Temperatur im Indoor-Grow: So hältst du deine Growbox im grünen Bereich
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Temperatur im Indoor-Grow: So hältst du deine Growbox im grünen Bereich

20 bis 27 Grad, kleine Nachtabsenkung und keine Dauerhitze: die Temperaturwerte, mit denen deine Pflanzen indoor wirklich wachsen.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Die ideale Temperatur im Indoor-Grow liegt zwischen 20 und 27 °C, nachts sollte es höchstens 5 bis 10 Grad kühler werden. Die Temperatur steuert den Stoffwechsel deiner Pflanzen direkt, also Photosynthese, Nährstoffaufnahme und Wachstum.

Wenn das Klima in der Growbox stimmt, vermeidest du typische Probleme wie Hitzestress, Austrocknung oder Schädlinge und Pilze, die sich bei falschen Temperaturen breitmachen.

Im Folgenden geht es um die wichtigsten Techniken und Tools, mit denen du die Temperatur im Indoor-Grow in den Griff bekommst – für ein stabiles Klima, gesunde Pflanzen und eine Ernte, die sich sehen lassen kann.

Cannabispflanze im Indoor-Grow nach dem Umtopfen

Welche Temperatur ist im Indoor-Grow ideal?

Für einen erfolgreichen Indoor-Grow solltest du die Temperatur im Bereich von 20 bis 27 Grad Celsius halten. In diesem Fenster wachsen die Pflanzen optimal, wobei Cannabis ziemlich robust ist und leichte Schwankungen gut wegsteckt.

Kurzfristig halten die Pflanzen auch Spitzen von 28 oder 29 Grad ohne größere Folgen aus; selbst 30 oder 31 Grad sind noch okay, solange es nicht dauerhaft so heiß ist.

Liegt die Temperatur aber dauerhaft bei 30 Grad oder mehr, bekommt dein Grow ernsthafte Probleme. Das sind die typischen Folgen zu hoher Temperaturen im Indoor-Grow:

  • Weniger Ertrag.
  • Flacheres Aroma und schwächerer Duft.
  • Weniger Harz und weniger Potenz.
  • Höheres Risiko für Schädlinge wie Spinnmilben, die von der trockenen Luft profitieren, die mit Hitze einhergeht.

Auf der anderen Seite schaden auch niedrige Temperaturen. Ausreißer auf 17 bis 19 Grad sind meist kein Drama, aber wenn die Temperatur dauerhaft auf 16 Grad oder weniger fällt, drohen:

  • Verlangsamtes Wachstum oder kompletter Wachstumsstopp.
  • Wenig Blüten und wenig Harz.
  • Höheres Risiko für Pilze wie Mehltau, der sich bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit ausbreitet.

Wie groß darf der Unterschied zwischen Tag und Nacht sein?

Die Temperaturschwankung in einer Growbox ist der Unterschied zwischen der Höchsttemperatur am Tag (also wenn die Lampe an ist) und der Tiefsttemperatur in der Nacht (wenn die Lampe aus ist). Idealerweise sind es nicht mehr als 5 Grad, bis zu 10 Grad sind noch vertretbar. Beispiel: Liegt das Maximum bei 28 Grad, sollte das Minimum bei etwa 23 Grad liegen – 18 Grad wären aber auch noch kein großes Problem.

Wenn du weder Heizung noch Klimaanlage hast, plan deinen Grow gut und meide die heißesten oder kältesten Monate in deiner Region. Ein weiterer Trick: Lass die Lampen in den kühlsten Stunden laufen und schalte sie in den wärmsten aus, dann hast du die Temperatur besser im Griff.

Und die Luftfeuchtigkeit? Die Richtwerte im Kurzüberblick

Neben der Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit für deine weibliche Cannabispflanze der zweite große Faktor. Das sind die empfohlenen Werte für die ideale Luftfeuchtigkeit in jeder Wachstumsphase:

  • Keimung: 80–90 %
  • Wachstumsphase (vegetativ): um die 70 %
  • Blüte: die Luftfeuchtigkeit schrittweise senken, vor allem sobald sich die Buds bilden:
    • Erste Blütewochen: etwa 60 %
    • Ab der dritten oder vierten Woche: runter auf 50 %
    • Die letzten zwei Wochen vor der Ernte: 40 %

Wenn du keinen Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter hast, kannst du über die Leistung deines Abluftventilators die Luftfeuchtigkeit in der Growbox ein wenig steuern, auch wenn das nicht ganz so effektiv ist. Hohe Luftfeuchtigkeit in der Blüte, vor allem gegen Ende, erhöht das Risiko für Pilze wie Botrytis (Grauschimmel), die dir die Ernte gründlich ruinieren können.

Cannabispflanzen in der Blüte im Indoor-Grow

Was passiert bei falscher Luftfeuchtigkeit?

Zu trockene Luft in der Wachstumsphase kann die Entwicklung der Pflanzen bremsen, ist aber meist kein großes Problem. Kritisch wird dagegen hohe Luftfeuchtigkeit in der Blüte, vor allem gegen Ende: Dann steigt das Risiko für Pilze wie Botrytis, die deine Buds von innen faulen lassen.

Wenn du Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Griff hast, hast du die wichtigste Grundlage für einen gesunden Indoor-Grow – und holst bei jeder Ernte das Maximum an Ertrag und Qualität raus.