South Park und Drogen: die 5 bekifftesten Folgen aller Zeiten
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South Park und Drogen: die 5 bekifftesten Folgen aller Zeiten

Katzenpisse, Mikrowellen-Hoden, Towelies Absturz und Randys Tegridy Farms: die Folgen, in denen South Park Drogen am härtesten durch den Kakao zieht.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Die fünf South-Park-Folgen mit den meisten Drogen sind „Major Boobage“, „Medicinal Fried Chicken“, „Crippled Summer“, „Tegridy Farms“ und „The Pandemic Special“. Berühmt wurde die Serie mit hingeschluderter Animation und vor allem mit Storys, die voll auf Risiko, Unkorrektheit und Brutalität setzen – so hat sie sich ihren Stammplatz unter den gefeiertsten und wildesten Zeichentrickserien im Fernsehen erkämpft, und das seit mehr als 20 Jahren.

Erfunden haben South Park Trey Parker und Matt Stone. Im Mittelpunkt stehen (zumindest am Anfang) vier Grundschüler – Stan, Kyle, Eric und Kenny – aus dem Bergkaff South Park in Colorado, die zwischen Schimpfwörtern und nicht-ganz-so-tragischen Todesfällen mit Mitschülern, Freunden und Familie ihre Abenteuer erleben. Und von da an eskaliert alles in kompletten Wahnsinn. Klar: nichts für Kinder.

Aus dem riesigen Katalog picken wir uns diesmal die Folgen raus, in denen es speziell um Drogen geht.

Stan, Kyle, Cartman und Kenny aus South Park

Major Boobage: Katzenpisse als neue Droge

Wenn es um direkte Film-Hommagen geht, ist „Major Boobage“ die Folge schlechthin. Sie spielt auf den kanadischen Kultfilm „Heavy Metal“ an, einen der Meilensteine des Zeichentrickfilms für Erwachsene, und gehört zu den besten South-Park-Folgen überhaupt. Die Liste ist lang: Kleber schnüffeln, Hustensaft kippen, Farbe inhalieren, Würgespiele – alles nichts gegen die neue Art, sich wegzuballern.

In dieser Folge berauschen sich die Jungs am Urin von Katern, einer Droge, die sie auf wilde Trips schickt. „Offenbar löst sie einen euphorischen Zustand aus, der als ‚Cheesing‘ bekannt ist. Warum ‚Cheesing‘? Weil es nach Fondue riecht“, heißt es in den Lokalnachrichten.

Gegen Ende werden Katzen zu „tödlichen Tieren“ erklärt, und die Jungs versuchen, Kenny von seiner neuen Sucht wegzubringen: im vollen psychedelischen Trip den vollbusigen Heldinnen seiner Mittelalter-Fantasywelt nachzujagen.

Medicinal Fried Chicken: Randy will Medizinalcannabis

Nicht jeder ist ein Sportfan, also täuscht Cartman Bauchweh vor, um ums Fußballtraining herumzukommen. Sieht so aus, als käme er damit glatt durch – doch dann ändert sich alles: Nach dem Training gehen die Jungs nämlich immer zusammen zu KFC.

Nur hat Cartmans liebster Brathähnchen-Laden dichtgemacht, und an seiner Stelle hat eine Ausgabestelle für medizinisches Marihuana aufgemacht. Dank der neuen Gesetze im Bundesstaat bekommt Randy Lust auf Gras, doch der Typ hinterm Tresen blockt ab: „Sie brauchen ein Rezept von Ihrem Arzt.“

Fest entschlossen, an Gras zu kommen, obwohl er kerngesund ist, steckt Randy seine eigenen Hoden in die Mikrowelle, um sich Krebs zu verschaffen – damit hätte er Anspruch auf Medizinalcannabis.

Dazu gibt es Anspielungen auf „Scarface“ und eines der ekligsten und bekanntesten Bilder der TV-Geschichte: Randy, der auf seinen eigenen riesigen Eiern die Straße entlanghüpft.

Crippled Summer: Towelies Absturz

Der alte Kumpel der Jungs ist zurück: Towelie, und der steckt tief drin. Vom Kiffen ist er zu Heroin, Meth und Crack übergegangen.

Verzweifelt auf der Jagd nach Stoff und Geld dafür, beklaut er alle und schafft für ältere Männer an, um sich Drogen leisten zu können.

Das läuft natürlich nicht gut, und Towelie sitzt auf einem Berg Schulden. Die Jungs besorgen ihm deshalb einen Job in einem Sommercamp für Kinder mit Behinderung (wo Jimmy, wie immer, allen die Show stiehlt). Dort wird alles nur noch schlimmer: Mitten im Entzug schnüffelt Towelie am Ende Druckluftspray.

Erzählt wird die Folge wie eine „Intervention“-Realityshow, was „Crippled Summer“ zu einer der härtesten und, ja, traurigsten Folgen der ganzen Serie macht.

Tegridy Farms: Randy wird Grower

Der liebe Butters ist bekannt für seine Unschuld, und die nützt ihm in allen möglichen Lagen. Diesmal verkauft er Vapes – und zwar so gut, dass sogar Kindergartenkinder an E-Zigaretten mit Nikotin und Kirsch-, Zitronen- und Himbeergeschmack ziehen.

Währenddessen beschließt Randy in einer seiner vielen Spontanaktionen (wie auch sonst), „noch mal von vorn anzufangen und zu einfacheren Zeiten zurückzukehren“. Also ziehen die Marshs auf eine Farm, um Landwirtschaft zu betreiben.

Sie verkaufen das Haus, packen ihre Sachen und ziehen aufs Land in Colorado. Kein Zufall: Colorado war einer der ersten beiden US-Bundesstaaten, die Marihuana als Genussmittel legalisiert haben.

Und weil Gras dort legal ist, baut Randy Bio-Cannabis an, das schnell zu seiner neuen Obsession wird. Sein Stoff bekommt das Gütesiegel von Towelie, dem größten Kiffer der Serie – was soll da schon schiefgehen?

Randy Marsh auf der Tegridy Farm in South Park

The Pandemic Special: Gras in Zeiten von Corona

„The Pandemic Special“ ist eine dieser Folgen, die jedem Zuschauer moralisch auf die Füße treten, nah an der Realität provozieren und so abgedreht sind wie nie.

Ausgangspunkt ist das echte Chaos rund um Covid und die Wirtschaftskrise danach. Randy betreibt immer noch seine Farm für medizinisches Marihuana. Während die ganze Wirtschaft zerbröselt und der Tod buchstäblich durch South Park schleicht, scheint Randy genau zu wissen, was er tut – denn plötzlich wollen alle seine „Medizin“.

Das Coronavirus geistert durch jede Szene und taucht in schwarzen Witzen auf, bis die Folge bei den unbequemsten Wahrheiten landet: Polizisten, die die Schule übernehmen, Massenpanik, niemand mit einem Heilmittel – und die Kartelle hängen das Schild „Wegen Covid geschlossen“ raus.

Und mitten in diesem Irrsinn finden Wissenschaftler den Ursprung der Pandemie: erst eine Fledermaus, dann ein Schuppentier. Wie ist das Virus mutiert, um von diesen Viechern auf Menschen überzuspringen? Hatte Randy etwas damit zu tun? Und was hat es mit dem verdächtigen Schnurrbärtchen auf sich, das Leuten nach einem Joint von ihm wächst?