Stecklinge bewurzeln: So klappt's in Wasser oder Erde
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Stecklinge bewurzeln: So klappt's in Wasser oder Erde

So bekommst du Cannabis-Stecklinge im Wasserglas oder im Topf zum Wurzeln, und welche Mittel von Hormonpulver bis Zimt dabei helfen sollen.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Um Cannabis-Stecklinge zu bewurzeln, schneidest du von einer gesunden Mutterpflanze 10 bis 15 cm lange Triebe mit mindestens einem Nodium und stellst sie in Wasser oder steckst sie in lockere Erde, bei Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und indirektem Licht. Nach etwa ein bis drei Wochen bilden sich die ersten Wurzeln. Stecklinge zu bewurzeln ist eine Grundfertigkeit für jeden Grower, und hier zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie es klappt, auch im Wasserglas.

Stecklinge vorbereiten:

  1. Such dir eine gesunde Mutterpflanze aus: Nimm eine kräftige, krankheitsfreie Cannabispflanze als Quelle für deine Stecklinge.
  2. Sauberes Werkzeug: Schneide die Stecklinge mit sauberem, scharfem Werkzeug, etwa einer Klinge oder Gartenschere. Achte darauf, dass kein Dreck oder Rückstände dran sind.
  3. Die richtige Länge: Schneide die Stecklinge etwa 10 bis 15 cm lang. Wichtig: Jeder Steckling braucht mindestens ein intaktes Nodium (die Stelle, an der die Blätter austreiben).

Bewurzelungshormone:

  • Um die Erfolgschancen zu erhöhen, kannst du Bewurzelungshormone aus dem Growshop nehmen. Sie regen das Wurzelwachstum an.

Stecklinge im Wasser bewurzeln:

  1. Gefäß mit sauberem Wasser vorbereiten: Füll ein Gefäß mit zimmerwarmem Wasser.
  2. Stecklinge reinstellen: Stell die Stecklinge ins Wasser und achte darauf, dass die Nodien komplett untergetaucht sind.
  3. Wasser regelmäßig wechseln: Damit die Bedingungen für die Bewurzelung gut bleiben, wechselst du das Wasser alle paar Tage.
  4. Wurzelbildung beobachten: Nach ein bis drei Wochen solltest du an den Stecklingen sichtbare Wurzeln sehen.

Stecklinge in Erde bewurzeln:

  1. Einzelne Töpfe vorbereiten: Füll kleine Töpfe mit hochwertiger, gut durchlüfteter Blumenerde.
  2. Stecklinge einsetzen: Steck die Stecklinge in die Erde, sodass mindestens ein Nodium unter der Oberfläche liegt.
  3. Für Feuchtigkeit sorgen: Stülp eine durchsichtige Plastiktüte über die Töpfe, damit rund um die Stecklinge ein feuchtwarmes Klima entsteht.
  4. Indirektes Licht: Stell die Stecklinge an einen Ort mit indirektem Licht und gleichmäßiger Temperatur.
  5. Bewurzelung im Blick behalten: Nach etwa zwei Wochen sollten sich an den Stecklingen Wurzeln bilden.

Pflege während der Bewurzelung:

  • Keine direkte Sonne, solange die Stecklinge Wurzeln bilden.
  • Halt die Feuchtigkeit konstant, aber gieß nicht zu viel, sonst faulen die Stecklinge.
  • Wenn du Bewurzelungshormone nutzt, halt dich an die Packungsanleitung.

Wie lange dauert die Bewurzelung?

  • Wie lange Cannabis-Stecklinge brauchen, um Wurzeln zu schlagen, hängt von Sorte und Bedingungen ab. Meist dauert es ein bis drei Wochen, manchmal auch etwas länger.
gelbe Blätter an einer Cannabispflanze

Wie kannst du die Bewurzelung von Stecklingen beschleunigen?

Mit ein paar bewährten Techniken und Kniffen bekommst du die Stecklinge schneller zum Wurzeln. Hier die wichtigsten:

1. Bewurzelungshormone: Bewurzelungshormone gehören zu den wirksamsten Mitteln, um den Prozess zu beschleunigen. Sie regen die Wurzelbildung an den Stecklingen an. Du bekommst sie im Gartencenter oder Growshop.

2. Die richtige Temperatur: Halte die Temperatur konstant im optimalen Bereich für die Bewurzelung, meist zwischen 21 und 24 °C. Vermeide starke Temperaturschwankungen, die bremsen den Prozess.

3. Kontrollierte Luftfeuchtigkeit: Sorg für feuchte Luft rund um die Stecklinge, etwa mit Plastiktüten oder einem Anzuchtgewächshaus. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert die Wurzelbildung.

4. Sauber schneiden und vorbereiten: Schneide die Stecklinge mit einer scharfen Klinge glatt ab, direkt unter einem Nodium, und entferne die unteren Blätter. So muss der Steckling weniger Blätter versorgen und kann sich aufs Wurzeln konzentrieren.

5. Gutes Substrat: Nimm ein hochwertiges, lockeres und gut drainierendes Anzuchtsubstrat. Darin fühlen sich junge Wurzeln am wohlsten.

6. Indirektes Licht: Gib den Stecklingen genug Licht, aber keine direkte Sonne. Indirektes Licht fördert die Wurzelbildung, ohne die Stecklinge zu stressen.

7. Belüftung: Sorg für eine sanfte, gleichmäßige Luftbewegung. Das beugt Schimmel vor und bringt Sauerstoff an die wachsenden Wurzeln.

8. Gezielt gießen: Gieß nicht zu viel, sonst faulen die Stecklinge. Das Substrat soll feucht, aber nicht nass sein. Ein Sprühnebelsystem kann helfen, die Feuchtigkeit konstant zu halten.

9. Natürliche Bewurzelungshelfer: Manche natürlichen Stoffe wie Algenextrakt sollen als natürliche Bewurzelungshilfe wirken und die Bewurzelung beschleunigen.

10. Beobachten und nachjustieren: Schau regelmäßig nach deinen Stecklingen und pass die Bedingungen bei Bedarf an. Wenn du Schimmel oder welke Stecklinge entdeckst, reagier sofort.

Womit kann man Stecklinge bewurzeln?

Es gibt mehrere Mittel, die das Wurzelwachstum anregen können. Hier die gängigsten:

  1. Bewurzelungshormone: Diese Mittel sind speziell dafür gemacht, die Bewurzelung von Stecklingen zu fördern. Es gibt sie als Gel, Pulver oder Flüssigkeit, und sie enthalten Pflanzenhormone wie Auxine, die das Wurzelwachstum anregen. Bewurzelungshormone sind weit verbreitet und meist sehr wirksam.
  2. Zimtpulver: Zimt gilt als natürliches Bewurzelungsmittel. Er wirkt antimikrobiell und kann so Infektionen an den Stecklingen vorbeugen, während sich Wurzeln bilden. Tauch die Schnittstelle einfach in Zimtpulver, bevor du den Steckling ins Substrat setzt.
  3. Honig: Honig wirkt antibakteriell und pilzhemmend und kann die Stecklinge so vor Infektionen schützen, während sie Wurzeln bilden. Rühr etwas Honig in Wasser und tauch die Schnittstelle vor dem Einsetzen hinein.
  4. Aloe Vera: Aloe-Vera-Gel gilt ebenfalls als natürliches Bewurzelungsmittel. Es enthält Stoffe, die die Wurzelbildung fördern und die Stecklinge vor Krankheiten schützen sollen. Streich vor dem Einsetzen eine dünne Schicht Gel auf die Schnittstelle.
  5. Indolbuttersäure (IBA): Ein Auxin, das in vielen Bewurzelungsmitteln steckt und meist synthetisch hergestellt wird, unter anderem als Flüssigkeit. Es ist sehr wirksam für die Wurzelbildung an Stecklingen. Verdünnt in Wasser tauchst du die Schnittstellen darin ein oder besprühst sie vor dem Einsetzen.
  6. Algenextrakte: Algenextrakte, etwa aus Kelp, gelten als natürliche Bewurzelungshelfer mit vielen Nährstoffen und Wachstumshormonen. Du kannst die Stecklinge darin einweichen oder sie ins Gießwasser geben.
  7. Salicylsäure: Salicylsäure kommt natürlich in manchen Pflanzen vor, und manche Grower nutzen sie zur Förderung der Bewurzelung. Dafür tauchen sie die Stecklinge in eine verdünnte Lösung. Belastbare Belege gibt es dafür kaum.
  8. Wasser mit B-Vitaminen: Manche Grower berichten von Erfolgen mit Wasser, das mit B-Vitaminen angereichert ist. B-Vitamine sollen die Wurzelentwicklung unterstützen, die Beweislage ist aber dünn.