
ANBAU
Outdoor-Grow: Die Vorteile, wenn du Cannabis draußen anbaust
Gratis Sonne, gratis Regen, keine Stromrechnung: Was für den Anbau unter freiem Himmel spricht und wie du mit Regen in der Blüte umgehst.
VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT
Outdoor-Grow hat klare Vorteile: Sonnenlicht und Regen kosten nichts, du brauchst keine Lampen, Lüfter oder Klimatechnik, die Pflanzen haben Platz zum Großwerden, und das Bodenleben füttert dein Cannabis mit. Dafür musst du Standort, Sorte und Wetter im Blick behalten. Growen macht immer Spaß, und draußen sowieso: Schon der Boden, in den du pflanzt, steckt voller Mikroorganismen, die deine Pflanzen ernähren, und weil sie mehr Platz haben, werden sie wahrscheinlich größer.
Regen gibt es gratis, ein echtes Plus fürs Gießen. Das Licht kommt von der Sonne, einen Lichtzyklus musst du nicht umstellen. Ganz wichtig ist der Standort: Such dir einen Platz, an dem die Sonne so viele Stunden wie möglich am Tag hinkommt. Die Luftbewegung draußen hält die Feuchtigkeit an der Pflanze stabil, und manche Insekten, die um deine Pflanzen herumschwirren, helfen sogar mit, etwa der Marienkäfer. (Aber Vorsicht vor Schädlingen: Spinnmilben, Raupen und alles, was sich breitmachen will.)
In Argentinien, also auf der Südhalbkugel, woher diese Tipps stammen, eignen sich für draußen am besten hochwachsende Sativas, die länger zum Blühen brauchen. Autoflowers gehen auch, bringen aber weniger Ertrag. Hast du dich für den Outdoor-Grow entschieden, such dir eine leckere Sorte aus und leg mit der Keimung los. Manche Genetiken laufen draußen zur Höchstform auf, frag deshalb am besten bei der Samenbank nach, welche Sorte zu deinem Standort und Klima passt.
Cannabispflanze wird mit der Sprühflasche besprüht[/caption]
Welche Vorteile hat der Outdoor-Anbau?
Cannabis draußen anzubauen, auch Outdoor-Grow genannt, bringt Growern einige Vorteile. Einer der wichtigsten: mehr Platz und natürliches Licht. Draußen haben die Pflanzen Raum, sich auszubreiten, und werden dadurch kräftiger. Dazu liefert direkte Sonne intensives, ausgewogenes Licht, das gesundes Wachstum und hochwertige Blüten fördern kann. Ein weiterer Vorteil sind die geringeren Kosten. Anders als indoor musst du nicht in Lampen, Lüftung oder Klimasteuerung investieren. Das senkt die Anschaffungs- und Betriebskosten deutlich. Außerdem eignet sich der Outdoor-Anbau besonders gut für Bio-Grows. Mit natürlichem Boden und den Ressourcen, die die Natur hergibt, kannst du auf Chemie und synthetische Pestizide verzichten, was ein gesünderes und umweltfreundlicheres Endprodukt ergibt. Und nicht zuletzt bringt dich der Outdoor-Grow näher an die Natur und ist einfach erfüllender. Du arbeitest an der frischen Luft, im Rhythmus der Jahreszeiten, und siehst deine Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung wachsen. Für viele Grower ist genau das ein großer Teil der Faszination. [caption id="attachment_3691" align="aligncenter" width="685"]
Cannabispflanze wird mit der Sprühflasche besprüht[/caption]
REGEN IM OUTDOOR-GROW: HASSLIEBE
Im Outdoor-Grow ist Regen gleichzeitig einer der nützlichsten und einer der gefährlichsten Faktoren. Er bedeutet kostenloses Gießen, kann deinem Grow aber auch Probleme machen, vor allem in der Blüte. Blüht die Pflanze, sollten die Buds am besten nicht nass werden. Das kann Schimmel auslösen, der bei feuchtem Wetter gern auftaucht. Folgt auf den Regen viel Sonne, trocknet alles schneller und das Risiko sinkt. Ideal ist, wenn deine Pflanzen ab Blütebeginn vor Regen geschützt sind. Du kannst eine Plane über die Pflanzen spannen, bevor es losregnet. Sobald der Regen aufhört, nimm sie wieder ab. Luftzirkulation ist das A und O, und ein schimmelfreundliches Mikroklima willst du auf keinen Fall. Ein paar Tropfen sind weniger schlimm als ein voller Platzregen direkt auf die Blüten. Starker Regen kann auch mal einen Ast abknicken. Keine Panik: Binde ihn fest, solange er nicht ganz von der Pflanze abgerissen ist. Bring den Ast möglichst wieder in seine ursprüngliche Position und stabilisier die Bruchstelle besonders gut mit Klebeband (graues Panzertape tut es auch). Warte ein paar Tage und check, ob der Ast nicht welkt. Um Schlimmerem vorzubeugen, steck am besten einen Stab oder ein Bambusrohr als Stütze in die Erde, damit die Äste das Gewicht der Blüten tragen können.
Indoor oder Outdoor: Was ist besser?
Cannabis draußen anzubauen kann eine super Alternative für Grower sein, die es günstiger und nachhaltiger wollen. Outdoor nutzt du die Sonne, um große, hochwertige Pflanzen zu ziehen, ohne in teure Lampen und Lüftung zu investieren. Und Outdoor-Pflanzen in Töpfen sind eine gute Option für alle mit wenig Platz oder in der Stadt. Beim Outdoor-Anbau musst du das Klima vor Ort und die Saison im Blick haben, denn beides beeinflusst den Ertrag. Außerdem gilt es, die Pflanzen vor Schädlingen, Krankheiten und schlechtem Wetter zu schützen. Insgesamt ist der Outdoor-Grow eine attraktive Option für alle, die nachhaltig und günstig hochwertige Cannabispflanzen ziehen wollen.
Warum sich der Outdoor-Grow lohnt
Outdoor-Cannabis hat für viele Grower einiges zu bieten:- Kosten: Draußen growen ist günstiger als drinnen, weil du kein Geld in teure Lampen und Lüftung stecken musst. Sonnenlicht ist gratis und reichlich da, die Pflanzen wachsen natürlich, ohne dass du ständig eingreifen musst.
- Geschmack und Aroma: Outdoor-Cannabis hat oft einen komplexeren, ursprünglicheren Geschmack und Duft als Indoor-Gras. Der Grund: Die Pflanzen wachsen in natürlicher Umgebung und nehmen Nährstoffe und Aromen aus Boden und Luft auf.
- Größe: Draußen können Cannabispflanzen viel größer werden als drinnen, was zu einer größeren Ernte führen kann.
- Nachhaltigkeit: Outdoor ist nachhaltiger und umweltfreundlicher als Indoor, weil kein großer Stromverbrauch für Licht und Lüftung anfällt.
Cannabis outdoor anbauen: der Ablauf in Kürze
Cannabis draußen anzubauen kann richtig erfüllend sein und ist kein Hexenwerk. Bevor du loslegst, such dir einen Platz, der mindestens 6 Stunden direkte Sonne am Tag bekommt, gut belüftet ist und die Pflanzen vor Extremwetter und neugierigen Blicken schützt. Lockere die Erde auf und mische organischen Dünger, Perlit oder Vermiculit unter, damit der Boden besser wird und Wasser hält. Nimm hochwertige Samen und lass sie geschützt keimen, bevor du sie an ihren endgültigen Platz draußen umsetzt. Ausgepflanzt wird, wenn die Pflänzchen ihr erstes Paar echter Blätter gebildet haben und etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch sind. Gieß und dünge regelmäßig, aber übertreib es nicht mit dem Wasser. Schütz die Pflanzen vor Schädlingen, Krankheiten und Extremwetter. Sind sie erntereif, schneidest du die Blüten zum richtigen Zeitpunkt, um das Beste an Geschmack, Aroma und Potenz herauszuholen.
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