Verantwortungsvoll kiffen: 7 Regeln für bewussten Konsum
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Verantwortungsvoll kiffen: 7 Regeln für bewussten Konsum

Nur für Erwachsene, nie bekifft fahren, Edibles mit Respekt: die Grundregeln für Cannabiskonsum, der dir und anderen nicht schadet.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Verantwortungsvoll kiffen heißt: Cannabis nur als Erwachsene:r, nie bekifft fahren, auf Stimmung und Umgebung achten, nicht übertreiben, Rücksicht auf andere nehmen und Edibles nicht unterschätzen. Genau dieses verantwortungsvolle Verhalten setzen Legalisierung und Entkriminalisierung voraus – und deshalb bringt es der Öffentlichkeit nichts, Konsumierende straf- oder zivilrechtlich zu verfolgen. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit, der Gesundheit, der Wirtschaft und der Gerechtigkeit sollten Verbotsgesetze fallen, wo sie verantwortungsvollen Konsum kriminalisieren.

Aber was heißt verantwortungsvoller Cannabiskonsum konkret? Solange wir niemand anderem schaden, sollten wir frei konsumieren dürfen, was wir wollen. Damit das klappt und die Freiheit der anderen respektiert wird, helfen diese Punkte.  

Nur für Erwachsene

Cannabis ist nur etwas für Erwachsene. Kindern Cannabis zu geben ist verantwortungslos. Wir wünschen uns, dass junge Menschen zu verantwortungsvollen Erwachsenen heranwachsen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen vorzuleben, was das heißt, und ihnen klarzumachen, dass Drogen zum Spaß etwas für Erwachsene sind.

Nicht bekifft fahren

Wer verantwortungsvoll kifft, fährt kein Auto und bedient keine gefährlichen Maschinen, solange er unter dem Einfluss von Cannabis steht – und auch nicht unter dem Einfluss anderer Substanzen oder Zustände, einige verschreibungspflichtige Medikamente eingeschlossen.

Auf Set und Setting achten

Auf Stimmung und Umgebung zu achten, bevor du rauchst, gehört zum verantwortungsvollen Konsum dazu. Behalte die Bedingungen im Blick – Zeit, Ort, Laune und so weiter – und sag ruhig „nein“, wenn sie nicht für eine sichere, angenehme oder produktive Erfahrung sprechen.

Nicht übertreiben

Sobald Cannabiskonsum deiner Gesundheit, deiner persönlichen Entwicklung oder deinen Zielen schadet, ist es Missbrauch. Missbrauch heißt Schaden. Ein Teil des Konsums ist schädlich, der Großteil nicht.

Die Rechte anderer respektieren

Wer verantwortungsvoll kifft, verletzt nicht die Rechte anderer, hält sich an die üblichen Regeln des Zusammenlebens und respektiert, dass manche Leute mit Cannabis gar nichts zu tun haben wollen. Egal wie die Rechtslage ist: Verantwortungsvolle Konsumierende halten sich an die Regeln, die für Kiffen in der Öffentlichkeit und im Privaten gelten.

Edibles nicht unterschätzen

Dein Körper verarbeitet Edibles anders als gerauchtes oder verdampftes Cannabis. Wenn du ein Edible isst oder trinkst, wandert das THC in den Magen und dann in die Leber. Die Leber wandelt THC in ein stärkeres THC-Molekül (11-Hydroxy-THC) um, bevor es ins Blut und ins Gehirn gelangt. Deshalb kann sich das High intensiver anfühlen.

Fazit: Edibles kommen langsam und hauen rein. Einen schlechten Trip zu vermeiden ist besser, als ihn bekämpfen zu müssen. Fang klein an – die Wirkung setzt erst nach 30 bis 60 Minuten ein, gib ihr Zeit. Wenn du es übertrieben hast, helfen dir diese Tipps:

- Bleib an einem ruhigen Ort, an dem du dich sicher fühlst, und konzentrier dich auf deine Atmung.

- Hol dir jemanden dazu, dem du vertraust, und wenn es dir guttut, halt seine Hand.

- Etwas Zucker kann gegen den niedrigen Blutdruck helfen, den zu viele Edibles auslösen können.

- Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass CBD in solchen Situationen helfen kann, weil es die Wirkung von THC abmildern könnte. Das kann eine Kapsel sein oder eine Dosis reiner CBD-Extrakt.

- Trink Wasser.

Das Wichtigste: Sag jemandem Bescheid, dass es dir nicht gut geht. Schäm dich nicht und hol dir Hilfe – und vergiss vor allem nicht: Du stirbst nicht daran, und das miese Gefühl geht früher oder später vorbei.

Schütz deine Haustiere

Cannabis für Tiere ist nicht dasselbe wie Cannabis für Menschen. Bevor du deinem Haustier Cannabis gibst, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt über Dosis, Art des Öls, Konzentration und so weiter.

Gut zu wissen: Wenn du in einem Land lebst, in dem Cannabis reguliert ist, bau am besten selbst an oder kauf bei zugelassenen Stellen – so umgehst du Schwarzmarkt und Drogenhandel. In Deutschland ist der Rahmen dafür das Cannabisgesetz (CanG) mit Eigenanbau und Anbauvereinigungen; check am besten die aktuelle Fassung.

Als Konsumierende sind wir dafür verantwortlich, Cannabis bewusst und ohne Schaden für andere zu nutzen. Nur so können wir gemeinsam dafür sorgen, dass diese besondere Pflanze endlich überall auf der Welt legal und entkriminalisiert wird.

Wie oft sollte man kiffen?

Eine allgemeingültige Antwort darauf, wie oft man kiffen sollte, gibt es nicht – dafür sind Lebensumstände und Bedürfnisse zu verschieden. Ein paar Punkte solltest du aber im Blick behalten:

  1. Verantwortungsvoller Konsum: Kiffen sollte bewusst und verantwortungsvoll passieren. Du solltest die Wirkungen und Risiken kennen und dich an die Gesetze und Regeln in deinem Land oder deiner Region halten.
  2. Gesundheit und Wohlbefinden: Cannabis kann sich positiv wie negativ auf die Gesundheit auswirken. Wie sich langfristiger Konsum auswirkt und welche Folgen er hat, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche erleben therapeutische Vorteile, andere unerwünschte Wirkungen – vor allem bei übermäßigem oder chronischem Konsum.
  3. Eigenbedarf und Rechtslage: Der Konsum für den Eigenbedarf kann je nach Land gesetzlichen Regeln und Einschränkungen unterliegen. Informier dich über die konkreten Gesetze an deinem Wohnort, damit dein Konsum im Rahmen bleibt.
  4. Konsumform: Cannabis lässt sich rauchen, verdampfen, essen und mehr. Jede Form wirkt anders und wird unterschiedlich schnell aufgenommen.
  5. Toleranz und Abhängigkeit: Häufiger Konsum kann bei manchen Menschen zu Toleranz und Abhängigkeit führen. Sei dir der Risiken bewusst, und wenn du regelmäßig kiffst, dann in Maßen und kontrolliert.

Es gibt also keine bestimmte Menge oder Häufigkeit, die für alle gleich gilt. Jede:r muss die eigene Situation einschätzen, auf Gesundheit und Wohlbefinden achten und sich an die Gesetze vor Ort halten.

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