
Schnecken im Outdoor-Grow: So hältst du sie von deinem Cannabis fern
Eine einzige Schnecke kann einen Sämling erledigen. Mit Bierfallen, Barrieren und dem täglichen Check bist du schneller.
Schnecken hältst du vom Cannabis fern, indem du die Pflanzen abends und morgens kontrollierst und die Tiere absammelst, Bierfallen aufstellst, Barrieren aus Kupferdraht, zerstoßenen Eierschalen oder Kieselgur legst und abends nicht mehr gießt. Das ist kein Hexenwerk, aber du musst schnell sein, denn sonst richten die Viecher Schäden an, die sich nicht mehr reparieren lassen. Schnecken sind der Grund, warum ein Outdoor-Grow manchmal zum kompletten Desaster wird statt zum Erlebnis, das er sein sollte.
Bevor du sie loswirst, solltest du wissen, mit wem du es zu tun hast. Nacktschnecken und Gehäuseschnecken gehören zur selben Gruppe, den Gastropoden (Bauchfüßern), und der offensichtliche Unterschied ist, dass die einen ein Haus tragen und die anderen nicht. Außerdem wird zwischen Land- und Wasserschnecken unterschieden.
Schnecken sind vor allem nachts aktiv, manche siehst du aber auch tagsüber. Im Herbst ziehen sie sich meist in die Winterruhe zurück und kommen nach dem ersten Frühlingsregen wieder raus, also ausgerechnet dann, wenn Cannabis normalerweise ins Freiland kommt.

Welchen Schaden richten Schnecken an Cannabis an?
Kommt eine Schnecke an eine Cannabispflanze, frisst sie sich höchstwahrscheinlich so lange durch die Blätter, bis sie nicht mehr kann. Cannabisblätter stecken voller Nährstoffe wie Kalzium, und das brauchen vor allem Gehäuseschnecken, weil ihr Haus fast komplett aus Kalk besteht.
Je nach Größe der Pflanze und Zahl der Schnecken reicht der Schaden von kaum sichtbar bis zur komplett zerstörten Pflanze. Typisch sind riesige Löcher in den Blättern, ein Befall fällt also schnell auf.
Hat sich nur eine einzelne Schnecke auf deiner Pflanze eingenistet, knabbert sie wahrscheinlich ein bisschen, bringt sie aber nicht um. Ein frisch gekeimter Sämling kann von einer einzigen Schnecke allerdings komplett erledigt werden, weil die Löcher in seinen wenigen Blättern zu viel sind.

Größere Pflanzen stecken das deutlich besser weg. Ein paar Schnecken fressen etwas mehr und hinterlassen Schleimspuren. Sind es aber mehr als eine Handvoll, hast du ein Problem. Die Pflanze kann ganze Äste verlieren, und im schlimmsten Fall fressen sie sie komplett auf.
Tipps zur Vorbeugung:
Wenn du outdoor growen willst, solltest du vorbeugen, damit Schnecken gar nicht erst an deine Töpfe kommen:
- Gläser, Becher oder Lappen mit Bier rund um die Pflanzen aufstellen bzw. auslegen.
- Kupferdraht auf dem Boden rund um die Pflanzen legen.
- Einen Salzring um die Pflanzen streuen (mit Abstand zur Erde, in der sie wachsen: Salz schadet den Wurzeln).
- Abends nicht mehr gießen oder sprühen.
- Haufen mit anderen Blättern in der Nähe auslegen, damit die Schnecken dorthin gehen statt an dein Cannabis.
- Den Bereich um die Pflanzen sauber halten und heruntergefallenes Laub wegräumen.
- Topf, Substrat und Umgebung jeden Tag checken.
- Fenchel oder Basilikum sollen Schnecken als Nachbarpflanzen auf natürliche Weise abschrecken.
Außerdem kannst du die Pflanzen abends und morgens genau absuchen, denn dann siehst du die meisten Schnecken, und sie direkt von Hand absammeln. Das ist die einfachste Methode. Auch Kieselgur (Diatomeenerde) auf den Pflanzen hilft.
Und wie wir immer sagen: Der beste Schutz für gesunde Pflanzen ist der tägliche Check, vor allem abends und morgens. Dann erkennst du die meisten Schädlinge, und ganz besonders Schnecken.

Wie wirst du Schnecken im Grow wieder los?
Schnecken können im Grow richtig Schaden anrichten, aber es gibt mehrere wirksame Gegenmittel. Zum Beispiel:
- Von Hand absammeln: Du kannst sie nachts, wenn sie am aktivsten sind, einsammeln und aus dem Grow entfernen.
- Barrieren: Zerstoßene Eierschalen, Sägespäne, Stroh oder Rindenmulch rund um die Pflanzen halten Schnecken auf Abstand.
- Schneckenfallen: Ebenerdig eingegrabene Behälter mit Bier oder einer Mischung aus Hefe, Wasser und Zucker locken die Schnecken an.
- Natürliche Mittel: Es gibt mehrere natürliche Schädlingsmittel gegen Schnecken, etwa Kieselgur, Neemöl oder Schmierseife.
Denk dran, dass manche chemischen Schneckenmittel auch für andere Tiere und Pflanzen giftig sein können. Setz sie nur mit Vorsicht ein.
Was machen Schnecken an deinen Pflanzen?
Schnecken fressen vor allem Blätter, Stängel, Blüten und Früchte. Sie sind nachts unterwegs und verstecken sich tagsüber an feuchten, schattigen Stellen, etwa unter Blättern oder im Boden. Beim Fressen hinterlassen sie Löcher und Spuren auf den Blättern und können auch die Wurzeln schädigen, was Wachstum und Ertrag bremst. Außerdem können Schnecken Krankheiten auf die Pflanzen übertragen. Deshalb solltest du sie im Grow im Griff behalten und loswerden, damit deine Pflanzen gesund bleiben.
Wie bekämpfst du Schnecken auf natürliche Weise?
- Natürliche Fressfeinde anlocken: Hol dir Tiere in den Garten, die Schnecken fressen, etwa Laufenten, Vögel, Igel und Kröten.
- Bierfallen: Stell einen Behälter mit Bier in die Nähe der befallenen Pflanzen. Der Geruch lockt Schnecken an, und sie fallen hinein.
- Barrieren: Leg rund um deine Pflanzen eine Barriere aus zerstoßenen Eierschalen, Sägespänen, Holzasche oder Ähnlichem.
- Morgens gießen: Schnecken sind nachts am aktivsten. Wenn du früh am Morgen gießt, lockst du sie abends nicht mit feuchtem Boden an.
- Ätherische Öle: Pfefferminz- oder Eukalyptusöl kannst du dort auftragen, wo sich Schnecken gern aufhalten.
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