Schimmel nach der Ernte: So schützt du deine Buds beim Trocknen und Curing
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Schimmel nach der Ernte: So schützt du deine Buds beim Trocknen und Curing

Monate Arbeit, und dann wächst Flaum im Glas: woran du Schimmel nach der Ernte erkennst und wie du ihn beim Trocknen und Curing gar nicht erst reinlässt.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Wenn nach der Ernte Schimmel auf deinen Buds auftaucht, gibt es nur eine sichere Lösung: wegwerfen. Verhindern kannst du ihn mit sauberer Trocknung bei 18–20 °C und 50–60 % Luftfeuchtigkeit, einem ordentlichen Trim und einem Curing im Glas, das du regelmäßig lüftest. Du hast gekeimt, gepflanzt, gegossen und Schädlinge ferngehalten – damit der Schimmel im Glas ein Albtraum bleibt und nicht Realität wird, hier unsere Tipps.

Vorab das Wichtigste: Wenn deine Buds verschimmelt sind, gehören sie in den Müll. Schimmel einzuatmen gilt als richtig gefährlich und kann Erbrechen, Kopfschmerzen und sogar eine Lungenentzündung auslösen.

Schimmel auf getrockneten Cannabis-Buds

Was ist Schimmel und wie erkennst du ihn an den Buds?

Schimmel ist ein Pilz, der feine Fäden bildet, die an Spinnweben erinnern. Diese Fäden heißen Hyphen. Weil Schimmel von Feuchtigkeit lebt, kann er in vielen Phasen auftauchen. Nach der Ernte ist er aber fatal, denn dann gibt es kein Zurück mehr.

Entscheidend ist, ihn früh zu erkennen – mit Augen und Nase. Leuchte deine Buds mit einer hellen Lampe ab: Ein grauer, gelblicher oder brauner, flaumiger Belag ist Schimmel. Manchmal ist er subtiler, weil sich die Hyphen noch nicht gebildet haben; dann siehst du kleine schwarze Punkte mit ein paar Fäden drumherum. Riecht dein Gras nach Schweiß oder leicht säuerlich, fast nach Urin, solltest du sofort hellhörig werden.

Schimmel an geernteten Buds: Wie verhinderst du ihn?

Schimmel zu erkennen ist wichtig, um richtig reagieren zu können. Aber Vorbeugen ist immer besser. Damit sich an getrockneten Buds kein Pilz bildet, sind saubere Trocknung und Curing das A und O. Schimmel an fertigen Buds entsteht meist durch feuchte Bedingungen, vor allem wenn es warm und dunkel ist und die Luft steht. So beugst du in den entscheidenden Phasen vor:

Wie vermeidest du Schimmel beim Trocknen der Buds?

Frisch geerntete Cannabisblüten enthalten viel Wasser, und das gibt Pilzen leichtes Spiel – plötzlich hast du beim Trocknen schimmlige Buds. Bevor du rauchen kannst, brauchst du also Geduld: Lass die Buds trocknen, bis sie nur noch etwa 10–15 % Wasser enthalten.

Und wie kriegst du die Feuchtigkeit raus? Am einfachsten hängst du die Äste kopfüber an eine Schnur oder einen Wäscheständer. Wo genau, bleibt dir überlassen, aber der Ort muss trocken und dunkel sein und gut belüftet.

Manche Grower trocknen ihre frisch geschnittenen Buds in einem eigenen Trockenraum oder in einem Schrank. Wenn du wenig Platz hast, geht auch ein Karton – dann musst du aber ein paar Löcher reinschneiden, damit die Luft zirkulieren kann.

Schimmel vorbeugen: das perfekte Trocknungsklima

Buds sollten bei 18–20 °C und 50–60 % relativer Luftfeuchtigkeit trocknen. Manche Grower halten die Temperatur in den ersten drei Tagen am oberen Ende dieses Bereichs, um das Trocknen zu beschleunigen, und senken sie danach, um den Prozess zu verlangsamen.

Wann sind die Buds bereit fürs Curing? Das merkst du, wenn die Stiele beim Biegen leicht brechen. Das kann bis zu zwei Wochen dauern, hängt aber von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in deinem Trockenraum ab.

Ist es heiß, trocknest du die Buds am besten in einem Raum mit Klimaanlage. Die hilft auch, die Luftfeuchtigkeit zu senken, wenn du in einer feuchten Gegend wohnst. Und ganz wichtig: Ventilatoren, die die Luft um die Buds herum bewegen. So trocknen sie gleichmäßig, und Schimmel hat keine Chance.

Sauber trimmen und auf Hygiene achten

Bevor es ins Curing geht, müssen die Buds ordentlich getrimmt sein. Egal ob du nass oder trocken trimmst: Alte Blätter und Stiele halten Feuchtigkeit fest und schaffen das perfekte Klima für Schimmel. Sorg also dafür, dass kein unnötiges Pflanzenmaterial mehr dran ist, bevor die Blüten in die Gläser wandern.

Der zweite Schlüssel gegen Schimmel beim Curing ist Hygiene. Sterilisiere die Gläser und trockne sie gründlich, bevor die Buds reinkommen. Füll die Gläser nur zu drei Vierteln. Lagere sie dann an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort, denn Licht baut THC ab und kann die Potenz deiner Buds senken.

Curing im Glas: Wo Schimmel noch zuschlagen kann

Wenn die Buds gut durchgetrocknet sind, kommen sie in ein luftdichtes Glas, und das Curing beginnt – mindestens zwei bis drei Wochen, gern auch länger.

Während des Curings verlieren die Buds weiter Feuchtigkeit, nur langsamer. Diese langsame Abgabe bringt Aroma und Geschmack richtig zur Geltung und baut unerwünschte Stoffe ab. Staut sich die Feuchtigkeit im Glas aber, entsteht genau das Klima, in dem sich Sporen von Botrytis (Grauschimmel) entwickeln.

Cannabis-Buds im Glas beim Curing

Burping: Gläser lüften gegen Schimmel

Eine weitere Methode gegen Schimmel beim Curing: Öffne die Gläser zwei- bis viermal am Tag, damit die alte, feuchte Luft raus- und frische reinkommt. Das nennt sich „Burping“, vom englischen „burp“ für „rülpsen“. Nach etwa einer Woche reicht es, die Gläser seltener zu öffnen (ein- bis zweimal am Tag), weil die Blüten dann trockener sind und weniger Feuchtigkeit abgeben.

Wenn du eher der Typ bist, der das Lüften vergisst, helfen Feuchtigkeitspacks, die die Luftfeuchtigkeit im Glas regulieren.

Kontrollier deine Buds regelmäßig

Der beste Schutz gegen Schimmel ist und bleibt ein wachsames Auge. Schau dir deine Buds während des Curings regelmäßig an. Wenn du glaubst, dass einzelne Schimmel ansetzen, nimm sie sofort raus, damit sich der Pilz nicht auf den Rest ausbreitet.

Richtig lagern nach dem Curing

Nach mindestens zwei bis drei Wochen Curing ist dein Gras bereit zum Rauchen. Du kannst die Buds weiter in den Curing-Gläsern mit Feuchtigkeitspacks lagern, damit sie nicht übertrocknen und die Luftfeuchtigkeit optimal bleibt. Solange die Buds weiter reifen, geht das Curing weiter und die Aromen werden noch intensiver.