
OG Kush im Sortenporträt: Terpene, Aroma und der typische Diesel-Ton
Woher das OG kommt, was OG Kush genetisch ausmacht und welche Terpene hinter ihrem Mix aus Beeren, Zitrus und Diesel stecken.
OG Kush ist eine legendäre Cannabis-Sorte aus den 90ern, berühmt für ihre Qualität und ein unverwechselbares Terpenprofil: erdig, zitrig, würzig und mit dem typischen Diesel-Ton. Hinter diesem Aroma stecken vor allem die Terpene Caryophyllen, Limonen, Myrcen, Linalool, Pinen und Nerolidol.
OG Kush ist eine Ikone, die die Cannabiskultur geprägt hat wie kaum eine andere Sorte. Bekannt für ihre kräftige Wirkung, ihr markantes Aroma und ihre Abstammung, gilt sie weltweit als eine der begehrtesten und meistverehrten Sorten überhaupt.
Wir schauen uns an, was OG Kush so besonders macht, wie ihre Geschichte aussieht und was sie von anderen Sorten unterscheidet.
Was bedeutet OG bei einer Cannabissorte?
Der Begriff „OG“ hat sich im Cannabis-Kontext über die Jahre verändert und wird je nach Kultur und Region unterschiedlich verstanden. Ursprünglich stammt er aus der Gang-Kultur Kaliforniens der 1970er und stand für „Original Gangster“. Mit der Zeit hat er aber deutlich mehr Bedeutungen bekommen.

In den 1980ern machte vor allem der Rap das Wort „OG“ groß. Gemeint waren Leute, die ein Leben im Gang-Milieu oder auf der Straße führten.
Später wurde „OG“ auch zum Ehrentitel für Pioniere und Ausnahmeerscheinungen, ob im Sport, in der Musik oder im Entertainment.
Und was heißt OG in der Cannabis-Welt?
In der Cannabis-Szene verbindet man „OG“ meistens mit OG Kush, einer Sorte, die in den 1990ern entstanden ist. Wer sie ursprünglich gezüchtet hat, ist bis heute umstritten, aber der Name steht inzwischen für Qualität und Power.
Viele Grower nennen Sorten „OG“, wenn sie zu den ältesten und angesehensten gehören, mit reichem Cannabinoidprofil und eigenständigem Geschmack.
Wie schmeckt und riecht OG Kush?
Ihren Kultstatus verdankt OG Kush ihrer Qualität und ihren sensorischen Eigenschaften. Geschmack und Aroma, kombiniert mit kräftiger Wirkung und richtig schönen Buds, haben sie zu einer der gefragtesten Sorten in Dispensaries auf der ganzen Welt gemacht.
Anders als Sorten, die vor allem mit Masse punkten, etwa Amnesia, hat sich OG Kush ihren Platz im Cannabis-Olymp durch die Qualität ihrer Ernten verdient. Der Ertrag ist eher Durchschnitt, die Qualität dafür kaum zu toppen.
Das Aromaprofil von OG Kush ist vielschichtig. Meist wird es als Mischung aus Waldbeeren mit erdigen Untertönen, Zitrusnoten und einer würzigen Note beschrieben, abgerundet durch den typischen Diesel-Geschmack, der dem Rauch Tiefe gibt.

Welche Terpene stecken in OG Kush?
Der besondere Geschmack und Geruch von OG Kush geht vor allem auf ihre reiche Terpenmischung zurück. Terpene sind Aromastoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen und deren Duft prägen. Zu den wichtigsten Terpenen in OG Kush gehören:
- Caryophyllen: Bringt würzige und erdige Noten und macht das Aroma komplexer.
- Limonen: Sorgt für einen frischen Zitruskick, der einen lebendigen Kontrast zu den erdigen Tönen setzt.
- Myrcen: Gilt als entspannend und gibt OG Kush einen krautigen, erdigen Duft.
- Linalool: Fügt eine sanfte, blumige Note hinzu, die die fruchtigen und erdigen Aromen ergänzt.
- Pinen: Riecht nach frischen Kiefernnadeln und bringt eine belebende Frische ins Profil.
- Nerolidol: Bekannt für seinen süßen, blumigen Duft, der dem Geschmack von OG Kush noch eine Ebene mehr gibt.
Diese Stoffe prägen auch die Wirkung von OG Kush, die je nach Empfindlichkeit und Körperchemie unterschiedlich ausfällt. Manche erleben sie als entspannend und eher was für den Abend, andere spüren ein ausgeglicheneres Kopfhigh.
Welche Rolle spielen die Terpene für die Wirkung?
Terpene bestimmen nicht nur Geruch und Geschmack einer Sorte. Sie wirken vermutlich auch selbst auf den Körper und arbeiten mit den Cannabinoiden zusammen, was als „Entourage-Effekt“ bekannt ist.
Dieses komplexe Zusammenspiel der Moleküle macht es schwer, die Eigenschaften der Pflanze nachzubauen. Im Labor synthetisierte Cannabinoide scheinen zum Beispiel nicht ganz die gleiche Wirkung zu haben wie das Harz der Cannabispflanze.
Dazu kommt: Viele Fachleute gehen inzwischen davon aus, dass die Terpene einen guten Teil dessen erklären, was man gemeinhin als Sativa- oder Indica-Wirkung bezeichnet. Das Terpenprofil einer Sorte entscheidet demnach mit, ob sie eher entspannt oder anregt.
Unterm Strich ist OG Kush eine außergewöhnliche Sorte mit einzigartigem Geschmack, Aroma und Wirkung, getragen vom komplexen Zusammenspiel aus Cannabinoiden und Terpenen.
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
ANBAUIndoor-Grow planen: Genetik, Licht, Lüftung und Blütezeit
Samen oder Stecklinge, LED oder NDL, Abluft unten oder oben: die Entscheidungen, die du vor dem ersten Indoor-Grow treffen solltest.
ANBAUWas sind Trichome? Arten, Funktion und warum sie zählen
Bulbös, sitzend oder gestielt: welche Harzdrüsen THC und Terpene bilden, wovor sie die Pflanze schützen und was ihre Farbe über die Ernte sagt.