Was ist Curing? So fermentierst du deine Buds richtig
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Was ist Curing? So fermentierst du deine Buds richtig

Nach dem Trocknen kommt das Glas: Was beim Curing in deinen Buds passiert, welche Werte zählen und warum Geduld hier Geschmack bedeutet.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Was ist Curing bei Cannabis?

Curing, auf Deutsch meist Fermentieren genannt, ist die Reifephase nach dem Trocknen: Die Buds kommen für mindestens zwei bis drei Wochen in luftdichte Gläser, damit sich die Restfeuchte gleichmäßig verteilt, Chlorophyll abgebaut wird und Terpene und Cannabinoide erhalten bleiben. Frisch geerntet stecken Cannabisblüten nämlich voller Wasser und Chlorophyll, und einen feuchten Bud zu rauchen ist so gut wie unmöglich.

Bevor du Gras rauchen kannst, muss es also getrocknet und fermentiert werden. Die frische Pflanze wird geerntet und dann in einem kontrollierten Klima getrocknet, damit ein großer Teil der Feuchtigkeit aus den Buds verdunstet. Danach folgt das Curing: Es sorgt dafür, dass genug Restfeuchte drinbleibt, und bewahrt Cannabinoide und Terpene, während Wasser und Chlorophyll weniger werden.

Wie wird Cannabis getrocknet und fermentiert?

Das kann tricky sein, wenn das Klima zu feucht oder zu trocken ist. Die Blüten sollen trocken sein, aber nicht zu sehr. Und ein bisschen feucht, aber auch nicht zu sehr. Richtig trocknen und fermentieren heißt, genau diese Balance zu treffen, damit das Endprodukt super riecht, schmeckt und knallt, ohne dass dir der kratzige Rauch den Hals verbrennt.

Zum Trocknen hängst du das Cannabis normalerweise in einem Raum auf, sodass sich keine Buds berühren. So vermeidest du Schimmel und ungleichmäßiges Trocknen. Ein guter Trockenraum liegt bei 50–60 % Luftfeuchtigkeit und 18–23 °C, ohne Sonnenlicht. Getrocknet wird meist 10 bis 14 Tage, danach geht es ans Curing.

Die Buds werden von den Ästen geschnitten und in Gläser oder andere luftdicht verschließbare Behälter gefüllt. Dann kommen sie für mindestens 2–3 Wochen, manchmal deutlich länger, an einen trockenen, dunklen Ort. Gutes Curing läuft bei 45–55 % Luftfeuchtigkeit in dem Raum, in dem die Gläser stehen (im Glas selbst etwa 60–65 %), bei 15–21 °C und ebenfalls ohne Sonnenlicht. Während des ganzen Curings werden die Gläser regelmäßig geöffnet, damit Sauerstoff reinkommt und die Gase aus der Fermentation entweichen können.

Buds beim Curing im Glas

Wie lange fermentiert man Cannabis?

Das ist Geschmackssache. Einheitliche Standardverfahren für das Curing, an die sich die ganze Cannabis-Branche hält, gibt es nicht. Jede Sorte ist anders und kann unterschiedlich lange brauchen. Manche Buds sind dicht, andere eher klein.

Gut fermentiert und richtig gelagert bleiben Cannabinoide und Terpene bis zu zwei Jahre mit nur minimalem Wirkungsverlust erhalten.

Wie fermentierst du deine Buds Schritt für Schritt?

Das Curing ist entscheidend für Geschmack und Aroma deiner Buds und macht die Wirkung runder. So gehst du grundsätzlich vor:

  1. Erstes Trocknen: Häng die Buds nach der Ernte kopfüber an einem kühlen, dunklen und gut belüfteten Ort auf, damit sie langsam trocknen. Lass genug Platz zwischen den Buds, damit die Luft gut zirkulieren kann. In dieser Zeit verlieren die Buds den Großteil ihrer Feuchtigkeit.

  2. Trimmen: Wenn sich die Buds außen trocken anfühlen und die Ästchen knacken, kannst du ein letztes Mal trimmen, also große Blätter und alles Unerwünschte entfernen, bis nur noch die Buds übrig sind.

  3. Ab ins Glas: Füll die Buds in luftdichte Gläser, und zwar nur zu etwa 75 %, damit Luft bleibt. Zu viel Feuchtigkeit im Glas musst du unbedingt vermeiden, sonst droht Schimmel. Öffne die Gläser in den ersten Tagen täglich, damit die angestaute Feuchtigkeit raus kann.

  4. Feuchtigkeit kontrollieren: Ziel ist eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 60–65 % im Glas. Sind die Buds zu feucht, nimm sie kurz raus und lass sie etwas nachtrocknen, bevor du das Glas wieder verschließt. Sind sie zu trocken, kannst du eine kleine Feuchtigkeitsquelle wie ein Feuchtigkeitsregler-Pack ins Glas legen, um die Feuchte auszugleichen.

  5. Curing-Dauer: Das Curing kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern. In dieser Zeit entwickeln sich die Inhaltsstoffe der Buds weiter, und Geschmack, Aroma und Milde werden besser. Mit der Zeit merkst du richtig, wie die Buds an Aroma und Geschmack zulegen.

Denk dran: Gutes Curing braucht Geduld und Sorgfalt. Am Ende hast du Buds, die aromatischer und milder sind. Wenn du während des Curings Schimmel entdeckst, nimm die betroffenen Buds sofort raus, damit er sich nicht ausbreitet. Sauberes Arbeiten ist das A und O, damit deine Buds hochwertig und sicher bleiben.

Getrocknete Buds im Glas

Was bewirkt das Curing in den Buds?

Das Curing ist ein zentraler Schritt, der Qualität und Eigenschaften frisch geernteter Buds verbessert. Während des Curings laufen in den Buds weiter chemische und physikalische Veränderungen ab, und die bringen dir einiges.

Einer der wichtigsten Effekte ist der Umgang mit der Restfeuchte. Auch wenn sich die Buds nach dem ersten Trocknen trocken anfühlen, steckt in ihrem Inneren noch Feuchtigkeit. Richtiges Curing sorgt dafür, dass sich diese Feuchtigkeit gleichmäßig in den Buds verteilt, und das beugt Schimmel und Pilzen vor.

Außerdem werden beim Curing Inhaltsstoffe der Buds kontrolliert umgewandelt und abgebaut. Vor allem Chlorophyll und Restzucker werden langsam abgebaut, während sich das Terpenprofil voll entfalten kann und Terpene und Cannabinoide geschont werden. Das macht Geschmack, Aroma und Rauch besser.

Das Curing macht den Rauch auch milder, und das Rauchen wird angenehmer. Gut fermentierte Buds brennen gleichmäßiger und reizen Hals und Lunge weniger.

Wie lange dauert das Curing?

Wie lange das Curing dauert, ist unterschiedlich. Empfohlen werden meistens mindestens zwei Wochen. Viele Grower und Konsumenten lassen ihre Buds aber mehrere Wochen oder sogar Monate fermentieren, um das Beste bei Geschmack, Aroma und Milde rauszuholen.

In den ersten Wochen verändern sich die Buds chemisch und physikalisch am stärksten, weil ihre Inhaltsstoffe abgebaut werden und sich stabilisieren. Das verbessert das Terpenprofil und macht den Rauch milder, und das Rauchen wird angenehmer.

Mit der Zeit reifen die Buds weiter und entwickeln ihr Aroma und ihren Geschmack. Manche Grower setzen sogar auf ein Langzeit-Curing über mehrere Monate, weil die Buds ihrer Meinung nach erst dann ihr volles Potenzial bei Geschmack und Aroma erreichen.

Eine feste, endgültige Dauer gibt es nicht. Sie hängt von der Sorte, den Bedingungen und deinen persönlichen Vorlieben ab. Am Ende entscheidet dein eigener Geschmack, wie lange du deine Buds fermentierst.