
Sea of Green (SOG): Was die Methode ist und woher sie kommt
Viele kleine Pflanzen, kurze Wachstumsphase, schnelle Ernte: So funktioniert die SOG-Technik aus Holland.
Von @ladygrower420
Was ist SOG?
SOG (Sea of Green) ist eine Anbaumethode, bei der du viele kleine Pflanzen dicht an dicht auf wenig Fläche stellst und sie nach kurzer Wachstumsphase schnell in die Blüte schickst. So entsteht ein gleichmäßiges „grünes Meer“ aus Haupttrieben, das in kurzer Zeit viel Ertrag pro Quadratmeter bringt. Unter den vielen Techniken, mit denen du mehr aus deinem Grow und deinem Platz rausholst, ist SOG ganz klar eine der wichtigsten.
Entwickelt haben die Methode Holländer in den 1970ern, und für sie sollte sie den kommerziellen Anbau für immer verändern. Die Abkürzung steht für „Sea of Green“, also grünes Meer: viele kleine Pflanzen pro Quadratmeter, eng nebeneinander.
SOG verbindet zwei Dinge, die vielen Growern wichtig sind: minimale Zeit und maximalen Ertrag. Die Methode ist weit verbreitet, aber ein paar Punkte solltest du beachten, wenn du sie ausprobierst.
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VORTEILE VON SOG:
Berühmt geworden ist die Technik vor allem, weil die Pflanzen weniger Zeit in der Wachstumsphase verbringen und trotzdem problemlos reichlich Ertrag bringen, mit vielen Buds pro Quadratmeter oder auf der Fläche, die du eben zur Verfügung hast.
Durch die kürzere Wachstumsphase schaffst du, wenn du willst, eine Ernte mehr pro Jahr.
PROFI-TIPP:
Für SOG nimmst du am besten Stecklinge. Die sind genetisch identisch und zeigen dieselben Eigenschaften wie Wuchstempo und Höhe, sodass sich ein gleichmäßiges Blätterdach, eben das „grüne Meer“, bildet.
Samen gehen auch, dann aber bitte alle von derselben Sorte. Finger weg von hoch wachsenden Sativas, damit alle Pflanzen unter der Lampe auf einer Höhe bleiben und möglichst gleichmäßig wachsen. Wenn du trotzdem solche Sativas nehmen willst: Dazu gleich mehr.
SO GEHT SOG: SORTEN, TÖPFE, BLÜTESTART
Meist nimmt man Sorten, die von Natur aus einen dominanten Haupttrieb mit wenig Seitenästen bilden. Das trifft auf Indicas und indica-dominante Hybriden zu. Besonders gut für SOG eignen sich zum Beispiel Super Skunk, Afghani, Hindu Kush und wegen ihrer Robustheit die bekannte Northern Lights.
Haben die Pflanzen etwa 20 bis 30 cm Höhe erreicht, ist der richtige Moment für die Blüte gekommen, also die Umstellung auf 12/12 Stunden Licht. Bei dieser Höhe brauchst du Töpfe mit 20 bis 30 cm Durchmesser, das sind ungefähr 7 bis 11 Liter.
Bedenke, dass die Topfgröße bestimmt, wie viele Wochen Wachstumsphase du deinen Pflanzen geben kannst. In den genannten Töpfen halten Stecklinge höchstens rund 8 Wochen Wachstumsphase aus, bevor sich die Wurzeln verknoten und die Pflanzen wegen Platzmangel gestresst sind. Soll die Wachstumsphase länger dauern, nimm größere Töpfe.
Wüchsigere Sorten wie Sativas und sativa-dominante Hybriden mit vielen Seitenästen können viel Platz einnehmen. Dann empfiehlt es sich, die unteren Äste zu entfernen. So kommt mehr Licht durch, der Haupttrieb wird dicker und kräftiger, und nebenbei sorgt dieser Schnitt für eine gesunde Luftzirkulation rund um die ganze Pflanze.
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