Haze, Skunk und Kush: So erkennst du die drei Kultsorten
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Haze, Skunk und Kush: So erkennst du die drei Kultsorten

Lang und fruchtig, stinkend und robust oder kompakt und erdig: Woran du Haze, Skunk und Kush auseinanderhältst.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Haze, Skunk und Kush sind die drei bekanntesten Sortenfamilien der Cannabiswelt, und du erkennst sie an Wuchs, Aroma und Wirkung: Haze wächst lang und schlank, riecht fruchtig-süß und macht wach im Kopf, Skunk stinkt herrlich penetrant und ist easy zu growen, Kush bleibt kompakt, duftet erdig-würzig und haut eher auf den Körper. Dank Fortschritten in Genetik und Technik gibt es heute Tausende Sorten, aber so viele waren es nicht immer. Die drei Urgesteine sind Skunk, Kush und Haze.

Haze: Herkunft und Anbau der Sativa-Legende

Haze gilt als eine der ältesten Sorten, und der Legende nach ist sie in den 70ern in den USA eher zufällig bei den Haze-Brüdern entstanden.

Grower wissen: Eine Haze braucht Zeit und viel Aufmerksamkeit. Genau deshalb wäre die Sorte in den 80ern fast ausgestorben. Die Blüte dauert sehr lange, bis zu 16 Wochen bis zur Reife. Diese anspruchsvollen, arbeitsintensiven Pflanzen liefern bei guter Pflege aber unglaubliche Ergebnisse.

Mit der Zeit und spätestens mit der Ankunft der Haze in Europa ging die Reinheit der Sorte verloren, eine 100 % reine Haze zu finden ist heute alles andere als einfach. Genetik und die Liebe der Grower haben aber Hybriden hervorgebracht, in denen noch einiges an Haze steckt. Wenn du so eine Sorte anbauen willst: Die LeBron Haze aus unserem Shop in Argentinien ist ideal, weil sie superschnell blüht und richtig Ertrag bringt.

Warum Haze so beliebt ist und wie du sie erkennst

Mit ihrem hohen THC-Gehalt und ihrer Sativa-Dominanz, manchmal sogar reinen Sativa-Genetik, gehört Haze zu den beliebtesten Sorten überhaupt. Die Wirkung ist energiegeladen und zerebral, also ein Kopfhigh, ideal für kreative Phasen. Fruchtige, süße Aromen machen sie zum Liebling vieler. Die genetischen Wurzeln reichen von mexikanischen, indischen und thailändischen Sativas bis zu bekannten Namen wie Acapulco Gold oder Colombian Gold.

Optisch fällt Haze durch ihr olivgrünes Grün und die orangefarbenen Stempel auf, die die Blüte umhüllen, fast wie ein Pelz aus orangen Härchen. Die Blätter der Haze sind sattgrün. Die Pflanzen wachsen hoch und schlank.

Bekannte Sorten aus der Familie sind Purple Haze, Lemon Haze, Amnesia Haze, Super Lemon Haze, Silver Haze und Critical Haze.

Haze-Blüte

Skunk: der Klassiker mit dem Stinktier-Namen

Skunk gehört zu den beliebtesten Cannabissorten und zu den ersten, die überhaupt als eigene Sorte bekannt wurden. Zu verdanken ist sie Sam „the Skunkman“, einem Kalifornier, der Anfang der 70er noch wenig Grow-Erfahrung hatte.

Der Legende nach mussten Tausende Samen angebaut werden, bis die originale Skunk gefunden war. Danach nahm Sam „the Skunkman“ Samen mit nach Holland und löste weltweit einen regelrechten Skunk-Hype aus. Die Wurzeln dieses Polyhybriden sind die Sativas Acapulco Gold und Colombian Gold (Landrassen aus Mexiko und Kolumbien, die damals in Kalifornien kursierten) sowie eine Afghani Indica. 

Woran du Skunk erkennst

Skunk erkennst du am durchdringenden Geruch, so heftig, dass die Züchter sie nach dem Stinktier benannt haben, auf Englisch eben skunk. Die Skunk-Genetik erwies sich als sehr THC-reich und einfach im Anbau, deshalb ist sie so beliebt. Auch Grower mit wenig Erfahrung ziehen damit große, ertragreiche Pflanzen. Die Potenz der Skunk-Genetik bleibt über Generationen stabil, und die Pflanzen kommen mit unterschiedlichstem Klima klar. Ideal für Outdoor, Indoor und Gewächshaus. 

Pflanzen der Skunk-Familie sind groß, kräftig und robust, aber leicht zu handhaben, mit großen grün- bis goldgelben Blättern und dichten, kompakten Blüten voller Harz. Die Sorte wurde vielfach weitergezüchtet, daraus sind Hammer-Sorten entstanden wie Super Skunk, Critical, Big Bud und Lemon Skunk.

Skunk-Blüte

Kush: Indica aus dem Hindukusch

Kush ist eine riesige Familie von Hybriden. Wer bei Songs oder Filmen genau hinhört, stößt garantiert mehr als einmal auf Kush.

Heute sind Kush-Sorten die bekanntesten Vertreterinnen der Indica-Pflanzen. Meist sind es Hybriden aus Pflanzen aus dem Hindukusch in Zentralasien, daher auch der Name.

Diese Indica-Linie stammt aus dem Hindukusch-Gebirge. Es zieht sich entlang der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan und ist eine der wenigen Regionen, in denen Cannabis von Natur aus wild wächst.

Woran du Kush erkennst

Typisch für Kush sind dunkelgrüne Blätter mit einem Hauch Lila. Die Härchen an den Blüten sind orange, die Pflanzen gedrungen und kräftig.

Das Aroma reicht von erdig über blumig und scharf bis würzig und zitrusartig. Der Rauch ist weich und krautig, mit Noten von Blumen, Zitrus und Erde. Die Wirkung ist stark und im Kopf euphorisch, lässt aber den Körper locker und zaubert dir ein Grinsen ins Gesicht, während du auf der Couch abhängst. Auch Nachdenklichkeit und Selbstreflexion sind typisch, man kann die Sorte durchaus meditativ nennen. 

Wie viele ursprüngliche Sorten verträgt Kush-Genetik kaltes, raues Klima. Deshalb und wegen der hohen Erträge der kräftigen Pflanzen setzen viele Grower auf Kush. 

Viele Patient:innen, die weltweit medizinisches Cannabis nutzen, wählen diese Sorte, weil sie berichten, dass sie Schmerzen spürbar lindert. Auch bei Schlafproblemen, Appetitlosigkeit und Angst greifen viele Patient:innen zu dieser Art Sorte. 

Unter den Kush-Sorten findest du viele mit afghanischen Vorfahren, zum Beispiel die Black Dom XXL Auto. Weitere bekannte Vertreter: OG Kush, Purple Kush, Lemon Kush, Orange Kush und Critical Kush.