute auf morgen, nach ein paar Wochen merkst du den Unterschied aber schon. Ein Joint davon lässt dich nicht nüchtern, aber er macht dich auch nicht mehr so breit wie der, den du dir direkt nach dem Kauf gedreht hast.

THC wird zu CBN

Zerfällt THC, ist es nicht einfach weg: Es wandelt sich in ein anderes Cannabinoid um, CBN. Das wirkt leicht psychoaktiv, macht für sich allein aber nicht high. Diese Umwandlung passiert vor allem durch Sauerstoff und Wärme, braucht allerdings Zeit.

Der Geschmack leidet

Lagerst du deine Buds zu warm, sinkt nicht nur der THC-Gehalt. Mit der Potenz verschwindet auch der Geschmack, und der Rauch wird kratziger, weil die Terpene mit der Zeit austrocknen. Zu viel Licht und Feuchtigkeit richten ebenfalls Schaden an.

Warum altert Cannabis? Die vier Hauptursachen

Luftfeuchtigkeit:

Bei der Lagerung kommt es auf die richtige Feuchtigkeit an. Lässt dein Behälter zu viel Feuchtigkeit rein, droht Schimmel. Ist es dagegen zu trocken, verkümmern Terpene und Cannabinoide mit der Zeit. Zwei ganz verschiedene Wege – aber beide enden mit schlechtem Gras.

Temperatur:

Hohe Temperaturen, oft in Kombination mit zu viel Feuchtigkeit, beschleunigen den Abbau von Cannabinoiden und Terpenen. Faustregel: Am Lagerort sollten es nicht mehr als 25,5 °C sein. Denn alles zwischen 25,5 und 30 °C ist ein ideales Klima für Schimmel.

Licht:

Kurz gesagt: Dauerhaftes UV-Licht zerstört Terpene, THC und andere Cannabinoide. Besonders heftig ist das in tropischen Regionen, wo Licht, Hitze und Feuchtigkeit zusammen deinem Vorrat zusetzen.

Material des Behälters:

Und dann ist da noch etwas, woran viele nicht denken: Auch das Material des Behälters beeinflusst, wie schnell dein Gras altert. Viele bewahren ihre Buds in Plastikdosen auf – dabei kann Plastik das Gras „schwitzen“ lassen.

Heißt: Die Buds geben die Feuchtigkeit ab, die in ihnen steckt. Am Ende sind sie trocken und der Rauch wird kratzig.

So hältst du dein Gras frisch

Richtig fermentieren:

Richtige Lagerung fängt eigentlich schon mit dem Curing (der Fermentation) nach der Ernte an. Witzigerweise brauchst du dafür ziemlich genau die Bedingungen, die die Buds auch später bei der Lagerung mögen.

Such dir einen kühlen, dunklen und mäßig trockenen Ort. Trenn die Buds von den Ästen, schneide die Zuckerblätter ab und füll die Blüten in Gläser, und zwar nur zu drei Vierteln.

Nach ein paar Wochen Geduld wirst du belohnt: frische Blüten, bereit zum Rauchen. Damit sie lange frisch bleiben, darf aber keine überschüssige Feuchtigkeit in den Curing-Gläsern eingeschlossen sein.

Luftdichte Behälter aus Glas oder Keramik oder Vakuumbeutel:

Wenn deine Buds sauber fermentiert sind, lagerst du sie am besten in Gläsern mit luftdichtem Verschluss. Weil Sauerstoff deinem Gras schadet, sind dichte Behälter die beste Wahl, um die Qualität zu halten.

Beim Behälter lohnt es sich, genau hinzuschauen. Plastik kann das Altern beschleunigen, die Tupperdose ist also keine gute Idee. Ein Behälter aus Glas oder Keramik hält dein Gras dagegen frisch und sicher.

Auch Vakuumbeutel funktionieren richtig gut, weil keine Luft drin ist.

Im Dunkeln aufbewahren:

Luftdicht und aus Glas oder Keramik reicht nicht: Der Behälter sollte auch blickdicht sein. Licht schadet dem Cannabis, ein undurchsichtiges Gefäß schützt es komplett. Solange du durchsichtige Gläser nutzt, muss der Raum, in dem fermentiert wird, wirklich dunkel bleiben, Licht aus. Mit blickdichten oder dunkel getönten Gläsern kannst du das Licht dagegen ohne Sorge anmachen.

Kühl lagern:

Sind deine Buds im richtigen Behälter, sorg dafür, dass der Raum dauerhaft kühl bleibt: unter 25,5 °C, damit sich kein Schimmel bildet. Ideal sind etwa 21 °C.

Den Lagerort sauber halten:

Fast alles erledigt – jetzt muss es nur noch sauber bleiben. Wisch Staub von Gläsern und Regalen und saug oder wisch den Boden, wenn nötig. Halt dich außerdem nicht unnötig lange im Lagerraum auf: Jeder Dreck, den du reinbringst, muss später wieder raus.

Wie lange hält sich Gras im Glas?

Bestimmt fragst du dich jetzt: „Wie lange hält sich Gras im Glas?“ Wenn du sauber lagerst, also in einem luftdichten Glas, dunkel und kühl, bleibt dein Gras monatelang und sogar über ein Jahr gut, ohne viel Potenz oder Qualität zu verlieren.

Wichtig ist, Luft, Licht und Feuchtigkeit fernzuhalten. Die beschleunigen den Abbau der Cannabinoide und gehen auf Geschmack und Frische der Buds

Kann man Gras einfrieren?

Es gibt einige Gründe, warum du als Homegrower deine Ernte nicht nur lange lagern, sondern sie auch genau in einem bestimmten Trocknungs- und Curing-Zustand festhalten willst.

Vielleicht hattest du schon mal Pflanzen, die vor dem Curing besser geschmeckt haben als danach, oder du hast gemerkt, dass eine Sorte nach der Fermentation etwas von ihrem energetischen Kick verloren hat. Dann ist Einfrieren eine richtig gute Option: Du frierst die Buds ein, sobald sie genau den Trocknungs- oder Curing-Grad haben, den du willst – und sie behalten die Eigenschaften, die sie in dem Moment hatten, deutlich länger.

Gras einfrieren

Dafür packst du die Buds wie oben beschrieben ein und stellst die Gläser oder Beutel in den Gefrierschrank. Wer auf Nummer sicher gehen will, steckt das luftdichte Glas zusätzlich in einen Vakuumbeutel und schweißt ihn zu.

Beim Auftauen ist Geduld gefragt: Lass das Gras ein paar Stunden auf Raumtemperatur kommen, bevor du Gläser oder Beutel öffnest. Danach machst du es genauso: Die Buds bekommen noch ein paar Stunden, um sich an Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum zu gewöhnen, bevor du sie konsumierst.