Hanfsamen essen: So nutzt du sie in Müsli, Hanfmilch und Rezepten
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Hanfsamen essen: So nutzt du sie in Müsli, Hanfmilch und Rezepten

Nussig, voller Eiweiß und ohne Rausch: So bringst du Hanfsamen als Topping, Hanfmilch oder Pesto auf den Teller.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

 

Am einfachsten isst du Hanfsamen geschält: ein, zwei Esslöffel über Müsli, Salat, Joghurt oder in den Smoothie – fertig. Du kannst daraus auch Hanfmilch machen, mit ihnen backen oder sie zu Öl pressen. High wirst du davon nicht: Hanf und Marihuana gehören zwar zur selben Art, Cannabis sativa, sind aber völlig unterschiedliche Pflanzen. Es gibt rund ein Dutzend Hanfsorten, die als Lebensmittel angebaut werden, und alle enthalten nur Spuren von Tetrahydrocannabinol (THC), dem psychoaktiven Hauptwirkstoff im Gras. Du kannst also so viel Hanf essen, wie du willst, ohne dir Gedanken über einen Rausch zu machen, und ein positiver Drogentest ist sehr unwahrscheinlich. Zwar haben einige Länder und Regionen den Anbau von Nutzhanf in den letzten Jahren wieder erlaubt, die Hanfsamen aus dem Supermarkt oder Bioladen stammen aber oft aus Kanada oder China.

Wie sehen Hanfsamen aus und was steckt drin?

Hanfpflanzen bilden kleine, harte Samen. Unter der harten Schale steckt ein weicher, weißer bis hellgrüner Kern voller essenzieller Aminosäuren, Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Wenn im Laden „Hanfsamen geschält“ draufsteht, kaufst du genau diese weichen Kerne, auch Hanfherzen genannt. Aus den Hanfherzen lässt sich Hanfsamenöl pressen, und aus dem Presskuchen, der übrig bleibt, wird Hanfprotein-Pulver.

Wie isst man geschälte Hanfsamen?

Geschälte Hanfsamen zu essen ist easy: Streu einfach ein, zwei Esslöffel in den Smoothie oder über Müsli, Salat oder Joghurt. Wer Gluten nicht verträgt, kann Fleisch oder Fisch mit Hanfsamen statt Paniermehl panieren. Und so wie du aus Mandeln und Wasser Mandelmilch mixt, klappt das auch mit Hanfsamen: Hanfmilch ist eine gute Alternative zu Kuhmilch für Getränke und Rezepte. Weil Hanfsamen nussig schmecken, sind sie ein super Ersatz für Leute mit Nussallergie. Ohne Fett bei schwacher Hitze geröstet, wird das Aroma noch intensiver.

Hanfsamen

Hanfsamenöl verwendest du am besten kalt zum Würzen und nicht zum Kochen oder Braten: Die empfindlichen Omega-Fettsäuren zerfallen beim Erhitzen, und dann sind die Nährstoffvorteile weg. Ideal ist es für Salatdressings oder als Schuss über Pasta oder gegrilltes Gemüse.

Sind Hanfsamen eine Droge?

Nein, Hanfsamen gelten nicht als Droge. Nutzhanf ist eine Variante der Pflanze Cannabis sativa mit sehr wenig Tetrahydrocannabinol (THC), dem wichtigsten psychoaktiven Wirkstoff in Marihuana. Hanfsamen enthalten keine nennenswerten Mengen THC und machen deshalb weder high noch berauscht. Hanfsamen sind nahrhaft und reich an Eiweiß, gesunden Fetten, Ballaststoffen und anderen Nährstoffen. Deshalb stecken sie in vielen Lebensmitteln, etwa in Brot, Müsliriegeln, Shakes und Dressings.

Wie kannst du Hanfsamen in deinen Alltag einbauen?

Große Mengen Hanfsamen isst kaum jemand am Stück – Geschmack und Konsistenz sind nicht jedermanns Sache. Trotzdem lassen sie sich auf viele Arten in die tägliche Ernährung einbauen. Also: Wohin mit den Samen?

Hanfsamen essen

Eine Möglichkeit: ab damit in Smoothies, Joghurt, Salate oder Müsli. Du kannst sie auch zum Backen verwenden, zum Beispiel in Brot, Keksen oder Müsliriegeln. Wichtig: Hanfsamen enthalten kein Anandamid, eine Substanz, die zum körpereigenen Endocannabinoid-System gehört. Dafür liefern sie essenzielle Fettsäuren und weitere wertvolle Nährstoffe. Und nicht verwechseln: Hanfsamen zum Essen sind nicht dasselbe wie Cannabissamen zum Anbauen. Hanfsamen als Lebensmittel sind legal und enthalten keine nennenswerten Mengen Tetrahydrocannabinol (THC), den psychoaktiven Bestandteil von Marihuana.

Rezeptideen mit Hanfsamen: Smoothie, Gebäck und Pesto

Wirf sie zusammen mit Obst, Gemüse und einer Flüssigkeit deiner Wahl in den Mixer – fertig ist der Smoothie. Oder streu sie über Salat, Joghurt oder Haferflocken, das bringt Biss und Geschmack. Auch beim Backen machen sich Hanfsamen gut. Misch sie in Brot, Kekse, Müsliriegel und anderes Gebäck und hol dir so ein Nährstoff-Plus. Du kannst sogar dein eigenes Hanfsamenmus machen: Samen in der Küchenmaschine so lange mahlen, bis eine cremige Masse entsteht. Wenn du auf Saucen und Dressings stehst, sind Hanfsamen ebenfalls eine gute Zutat. Für ein Hanf-Pesto mixt du sie mit frischem Basilikum, Olivenöl, Knoblauch und geriebenem Parmesan. Denk dran: Hanfsamen sind reich an Eiweiß, essenziellen Fettsäuren und anderen Nährstoffen. Mit jeder Portion legst du beim Nährwert deiner Rezepte noch eine Schippe drauf.

Hemp for Victory

Was bringen Hanfsamen? Die Vorteile im Überblick

Hanfsamen haben ein starkes Nährwertprofil. Zu ihren Vorteilen gehören:
  1. Viel Eiweiß: Hanfsamen sind eine top Quelle für pflanzliches Protein. Sie enthalten alle essenziellen Aminosäuren, die der Körper zum Aufbau und zur Reparatur von Gewebe braucht – deshalb sind sie gerade für Vegetarier und Veganer interessant.
  2. Essenzielle Fettsäuren: Hanfsamen liefern Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem ausgewogenen Verhältnis. Diese Fettsäuren sind wichtig für Herz, Gehirn und Nervensystem und für die Körperfunktionen insgesamt.
  3. Vitamine und Mineralstoffe: Hanfsamen sind eine gute Quelle für Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin E, Magnesium, Phosphor, Kalium und Zink. Diese Nährstoffe übernehmen im Körper ganz unterschiedliche Aufgaben.
  4. Ballaststoffe: Hanfsamen enthalten eine ordentliche Portion Ballaststoffe. Die halten die Verdauung in Schwung, machen satt und tun dem Darm gut.
  5. Antioxidantien: Hanfsamen enthalten antioxidative Stoffe wie Vitamin E und bestimmte Pflanzenstoffe, die die Zellen vor Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress schützen können.