
Starkregen und Gewitter: So rettest du Outdoor-Cannabis in der Blüte
Regen ist gratis Gießwasser, in der Blüte aber ein Risiko: Wie du Buds vor Schimmel schützt, abgeknickte Äste rettest und welche Sorten Regen besser wegstecken.
Bei Starkregen und Gewitter in der Blütephase solltest du deine Outdoor-Pflanzen abdecken, abgeknickte Äste stützen und nasse Buds vorsichtig abschütteln, denn Wasser in den Blüten ist die Einladung für Schimmel. Regen ist beim Outdoor-Grow Segen und Risiko zugleich: Er bedeutet kostenloses Gießwasser, kann aber auch Probleme machen, vor allem, wenn deine Cannabispflanzen in der Blüte stehen.
Blühen die Pflanzen, sollten die Buds möglichst nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Sonst drohen Pilze, die bei feuchtem Wetter gern auftauchen. Folgt auf den Regen viel Sonne, trocknet alles schneller und das Risiko sinkt. Am besten sind deine Pflanzen ab Blütebeginn vor Regen geschützt. Du kannst sie vor dem Schauer oben mit einer Plastikplane abdecken. Sobald der Regen aufhört, nimmst du sie wieder ab. Belüftung ist entscheidend, schließlich willst du kein Mikroklima schaffen, in dem sich Pilze wohlfühlen. Ein bisschen Feuchtigkeit ist weniger schlimm als ein voller Platzregen direkt auf die Buds.
Was passiert, wenn deine Pflanzen im Regen stehen?
Bei heftigem Regen kann schon mal ein Ast brechen. Statt in Panik zu verfallen, bindest du ihn am besten fest, solange er nicht komplett von der Pflanze abgerissen ist. Bring den Ast möglichst wieder in seine ursprüngliche Position und fixier vor allem die Bruchstelle mit Klebeband (graues Panzertape tut's). Warte ein paar Tage und schau, ob der Ast nicht welkt. Um Schlimmeres zu vermeiden, steckst du am besten einen Stab oder Bambusstock als Stütze dazu, damit die Äste das Gewicht der Buds tragen können.
Welche Gefahren bringt Regen in der Blüte?
- Erstens: Die Blüten saugen sich mit Wasser voll, werden schwer und biegen sich, sodass Äste brechen können. Das ist nicht so dramatisch und lässt sich durch Anbinden verhindern.
- Die zweite Gefahr ist die schlimmere: Das gespeicherte Wasser sorgt zusammen mit schwankenden Temperaturen, mal warm, mal kalt, dafür, dass sich Pilze an deinen Cannabispflanzen breitmachen.
Gibt es Cannabissorten, die Regen besser vertragen?
Von allen Sorten stecken Sativas Regengüsse besser weg als Indicas, denn sie stammen aus tropischen Regionen und haben sich über lange Zeit an solche Bedingungen angepasst. Mit ihren langen, biegsamen Ästen und luftigeren Buds halten sie auch heftigen Regen besser aus.
Indicas mit ihren kompakteren und meist größeren Buds sind dagegen anfälliger für Schimmel und Astbruch.
Die einzige echte Lösung: Stell die Pflanzen unter ein Dach, wenn du sie bewegen kannst, oder bau ihnen eins, unter dem sie geschützt stehen. Damit hast du das Problem bei Regen und in den taufeuchten Nächten, die gegen Ende der Saison häufiger werden, so gut wie gelöst.
Neben diesen Lösungen gibt es noch weitere Strategien, mit denen du deine Pflanzen in der Blüte vor Regen schützen kannst.
Weitere Möglichkeiten, Cannabis bei Unwetter zu schützen
Im Gewächshaus anbauen
Eine Möglichkeit ist der Anbau im Gewächshaus. Dort hast du die Bedingungen besser im Griff und schützt die Pflanzen vor Regen und anderen Wettereinflüssen, die Wachstum und Ertrag beeinträchtigen. Ein Gewächshaus bietet außerdem mehr Sichtschutz und Sicherheit, wenn du deine Pflanzen nicht jedem zeigen willst.
Auf robuste Sorten setzen
Eine andere Möglichkeit sind Sorten, die mit Feuchtigkeit und Schimmel besser klarkommen, etwa bestimmte Indicas und Hybride, die gezielt darauf gezüchtet wurden. Diese Sorten sind an feuchtere Bedingungen angepasst und widerstandsfähiger gegen Pilze und feuchtebedingte Krankheiten. Außerdem lohnt es sich, dich in Anbautechniken und Feuchtigkeitsmanagement einzulesen, um wetterbedingte Probleme zu reduzieren.
Kurz gesagt: In der Blüte musst du deine Pflanzen vor Regen schützen, um Pilze und andere Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden. Dafür hast du verschiedene Optionen, vom selbstgebauten Dach oder Gewächshaus über robuste Sorten bis zu Techniken gegen zu viel Feuchtigkeit. Wichtig ist, dass du deine Möglichkeiten abwägst und die Strategie findest, die zu dir und deinem Grow passt.
Was tun, wenn deine Cannabispflanze im Regen nass geworden ist?
Ist deine Pflanze im Regen nass geworden, schüttel sie am besten sanft, damit überschüssiges Wasser von Blättern und Buds abläuft. Mach das vorsichtig, damit du die Pflanze nicht beschädigst. Außerdem muss der Topf oder Boden gut drainieren, damit sich keine Staunässe an den Wurzeln bildet.
Damit deine Cannabispflanze gesund bleibt, braucht sie die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit, gutes Licht, gute Belüftung und passendes Gießen und Düngen. Kontrolliere sie regelmäßig, damit du Probleme wie Schädlinge oder Krankheiten früh erkennst.
Ist deine Pflanze durch Regen oder anderes welk geworden oder beschädigt, gibt es je nach Ursache verschiedene Wege, sie wieder aufzupäppeln. Dazu gehören: das Gießen anpassen, sie richtig ernähren, beschädigte Teile wegschneiden oder Stecklinge von der Mutterpflanze ziehen, um eine neue Pflanze heranzuziehen.
Welche Bedingungen braucht eine Cannabispflanze?
Welche Umgebung ideal ist, hängt von der Wachstumsphase und den Bedürfnissen der jeweiligen Sorte ab. Grundsätzlich brauchen Cannabispflanzen viel Licht und Temperaturen um 20 bis 25 °C. Dazu einen gut drainierten, luftigen Boden mit genug Feuchtigkeit, aber ohne Staunässe, die den Wurzeln schadet.
Im Topf solltest du eine passende Topfgröße wählen und auf gute Drainage achten, damit sich kein Wasser staut. Außerdem musst du regelmäßig gießen und je nach Bedarf düngen.
Baust du outdoor an, solltest du deine Pflanze vor Unwetter wie Starkregen oder heftigem Wind schützen. Auch Schädlinge und Krankheiten, die ihr zusetzen können, solltest du im Auge behalten.
Ist eine Pflanze vertrocknet, kannst du versuchen, sie mit Wasser und Nährstoffen zu retten. Ist sie aber zu stark geschädigt, ist sie womöglich nicht mehr zu retten. Besser, du beobachtest sie genau und sorgst vor, damit es gar nicht erst so weit kommt.

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