
Blunt oder Joint? Vorteile, Nachteile, Geschmack und ob ein Filter Sinn macht
Was das Tabakblatt am Blunt verändert, wann er sich lohnt, warum er kräftiger schmeckt und ob ein Filter im Blunt etwas bringt.
Ein Blunt ist im Grunde ein Joint, nur mit einem Deckblatt aus Tabak statt Papier: Er brennt langsamer, schmeckt kräftiger und reicht für eine größere Runde, bringt dafür aber Tabak und Nikotin mit. Ob du lieber Blunt oder Joint rauchst, hängt also davon ab, was dir wichtiger ist: der pure Geschmack deines Grases oder eine lange, gemeinsame Session.
Der Unterschied zu einem normalen Joint liegt komplett in der Hülle: Statt eines Standard-Blättchens wird das Gras in ein Tabakblatt gerollt, wie man es von Zigarren kennt.

Genau dieses Blatt macht den Blunt aus: Es prägt Geschmack, Aroma, Wirkung und Brenndauer.
Viele, die regelmäßig kiffen und das Drehen lernen wollen, landen aus mehreren Gründen beim Blunt: Es passt mehr Gras rein, er brennt langsam und gleichmäßig, und er sieht einfach nach was aus.
Wenn du noch nie einen geraucht hast, wirkt das Drehen erst mal wie eine Herausforderung. Ist es aber nicht wirklich, und deshalb zeigen wir dir hier, wie es geht.
Blunt: Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Manche rauchen ausschließlich Blunts, andere heben sie sich für besondere Anlässe auf. So oder so lohnt es sich, die Vor- und Nachteile zu kennen. Hier die wichtigsten Pros und Contras.
Vorteile:
- Sie brennen langsam ab.
- Perfekt zum Teilen in größeren Runden.
- Der Tabak wirkt durch das Nikotin anregend.
- Die Wraps gibt es in vielen Geschmacksrichtungen.
Nachteile:
- Tabak schadet der Gesundheit.
- Tabak und zugesetzte Aromen können den Geschmack deines Grases überdecken.
- Der Rauch kann deutlich kräftiger ausfallen.
- Bis du sie sauber drehen kannst, dauert es eine Weile.
Wie drehe ich einen Blunt?
Schritt 1: Gras grinden
Bevor du ans Rollen gehst, lohnt sich ein bisschen Vorbereitung. Dein Gras sollte schon zerkleinert und startklar sein. So kannst du direkt loslegen, sobald du das Tabakblatt geöffnet und gesäubert hast.
Für eine gleichmäßige Körnung nimmst du am besten einen Grinder. Hast du keinen, zupfst du die Buds vorsichtig mit den Fingern auseinander, in möglichst kleine und gleich große Stücke.
Schritt 2: Den passenden Wrap aussuchen
Die Wahl der Hülle ist entscheidend und kann das ganze Erlebnis prägen. Wenn du noch neu im Thema Drehen bist, probier verschiedene Marken aus und ruhig auch mal aromatisierte Wraps.
Schritt 3: Die Zigarre aufschneiden
Am besten nimmst du eine Rasierklinge oder ein scharfes Cuttermesser und schneidest die Zigarre oder das Zigarillo sauber der Länge nach in der Mitte auf. Mit den Fingern geht es auch, dann aber vorsichtig, damit das Deckblatt nicht reißt oder bricht. Danach leerst du den Tabak aus und wirfst ihn weg oder hebst ihn für später auf.
Schritt 4: Das Deckblatt anfeuchten
Feuchte das Blatt leicht an, mit Wasser oder Spucke. Nicht zu nass machen: Es soll geschmeidiger werden, aber nicht zerfallen. Ein angefeuchteter Pinsel funktioniert auch gut.
Schritt 5: Gras ins Blatt geben
Halte das Blatt in einer Hand, meist der schwächeren, und forme mit Zeigefingern und Daumen ein U. Gib das Gras hinein und lass genug Rand, damit du es zu einem Zylinder rollen kannst, der das Gras komplett umschließt.

Schritt 6: Den Blunt rollen
Roll das Blatt mit beiden Händen sanft vor und zurück, damit sich das Gras verdichtet und gleichmäßig verteilt. Dann führst du eine Kante über das Gras und steckst sie unter die gegenüberliegende Seite. Das Blatt muss das Gras komplett umschließen.
Schritt 7: Den Blunt verschließen
Befeuchte die obere Kante mit etwas Spucke und drück sie auf die andere Kante. Achte darauf, dass die Naht auf der ganzen Länge dicht ist.
Schritt 8: Anzünden und genießen
Jetzt kommt der Moment, auf den du gewartet hast: ein Ende anzünden und den Rauch genießen.
Schmeckt ein Blunt stärker als ein Joint?
Mit den richtigen Blättchen schmeckt ein Joint im Idealfall nur nach dem Gras, das drin ist. Blunts dagegen haben einen intensiveren Geschmack und kräftigeren Rauch, vor allem wegen des dicken Tabakblatts, in das sie gerollt sind.
Weil Tabak und Nikotin von Natur aus einen herberen Geschmack haben, fällt das deutlich auf. Dazu kommt, dass die meisten Blunt-Wraps aromatisiert sind, was den Geschmack noch verstärkt.
Blunt mit Filter: Lohnt sich das?
Wer schon lange Blunts dreht, rät dir vielleicht vom Filter ab. Aber die Zeiten haben sich geändert, und viele wollen die Vorteile eines Blunts ohne den kratzigen, unangenehmen Rauch.
Filter sind kleine Stücke Material, die du an das Ende des Joints oder Blunts setzt, an dem du ziehst (ähnlich wie bei Zigaretten). Sie können einen Teil der Schadstoffe und Teer abfangen, die beim Rauchen entstehen, wobei Verbrennungsrauch nie harmlos wird. Außerdem halten sie den Blunt in Form und verhindern, dass dir beim Ziehen Krümel in den Mund fliegen.
Einen simplen Filter kannst du aus einem Stück Karton rollen, oder du kaufst fertige aus verschiedenen Materialien (sogar aus Maisblättern). Manche sind sogar aromatisiert. Glasfilter sind auch beliebt, weil du sie wiederverwenden kannst. Jeder Typ filtert ein bisschen anders, also schau dich um und finde raus, was am besten zu dir passt.
Einen Blunt drehen zu lernen ist kein Hexenwerk. Wie bei allem gilt: ausprobieren, Fehler machen, wieder probieren, bis du deinen eigenen Dreh gefunden hast. Und wenn dir Tabak gar nicht zusagt, bleibt der pure Joint im Papier die bessere Wahl.
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