
Wann beginnt die Wachstumsphase bei Cannabis? Start, Dauer, erste Wochen
Ab wann die vegetative Phase zählt, wie lange sie dauert und worauf du in den ersten 14 Tagen bei Gießen, Licht und Stickstoff achten musst.
Die Wachstumsphase (vegetative Phase) beginnt, wenn die Keimlingsphase vorbei ist, also sobald die Pflanze mehrere Paare echter, gezackter Blätter gebildet hat, meist etwa 2 bis 3 Wochen nach der Keimung. Ab dann legt sie richtig los: Sie wird schnell größer und baut ihre Struktur auf, bildet aber noch keine Blüten.
Statt sich um Fortpflanzung zu kümmern, steckt die Pflanze ihre Energie in ein starkes Wurzelwerk, in Äste und Blätter und in Reserven für die spätere Blüte. Je nach Genetik und Bedingungen dauert diese Phase ein paar Wochen bis mehrere Monate, und sie legt den Grundstein für einen ordentlichen Ertrag in der Blüte.
Als Grower bist du in dieser Phase gefragt: Mit dem richtigen Licht, passender Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffen holst du das Maximum an Wachstum und Gesundheit aus deinen Pflanzen.

Warum ist die Wachstumsphase so wichtig?
Die Wachstumsphase entscheidet mit darüber, ob deine Pflanze gesund wird und am Ende gut abliefert. Jetzt wächst sie kräftig, bekommt Größe und Struktur, bevor es in die Blüte geht. Ohne ordentliches vegetatives Wachstum leidet später die Blütenproduktion.
In dieser Zeit bildet Cannabis Äste und Laub, festigt das Wurzelsystem und passt sein Wachstum an die Umgebung an, an Platz, Nährstoffe, Klima und mehr. Hier entstehen Triebe, Blätter und Äste, die später den Stoffwechsel der Pflanze tragen und so viel Licht wie möglich einfangen.
Wie lange dauert die Wachstumsphase?
Wie lange die Wachstumsphase dauert, hängt von Genetik und Anbaubedingungen ab. Manche Sorten legen in dieser Zeit einen echten Wachstumssprint hin, andere haben eine deutlich kürzere vegetative Phase, allen voran Autoflowers.
Jetzt ist auch der Zeitpunkt, die Form deiner Pflanzen zu planen, damit du den Platz optimal nutzt, besonders indoor oder wenn die Höhe begrenzt ist. Trainingsmethoden wie ScrOG (Screen of Green) und Low Stress Training (LST) helfen, die Höhe im Griff zu behalten und das Licht besser zu verteilen.
Eine Wachstumsphase ohne Stress, Schädlinge und Nährstoffprobleme ist die halbe Miete für eine gesunde Pflanze und eine erfolgreiche Blüte. Sorg also für optimale Bedingungen und gib deinen Pflanzen jetzt die Pflege, die sie brauchen, dann stimmt am Ende auch die Ernte.

Die ersten zwei Wochen der Wachstumsphase
Gerade in den ersten Wochen der Wachstumsphase musst du verstehen, was deine Pflanze für schnelles, kräftiges Wachstum braucht. Das ist eine kritische Zeit, in der genaues Hinschauen und präzises Nachjustieren den Unterschied machen.
In diesen ersten zwei Wochen solltest du auf ein paar Dinge besonders achten:
- Beobachten und nachjustieren: Die Pflanzen wachsen jetzt rasant, also schau genau hin und reagier, wenn nötig. Wenn du Easy Booster Tablets oder andere Nährstoffzusätze verwendest, halte dich an die Dosierempfehlung, damit die Pflanzen das Richtige zur richtigen Zeit bekommen.
- Richtig gießen: Gießen ist jetzt entscheidend. Warte, bis die oberste Schicht des Substrats abgetrocknet ist, bevor du wieder gießt, in der Regel bis die oberen 3 cm trocken sind.
- Licht anpassen: Weil die Pflanzen so schnell wachsen, musst du die Lampe eventuell höher hängen, damit die oberen Blätter nicht verbrennen. Ein Abstand von etwa 30 cm zur Pflanzenspitze gilt hier als guter Richtwert.
- Luftfeuchtigkeit halten: In den ersten zwei Wochen ist eine passende Luftfeuchtigkeit wichtig für Gesundheit und Wachstum. Indoor kann es nötig sein, die Ventilatoren zeitweise abzuschalten, damit die Luftfeuchtigkeit steigt.
Wächst meine Pflanze gut? Weitere Punkte, auf die du achten solltest
Geschlecht bestimmen:
Männliche Pflanzen musst du erkennen und rausnehmen, sonst bestäuben sie deine Weibchen und die Blütenqualität ist dahin. Das Geschlecht lässt sich etwa vier Wochen nach der Keimung bestimmen, wenn die Pflanzen Vorblüten zeigen.
Platz und Pflanzentraining:
Jede Pflanze braucht ihren eigenen Platz, um sich richtig zu entwickeln. Wer den Platz gut plant und Trainingsmethoden wie SOG, LST und ScrOG einsetzt, holt mehr Ertrag aus dem Grow.
Topping:
Das Kappen der Spitze, auch Topping genannt, bremst das Höhenwachstum und fördert seitliche Triebe. Du machst es in der Wachstumsphase, um das Ertragspotenzial deiner Pflanzen zu steigern.
Die ersten zwei Wochen der Wachstumsphase legen das Fundament für gesunde, kräftige Pflanzen. Wer diese Tipps beherzigt, holt das Beste aus dem Wachstum raus und schickt seine Pflanzen gut vorbereitet in die Blüte.
Die wichtigsten Nährstoffe für das Wachstum von Cannabis
Damit Cannabis gesund und kräftig wächst, braucht es die richtigen Nährstoffe. Einer der wichtigsten in dieser Phase ist Stickstoff (N), der für den Aufbau von Pflanzenmasse und Zellstrukturen gebraucht wird.
Warum Stickstoff in der Wachstumsphase so wichtig ist:
Stickstoff ist neben Phosphor (P) und Kalium (K) einer der drei Hauptnährstoffe, die Pflanzen in großen Mengen brauchen. In der Wachstumsphase ist er besonders wichtig, weil er ein zentraler Baustein des Chlorophylls ist, des Farbstoffs, mit dem die Pflanze Photosynthese betreibt.
Außerdem braucht die Pflanze Stickstoff, um Aminosäuren, Proteine und andere Verbindungen für Wachstum und Entwicklung zu bilden.
So versorgst du deine Pflanzen mit Stickstoff:
Wie du Stickstoff zuführst, hängt vom Anbausystem und deinen Vorlieben ab. Im Bio-Anbau in Erde kannst du verschiedene Stickstoffquellen nutzen, etwa Kompost, Blutmehl oder stickstoffbindende Pflanzen wie Klee und Hülsenfrüchte, die den Boden dauerhaft anreichern.
Im Topf eignen sich Bodenzusätze wie Wurmhumus oder Komposttee, die ihre Nährstoffe nach und nach an die Pflanze abgeben. Für inerte Substrate wie Kokos oder Hydrosysteme gibt es gut lösliche Mineraldünger, die die Pflanze schnell und effizient aufnehmen kann.
Fazit
Eine gute Stickstoffversorgung in der Wachstumsphase ist die Basis für gesunde, kräftige Cannabispflanzen.
Wer versteht, warum Stickstoff so wichtig ist und wie man ihn am besten zuführt, sorgt dafür, dass die Pflanzen in dieser entscheidenden Phase alles bekommen, was sie brauchen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
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