Living Soil: Mit lebendiger Erde organisch und stark growen
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Living Soil: Mit lebendiger Erde organisch und stark growen

Pilze, Bakterien und jede Menge Kleinstlebewesen füttern deine Pflanzen – Living Soil macht Kunstdünger überflüssig und die Erde jedes Jahr besser.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Living Soil: Mit lebendiger Erde organisch und stark growen

 

LIVING SOIL: ORGANISCH GROWEN MIT LEBENDIGER ERDE

Living Soil („lebendige Erde“) ist ein Substrat voller Mikroorganismen, die Nährstoffe für deine Pflanzen verfügbar machen – damit brauchst du keinen Kunstdünger und kannst die Erde immer wieder verwenden. Dahinter steckt ein Deal, den die Natur seit jeher laufen hat: Pilze, Bakterien und viele andere Kleinstlebewesen im Boden bilden ein Netzwerk, das den Pflanzen beim Wachsen hilft. Im Gegenzug geben die Pflanzen über die Wurzeln Zucker und Kohlenstoff an sie ab.

Das Konzept Living Soil will genau dieses natürliche Netzwerk aus Mikroben und Mikroorganismen im Boden nachbauen. Die Idee: ein natürliches Ökosystem wie draußen in der Natur imitieren, in dem diese Organismen die Erde fruchtbarer machen und dafür sorgen, dass die Pflanzen an ihre Nährstoffe kommen.

In einem Teelöffel Erde können 10.000 bis 50.000 verschiedene Arten leben. Auf diesem winzigen Raum gibt es mehr Mikroben als Menschen auf der Erde. Bakterien, Protozoen, Gliederfüßer, Fadenwürmer, Pilze und viele mehr spielen eine zentrale Rolle im Nährstoff- und Wasserkreislauf unserer Pflanzen.

Wer mit Living Soil growt, braucht keinen Kunstdünger, denn die Mikroben fressen und verdauen organisches Material und machen daraus Nährstoffe, die die Pflanze direkt aufnehmen kann. So entstehen organische Grows, die oft ganz ohne Pestizide auskommen, weil sich gesunde Pflanzen von Natur aus besser wehren.

Living Soil lässt sich immer wieder verwenden. Du sparst dir neues Substrat und die Schlepperei, alte Erde raus- und neue reinzuschaffen. Außerdem braucht die Erde weniger Wasser, je älter sie wird, und sie wird immer fruchtbarer.

Wie legst du Living Soil an?

Lebendige Erde legst du im Garten oder Gemüsebeet in ein paar Schritten an. Zuerst suchst du dir ein gutes Substrat aus, am besten organisch und ohne Chemie. Dann bringst du Mikroorganismen wie nützliche Pilze und Bakterien in die Erde, damit sie ein symbiotisches Netzwerk mit den Pflanzen aufbauen.

Dafür kannst du Kompost oder organischen Dünger nehmen, in dem schon nützliche Mikroben stecken, oder du kaufst die Mikroorganismen im Fachhandel. Wichtig ist außerdem, die Erde gut feucht zu halten und keine chemischen Pestizide zu verwenden, denn die töten die nützlichen Mikroorganismen.

Mit Living Soil förderst du die Artenvielfalt und verbesserst die Qualität des Bodens. Die Pflanzen kommen leichter an ihre Nährstoffe, wachsen besser und werden widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.

Es gibt verschiedene Wege, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Hier ein paar Optionen:

  1. Organischen Dünger einarbeiten: Organischer Dünger ist ideal, um den Boden mit wichtigen Nährstoffen anzureichern. Beispiele sind Kompost, Mist, trockenes Laub oder Ernterückstände.

  2. Hülsenfrüchte anbauen: Hülsenfrüchte wie Bohnen, Soja, Erbsen und Kichererbsen binden Stickstoff im Boden und verbessern so seine Fruchtbarkeit. Außerdem sind sie nährstoffreich und eignen sich als Gründünger.

  3. Organische Dünger verwenden: Organische Dünger versorgen den Boden auf natürliche Weise mit Nährstoffen. Beispiele sind Guano, Knochenmehl, Fischmehl und Komposttee.

  4. Fruchtwechsel: Beim Fruchtwechsel pflanzt du jede Saison an einer anderen Stelle im Garten. So sammeln sich Krankheiten und Schädlinge nicht im Boden an, und der Boden kann sich erholen und wird auf unterschiedliche Weise versorgt.

  5. Auf Chemie verzichten: Zu viel Chemie schadet der Bodenfruchtbarkeit. Verzichte deshalb auf Pestizide und Herbizide und greif zu natürlichen Alternativen wie ätherischen Ölen oder Seifenlauge.

Welche Aufgaben haben die Mikroorganismen im Boden?

Mikroorganismen erfüllen im Boden viele Aufgaben. Eine der wichtigsten: Sie zersetzen organisches Material und führen es in den Kreislauf zurück, was den Boden fruchtbar hält. Außerdem bauen sie die Bodenstruktur mit auf und erhalten die Artenvielfalt im Ökosystem. Manche Mikroorganismen binden Nährstoffe wie Stickstoff in einer Form, die die Pflanzen aufnehmen können. Und sie helfen den Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge, indem sie mit den Krankheitserregern konkurrieren. Kurz: Ohne Mikroorganismen keine gesunde Erde und kein gesundes Ökosystem.

Was ist organischer Anbau?

Organischer Anbau heißt: keine künstlichen Chemikalien und keine Pestizide. Angebaut wird mit natürlichen Methoden, ohne Agrarchemie und andere synthetische Mittel.

Typisch für den organischen Anbau sind Methoden, die Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt und gesunde Ökosysteme fördern. Dazu kommen natürliche Dünger, und gentechnisch verändertes Saatgut bleibt außen vor.

Organischer Anbau ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern sorgt auch dafür, dass keine giftigen Chemierückstände bei den Menschen landen, die die Ernte konsumieren.

 

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