Melasse oder Honig für Cannabis? Was Melasse ist und warum Grower darauf schwören
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Melasse oder Honig für Cannabis? Was Melasse ist und warum Grower darauf schwören

Der dunkle Zuckersirup füttert das Bodenleben – vorausgesetzt, du greifst zur richtigen Sorte.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Melasse für Cannabis: Was ist das eigentlich?

Melasse ist der dunkle, zähe Sirup, der bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben übrig bleibt. Im Grow dient sie vor allem als Kohlenhydratquelle für das Bodenleben und ist damit wie gemacht für alle, die natürlich und organisch anbauen. Bei dem riesigen Angebot an Düngern und Zusätzen geht Melasse gern unter – dabei bringt sie deinen Pflanzen richtig was.

Melasse, manchmal auch „dunkler Sirup“ genannt, entsteht beim Raffinieren von Zucker: eine dunkle, dickflüssige Masse.  Dafür wird der Saft von Zuckerrohr oder Zuckerrüben so lange eingekocht, bis ein dicker Sirup entsteht. Werden die Zuckerkristalle herausgeholt, bleibt am Ende die Melasse übrig. Die Herausforderung: eine Melasse zu finden, die deinen Pflanzen wirklich etwas bringt. Viele Produkte enthalten Konservierungsstoffe oder Chemikalien, die du im Topf nicht haben willst.

Melasse wird vor allem als Kohlenhydratquelle eingesetzt, sie ist aber auch reich an Nährstoffen und füttert die Basis deines Grows ziemlich effektiv. Am einfachsten und üblichsten gibst du sie übers Gießwasser: in Wasser auflösen und gießen. Fang mit kleinen Mengen an, damit du keinen Nährstoffbrand (verbrannte Blattspitzen durch Überdüngung) und keinen unnötigen Stress provozierst.

Es gibt zwei Sorten Melasse: geschwefelte und ungeschwefelte. Beide enthalten ein bisschen Schwefel. Der Unterschied: Geschwefelter Melasse wird Schwefeldioxid zugesetzt, das antimikrobiell wirkt und konserviert. Genau die Mikroben, die du eigentlich füttern willst, sterben dann ab. Ungeschwefelte Melasse enthält kein Schwefeldioxid – deine Pflanze bekommt ihr Futter, und die Mikroorganismen, die ein gutes Substrat ausmachen, bleiben am Leben. Am besten nimmst du also ungeschwefelte Bio-Melasse.

Melasse als Zusatz für Cannabispflanzen

Was ist Melasse und wofür ist sie gut?

Melasse ist ein flüssiges Nebenprodukt der Zuckerproduktion und entsteht bei der Verarbeitung von Zuckerrohr oder Zuckerrüben. Sie ist dickflüssig, dunkel und klebrig und enthält eine ganze Reihe von Nährstoffen und nützlichen organischen Verbindungen.

In der Landwirtschaft und im Gartenbau ist Melasse weit verbreitet – wegen ihrer Nährstoffe und weil sie die Bodenqualität verbessern und gesundes Wachstum fördern kann. Hier die wichtigsten Einsatzbereiche und Vorteile beim Anbau:

  1. Nährstoffquelle: Melasse enthält eine Mischung aus Zuckern, Vitaminen, Mineralstoffen und organischen Verbindungen. Diese Nährstoffe können von den Pflanzen aufgenommen und für Wachstum und Entwicklung genutzt werden.

  2. Mehr Leben im Boden: Melasse ist Futter für die nützlichen Mikroorganismen im Boden. Sie bauen den Zucker ab und setzen dabei zusätzliche Nährstoffe frei. So wird der Boden besser, und deine Pflanzen kommen leichter an ihre Nährstoffe.

  3. Bessere Bodenstruktur: Melasse kann die Struktur des Bodens verbessern, sodass er mehr Wasser hält und besser belüftet ist. Das freut die Wurzeln und beugt Problemen wie verdichteter Erde vor.

  4. Enzymaktivität: Melasse soll natürliche Enzyme mitbringen, die die Enzymaktivität im Boden und in der Pflanze anregen könnten. Das würde die Nährstoffaufnahme erleichtern und gesunde Stoffwechselprozesse unterstützen.

 

Melasse oder Honig: Was ist besser für deine Pflanzen?

Ob Zuckerrohrmelasse oder Bienenhonig besser ist, hängt davon ab, wofür du sie einsetzen willst. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

  1. Zuckerrohrmelasse: Sie ist ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung und entsteht bei der Verarbeitung von Zuckerrohr. Sie ist reich an Nährstoffen und organischen Verbindungen, die Pflanzen guttun. In Landwirtschaft und Garten wird sie häufig als Zusatz eingesetzt, um Wachstum und Pflanzengesundheit zu fördern. Du kannst sie direkt auf den Boden geben oder dem Gießwasser beimischen. Sie ist dafür bekannt, das Bodenleben anzukurbeln, die Bodenstruktur zu verbessern und den Pflanzen zusätzliche Nährstoffe zu liefern.

  2. Bienenhonig: Honig ist ein Naturprodukt, das Bienen aus Blütennektar herstellen. Er wirkt antimikrobiell und antioxidativ und ist nahrhaft. Honig wird vor allem als natürliches Süßungsmittel und in der Volksmedizin verwendet. Im Pflanzenanbau ist er dagegen viel seltener als Melasse. Honig kann Spuren von Pollen und anderen Bestandteilen enthalten, die in größeren Mengen die Pflanzengesundheit und das Gleichgewicht im Boden stören könnten.

Kurz gesagt: Wenn du einen Zusatz für deine Pflanzen suchst, ist Zuckerrohrmelasse wegen ihrer Nährstoffe und ihrer Wirkung auf den Boden meist die bessere Wahl. Honig gehört eher aufs Brot und in die Hausapotheke. Halt dich trotzdem immer an die Empfehlungen für deine konkrete Kultur und frag im Zweifel Leute mit Erfahrung im Gartenbau oder in der Agrarwissenschaft, bevor du Melasse oder andere Mittel in deinem Grow einsetzt.

Was heißt „Melaza“ in Argentinien?

In Argentinien, wo dieser Text herkommt, meint man mit „Melaza“ meist das dickflüssige Nebenprodukt, das beim Raffinieren von Rohrzucker anfällt. Sie ist dunkel, klebrig und hat einen typisch süßen Geschmack.

Dort wird Melasse vor allem als natürliches Süßungsmittel in der Küche verwendet, besonders für Desserts, Süßigkeiten und Getränke. Sie landet aber auch in Soßen, Beizen und Marinaden und gibt ihnen eine ganz eigene Note.

Neben der Küche wird Melasse auch in Landwirtschaft und Gartenbau als Zusatz für Pflanzen eingesetzt: um die Bodenqualität zu verbessern, das Bodenleben anzuregen und den Pflanzen zusätzliche Nährstoffe zu liefern.

In Argentinien kennt man Melasse also vor allem als natürliches Süßungsmittel in der Küche und als Pflanzenzusatz in Landwirtschaft und Gartenbau.

 

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