NDL oder Energiesparlampe (CFL): Was ist der Unterschied beim Growen?
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NDL oder Energiesparlampe (CFL): Was ist der Unterschied beim Growen?

Die eine bringt Power in die Blüte, die andere ist günstig und kühl: zwei klassische Growlampen im direkten Vergleich.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Der Hauptunterschied: Natriumdampflampen (NDL, englisch HPS) liefern viel intensives, gelb-rotes Licht und bringen in der Blüte deutlich mehr Ertrag, verbrauchen aber mehr Strom und machen mehr Wärme. Energiesparlampen (CFL) sind günstig, sparsam und bleiben kühl, eignen sich aber vor allem für Sämlinge, Stecklinge und kleine Growboxen, weil ihre Leuchtkraft mit dem Abstand schnell nachlässt. Beide Lampentypen sind beim Pflanzenanbau beliebt, unterscheiden sich aber in Wachstumsqualität, Stromverbrauch und einigen anderen Punkten.

Hier schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede zwischen NDL und CFL genauer an, damit du entscheiden kannst, welche Lampe zu deinem Grow passt.

Was ist eine NDL (HPS-Lampe)?

NDL-Lampen sind im Gartenbau beliebt, weil sie ein gelb-oranges Licht abgeben, das vor allem in der Blüte- bzw. Fruchtphase der Pflanzen viel bringt.

Growraum mit Natriumdampflampen

Ihre Geschichte reicht bis zu den Natriumdampflampen der 1930er-Jahre zurück (die Hochdruckvariante kam in den 1960ern), und die Technik hat sich seitdem stark weiterentwickelt. Hersteller wie Philips und Osram bauen Hochdruck-Natriumdampflampen mit intensivem Rotanteil im Spektrum, ideal, um das Wachstum in der Blütephase anzukurbeln.

Zwar werden sie mancherorts seltener eingesetzt, weil ihr Licht für das menschliche Auge eher unangenehm ist, im Gartenbau sind NDL aber nach wie vor weit verbreitet, vor allem in Regionen mit wenig Tageslicht wie Nordeuropa.

Warum ist die NDL so beliebt?

Im Vergleich zu anderen Lichtquellen wie LED-Lampen sind NDL immer noch eine beliebte Wahl, vor allem wegen ihrer Leistung in der Blütephase.

Es gibt sie in verschiedenen Leistungsstufen von 250 W bis 1000 W, und je nach Bedarf deines Grows eignen sie sich für den kompletten Zyklus aus Wachstum und Blüte.

Damit sie ihre volle Leistung bringen, solltest du das Leuchtmittel etwa einmal im Jahr oder nach 4 kompletten Grow-Durchgängen tauschen. Kurz gesagt: NDL bleiben eine zuverlässige und effektive Option für Grower, die das Beste aus ihren Pflanzen holen wollen.

Was sind CFL-Lampen (Energiesparlampen)?

Eine CFL (Compact Fluorescent Light), also eine Kompaktleuchtstofflampe oder Energiesparlampe, ist eine beliebte Lichtquelle für drinnen. Sie ist bekannt für ihre Energieeffizienz und dafür, dass sie ordentliches Licht zu einem kleinen Preis liefert.

Die Lampen stammen technisch von den Leuchtstoffröhren aus der Industrie ab. Typisch sind ihre kompakte Bauform und die gebogene oder gewendelte Röhre, in der das Licht entsteht. Mit einem Sockel für die Stromzufuhr und einem eingebauten elektronischen Vorschaltgerät bieten CFL viele Vorteile, etwa geringen Stromverbrauch und kaum Abwärme.

Die Entwicklung der CFL geht auf Pioniere wie Peter Cooper Hewitt zurück, der die Quecksilberdampf-Niederdrucklampe erfand. Später haben unter anderem Hans Spanner, Friedrich Meyer und Edmund Germer die Effizienz und Lichtqualität dieser Lampen verbessert.

Junge Cannabispflanzen unter Kunstlicht

Warum sind CFL beim Growen so gefragt?

Beim Anbau, vor allem für Sämlinge und Stecklinge, sind CFL beliebt, weil sie wenig Strom ziehen und günstig sind. Und weil sie kaum Wärme entwickeln, passen sie perfekt in kleine Growboxen.

Sie haben aber auch Nachteile: Die Erträge sind vergleichsweise gering, und die Lichtintensität nimmt mit dem Abstand stark ab. Damit sie wirklich etwas bringen, musst du die Bedingungen anpassen, etwa den Abstand zwischen Pflanze und Lampe und die Bewässerung.

Im Handel findest du CFL in verschiedenen Leistungsstufen von 25 W bis 300 W, mit eigenen Varianten für Wachstum und Blüte. Damit sie effektiv bleiben, solltest du sie nach etwa 18.000 Betriebsstunden austauschen.