
Was ist Haze? Herkunft, Wirkung und die bekanntesten Sorten
Von den Haze Brothers in Santa Cruz bis Amnesia und Super Lemon Haze: was die legendäre Sativa-Linie ausmacht und warum sie Geduld verlangt.
Haze ist eine Familie von Sativa-dominanten bis fast reinen Sativa-Sorten, die in den 60er- und 70er-Jahren in Kalifornien entstand und für ihr energiegeladenes, lang anhaltendes Kopfhigh und ihr würziges Aroma berühmt ist. Neben Skunk und Kush gehört Haze zu den drei bekanntesten Sortenlinien der Cannabiswelt. Dank Genetik und Technik kannst du heute aus Tausenden Sorten wählen, aber das war nicht immer so.
Haze-Sorten gehören zu den beliebtesten Sativa-dominanten oder fast reinen Sativa-Hybriden, und Kiffer auf der ganzen Welt lieben Haze-Gras für sein energiegeladenes, lang anhaltendes Kopfhigh. Geschätzt werden sie auch für ihre spektakulären Aromen, die meist sehr intensive würzige Noten mit fruchtigen, süßen und erdigen Nuancen verbinden.
Die genaue Genetik der Haze ist unbekannt, und darüber wird viel spekuliert: Als die Haze-Brüder mit dem Experimentieren anfingen, landeten in den USA Tausende verschiedene Sorten. Gut möglich, dass die ersten Haze Kreuzungen aus Colombian Gold und thailändischen Landrassen waren, es heißt aber auch, ihre Wurzeln lägen bei Acapulco Gold und indischen Landrassen, oder in einer Mischung aus allem.
Woher kommt Haze?
Die Geschichte der Haze beginnt in den 60er- und 70er-Jahren an der Westküste der USA. Der Legende nach wurden die ersten Haze von zwei Growern in Santa Cruz, Kalifornien, gezüchtet, den legendären „Haze Brothers“. Laut einem Artikel im „Treating Yourself Magazine“, einem Magazin für alternative Medizin, wollten die Brüder gar keine bestimmte Sorte erschaffen: Es passierte rein zufällig, als sie ein paar Samen kreuzten, die sie gerade hatten. Heraus kam eine der berühmtesten und meistgefeierten Sorten auf dem Markt.

Was macht Haze aus?
Haze-Sorten sind berühmt für ihren hohen THC-Gehalt und ihre Sativa-Dominanz, die manchmal fast rein ist. Die Wirkung ist energiegeladen und spielt sich im Kopf ab, ideal für kreative Prozesse.
Wie gesagt: Die fruchtigen und süßen Noten im Aroma machen Haze bei vielen zur Lieblingssorte. Die genetischen Wurzeln reichen von mexikanischen, indischen und thailändischen Sativas bis zu Klassikern wie Acapulco Gold oder Colombian Gold. Manche Patient:innen berichten, dass sie Haze-Sorten wegen möglicher entzündungshemmender und stresslösender Effekte nutzen, die Forschung zu einzelnen Sorten ist aber dünn.
Die bekanntesten Haze-Sorten
Purple Haze:
Die Blüten dieser Pflanze fallen durch ihre fluffigen Blätter und ihre dunkle Purpurfarbe auf. Indoor braucht die Sorte laut manchen Quellen 16 bis 20 Wochen, um ihr volles Potenzial zu erreichen. In der Blüte verströmt sie einen Strauß aus erdigen und süßen Aromen.
Laut vielen Konsumenten macht Purple Haze energiegeladen und wach und sorgt für einen ordentlichen Kick. Dazu schmeckt sie süß, mit Zitrusnoten und viel Erdbeere.
Super Lemon Haze:
Ihr säuerlicher Geschmack und das Zitronenaroma machen sie zu einem erfrischenden Zitrus-Genuss. Diese leckere Lemon Haze ist eine Kreuzung aus Lemon Skunk und einer Old-School-Haze.
Unter 12/12-Beleuchtung ist Super Lemon Haze meist nach 10 Wochen erntereif. Für maximalen Ertrag empfiehlt sich die SCROG-Methode.
- Was Lemon Haze ausmacht:
Die leckeren, starken Blüten der Lemon Haze erreichen über 20 % THC. Sie macht ein langes, kreatives Kopfhigh und bildet harzige, lange Colas, die sie auch kommerziell sehr interessant machen.
Amnesia Haze:
Amnesia Haze ist berühmt für ihre starke Wirkung, ihren erstklassigen Geschmack und beeindruckende Ernten. Mit etwa 22 % THC braucht es nicht viel, damit sie dich richtig wegballert.

- Was Amnesia Haze ausmacht:
Dank ihrer enormen Trichomproduktion ist Amnesia Haze perfekt für Haschisch und andere Extrakte. Beim Erhitzen und Pressen sieht man deutlich ihr klares, klebriges, honigfarbenes Harz mit 22 % THC, und aromatisch ist das eine echte Offenbarung. Sie wirkt nicht nur im Kopf, sondern auch tief entspannend, was sie zu einer sehr ausgewogenen Sorte macht.
LeBron Haze:
Diese feminisierte Sorte gehört zur Haze-Familie, ist aber eine Kreuzung aus Elite Haze und Lemon Thai.
Indoor hat sie eine sehr kurze Blütezeit von nur 55 bis 60 Tagen. Ihre Blüten sind üppig und fleischig, fast komplett mit Harz überzogen, und der Blütenertrag ist hervorragend.
- Was LeBron Haze ausmacht:
Outdoor zeigt sich, dass sie wirklich zu 85 % Sativa ist: Sie wächst so kräftig, dass sie locker 2,5 bis 3 m hoch werden kann.
Die Wirkung von LeBron Haze ist voll Sativa und stark psychoaktiv, mit einer ordentlichen Portion Euphorie und Kreativität und, typisch Haze, einem leicht vernebelten Kopf. Für Einsteiger ist sie eher nichts, aber perfekt, wenn du in Bewegung bleiben und Dinge erledigen willst, die keine große Konzentration brauchen.
Was du beim Anbau von Haze wissen musst
Grower wissen: Wer mit Haze arbeitet, braucht Zeit und viel Aufmerksamkeit, und genau deshalb wäre die Sorte in den 80ern fast ausgestorben. Die Blüte dauert sehr lange, bis zu 16 Wochen. Diese anspruchsvollen, arbeitsintensiven Pflanzen liefern bei guter Pflege aber unglaubliche Ergebnisse. Bei vielen Growern sind Haze-Sorten trotzdem nicht die erste Wahl, weil sie ziemlich schwierig sein können und viel Zuwendung brauchen, um gut zu werden. Für Anfänger (oder Ungeduldige) sind Haze-Sorten deshalb eher weniger geeignet.
Mit der Zeit und dem Weg der Haze nach Europa ging die Reinheit der Sorte immer mehr verloren, eine 100 % reine Haze zu finden ist heute alles andere als leicht. Aber Genetik und die Liebe der Grower haben Hybriden hervorgebracht, in denen noch ein gutes Stück Haze steckt. Es gibt jede Menge Haze-Sorten, die einen Versuch wert sind. Ein paar haben wir dir hier vorgestellt, auf dem Markt findest du noch viel mehr. Du musst sie nur aufspüren.

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